Home
http://www.faz.net/-gqe-772e1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Im Club der Superspender SAP-Gründer Plattner verschenkt Milliarden

Erstmals haben Milliardäre außerhalb der Vereinigten Staaten angekündigt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. SAP-Mitgründer Hasso Plattner ist der erste Deutsche, der sich der Initiative von Warren Buffett sowie Bill und Melinda Gates anschließt.

Artikel.Text Video starten $fazgets_pct
© dpa, reuters Vergrößern Plattner spendet Hälfte seines Vermögens

SAP-Mitbegründer Hasso Plattner will mindestens die Hälfte seines Milliardenvermögens verschenken. Das ist zumindest das Aufnahmekriterium für die Spendeninitiative „The Giving Pledge“ von Warren Buffett und Bill Gates. Die Organisatoren der Aktion, zu deutsch „Das Spendenversprechen“, gaben Plattner am Dienstag in New York als ersten Deutschen im exklusiven Club der Superspender bekannt.

SAP aus Walldorf in Baden-Württemberg ist ein führender Hersteller von Unternehmenssoftware mit einem Jahresumsatz von 16,22 Milliarden Euro. Zu den mehr als 232.000 Kunden weltweit gehören Unternehmen aus praktisch allen Branchen. Der Konzern hat gut 65.000 Mitarbeiter.

Er habe das Privileg gehabt, praktisch kostenlos an der Karlsruher Universität als einer der besten Technischen Hochschulen Deutschlands zu studieren, erklärte Plattner in seinem Brief. „Ohne Frage wurde das die Grundlage meines persönlichen Erfolgs.“ Er fühle sich zwar seinem Software-Unternehmen verpflichtet. „Aber ich möchte auch der Gesellschaft etwas zurückgeben, die meine Ausbildung möglich gemacht hat. Die Stiftung ist eine Möglichkeit, beides zu tun.“

Mehr zum Thema

Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schätzt das Vermögen des 69-Jährigen auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro). Auf Nummer 2 und 3 der legendären „Forbes“-Liste stehen seit Jahren Buffett und Gates. Die beiden hatten vor knapp drei Jahren ihre Initiative gegründet und seitdem mehr als 100 Milliardäre überredet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Fast alle kommen aber aus den Vereinigten Staaten.

Unter den zwölf neuen Unterzeichnern sind auch der britische Unternehmer Richard Branson, der russische Rohstoff- und Medienmogul Wladimir Potanin und der indische Softwaremagnat Azim Premji. Insgesamt haben damit 105 Familien aus neun Ländern die entsprechende Erklärung unterzeichnet.

Quelle: dpa/Bloomberg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Alibaba-Chef Jack Ma Das Krokodil vom Jangtse

Jack Ma ist in China so etwas wie ein Rockstar. Erst fand er keinen Job, dann gründete er in einer kleinen Wohnung seine eigene Firma - und wurde schnell zum reichsten Mann des Landes. Kann er nun mit seinem Online-Marktplatz Alibaba auch die Wall Street erobern? Mehr

06.09.2014, 13:10 Uhr | Wirtschaft
Die oberen 10 Prozent. Erben genügt als Beruf.

Die Erbschaftswelle in Deutschland rollt. Die vorangegangene Generation hat Vermögen angehäuft. Während manche von der Rendite ihres Erbes leben, fällt es Arbeitnehmern immer schwerer aus ihrem Lohn Rücklagen bilden. Mehr

18.06.2014, 09:12 Uhr | Wirtschaft
Schwache Entwicklung Fondsmanager versagen an der Wall Street

Die meisten aktiv verwalteten Aktienfonds in Amerika entwickeln sich schwächer als Indexfonds. In diesem Jahr ist der Rückstand besonders hoch. Mehr

06.09.2014, 13:48 Uhr | Finanzen
Multikulti im Osten

Hoyerswerda ist eine Stadt, die durch Ausländerfeindlichkeit bekannt wurde. Nun ist alles anders. Im Krankenhaus hat fast die Hälfte aller Mediziner einen ausländischen Pass. Das liegt auch daran, dass in der Region Ärzte fehlen Mehr

06.06.2014, 14:05 Uhr | Politik
Schweiz Abschied vom Schwarzgeld aus Westeuropa

Die Schweizer Banken wollen bis zum Jahresende reinen Tisch machen. Doch noch immer vertrauen ihnen Kunden aus Nachbarländern gut 2600 Milliarden Euro an Vermögen an. Mehr

09.09.2014, 21:31 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 19.02.2013, 23:26 Uhr

Lufthansas Nagelprobe

Von Ulrich Friese

Die Lufthansa reagiert mit einem Reformkurs auf die Veränderungen im internationalen Luftverkehr. Dafür sind Zugeständnisse notwendig - auch der Piloten. Der Tarifstreit ist Sinnbild des Machtkampfes zwischen Führung und Cockpit-Führern. Mehr 2 11


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Amazon vor Otto vor Zalando

Der Platzhirsch im deutschen Online-Handel heißt Amazon. Er setzt mehr um als seine unmittelbaren Verfolger zusammen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden