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Im Club der Superspender SAP-Gründer Plattner verschenkt Milliarden

 ·  Erstmals haben Milliardäre außerhalb der Vereinigten Staaten angekündigt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. SAP-Mitgründer Hasso Plattner ist der erste Deutsche, der sich der Initiative von Warren Buffett sowie Bill und Melinda Gates anschließt.

Artikel Video (1) Lesermeinungen (37)
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Heinrich Franzen

Der Erfolg Weniger

wurzelt in den Beiträgen Vieler. Diese Botschaft zu verbreiten ehrt Herrn Plattner, ist wichtiger als die Frage: Dürfte es doch ein Milliönchen mehr sein?

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Siegfried Krentz

Fehlt wirklich auch schon 1 EuR auf dem Konto ?

Es handelt sich bei dieser Initiative nur um ein Versprechen - keiner der Versprechenden hat bislang auch nur einen EUR/USD abgegeben.
Bill Gates und Warren Buffett werden in den einschlägigen Statistiken immer noch mit iherem ehemaligen GEsamtvermögen geführt ? Wie kann dies sein, wenn man mehr als die Hälfte bereits gespendet hat.
Versprechen kann ich vieles - doch wann und das ist die entscheidende Frage - soll dieses Versprechen auch eingelöst werden ?
Hierauf gibt keiner dieser "Neureichen" eine Antwort - insofern steigert man damit wohl nur Medienaufmerksamkeit.



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Bert Reb (Berttreb) - 20.02.2013 11:34 Uhr

Geld, das von billigen Arbeitern erarbeitet wurde. Beweist doch nur den vorausgegangenen Wucher

Das zeigt, wie unsinnig und unnötig Billigstlöhne in Wirklichkeit sind.

Da horten Privatleute wie Unternehmen Unsummen an Geld -jaja Wettbewerbsfähigkeit- das mithilfe entmündigenden Löhnen erwuchert wurde, um dann pharisäerlike als verantwortungsbewusst dazustehen.

Dass mehr als die gespendete Hälfte offensichtlich unnötig für das Privatwohl, das Unternehmensweit war und ist, wird hiermit ja zugegeben.

Aber verlogen ist immer noch die Selbstzuschreibung von fremder Leistung.
Es ist eben nicht so, dass dank der Uni in ihm, dem Helden, besondere -seine- Talente mit diesem Wuchererfolg zutagegefördert hat, sondern auch(!) die gesamtwirtschaftliche (mittelbar/unmittelbare) Ausbeutung billigster Arbeiter den Erfolg abarbeiten musste.

Sein Erfolg in Ehren. Aber den Wucher erklärt das nicht. Dazu nehme man einen Charakter der Fremdleistung als Eigenleistung verkauft, und skrupellos bereit ist Bettlern das Geld aus der Tasche zu ziehen, um dann, satt, einen Bruchteil "zurückzugeben". Wow

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:07 Uhr
Dieter Weber

Hanebüchener Schwachsinn

Selten einen dermaßen inkompetenten Kommentar gelesen! Wissen Sie überhaupt, in welcher Branche SAP aktiv ist und wie dort die Gehaltsstrukturen sind? Ich habe jetzt keine konkreten Zahlen vorzuliegen, aber ich schätze mal, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen der SAP-Mitarbeiter bei 60.000 Euro brutto liegen dürfte, in vielen Fällen noch wesentlich höher. Schließlich handelt es sich größtenteils um hochqualifizierte Software-Spezialisten. Und versuchen Sie doch mal, selber eine erfolgreiche Firma - in welcher Branche auch immer - aufzubauen, dann werden Sie merken, dass das ohne erhebliche Eigenleistung mit Arbeitszeiten > 70 Std./Woche kaum möglich ist. Was allerdings jeder kann ist, klischeebeladenen, ignoranten Müll zu schreiben.

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 20.02.2013 14:20 Uhr

Bert Reb

Noch so ein unrichtiger Kommentar. Mir ist nicht bekannt, daß es bei SAP - und aus dessem Aktienwert speist sich hauptsächlich das Vermögen Plattners - Billigarbeiter beschäftigt werden oder wurden. Für einen gutbezahlten Job bei SAP gibt es wahrlich genug - gute und schlaue Bewerber.

Übrigens: Sie glauben doch nicht, daß das "Vermögen" eines Herr Plattners oder auch von Bill Gates so einfach auf dem Festgeldkonto liegt. Wenn morgen - aus welchem Grund auch immer-
die Aktienkurse von SAP oder Microsoft um 90% fallen, ist es mit dem "Vermögen" vorbei.

Und dann auch mit den Arbeitsplätzen der sog. "Billigarbeiter" (die es sicher gibt, aber nicht bei diesen Firmen).

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Emanuel Schwabe

Plattner sollte seine Milliarden keinesfalls verschenken,

weil er sie sich redlich verdient hat und durch dieses Geschenk die falsche Erwartung weckt, daß es nicht auf Leistung, Innovationskraft und Erfindertum ankommt, sondern auf Geschenke. Deutschland hat wie alle Staaten nur eine Zukunft, wenn mutige Unternehmer Produkte wie die SAP-Software exportieren. Gut gemeinte Wohltaten bestärken die falsche Erwartung der meisten Deutschen, daß Wohlstand ohne Leistung und Innovation möglich ist. Viele Deutsche sind sogar mit Robin Hood der Auffassung, daß sie ein Recht darauf haben, den bösen Reichen ihr Eigentum zu klauen. Der Rechtsstaat und das Recht auf Eigentum sind für den allgemeinen Wohlstand unverzichtbar. Illusionen helfen keinem. 30.000 Arbeitsplätze der SAP-AG zählen!

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 20.02.2013 11:07 Uhr

Nur Taten zählen, keine Worte oder ABsichten.

Herr Plattner könnte viele sinnvolle Projekte anstoßen, der Bildungsbereich böte sich an. Ob man in D Dankbarkeit erwarten kann, wage ich zu bezweifeln.
Der linksgrünen Lehrer-Öko-Strick-Fraktion ist Technik, Kapital und Gewinn doch sowieso ein Graus, denn deren Kohle kommt ja aus der Steckdose bzw vom Staat.

Alos dann mal los mit den guten Taten.

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gisbert heimes

Die alte Frage ist doch

ob es diese Fettaugen braucht, die oben auf der Suppe schwimmen. Ja klar meinen die Fettaugen, sonst wär' die Suppe ja ungenießbar. Und die Suppe stimmt zu.

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bernd stegmann

Er möchte also "der Gesellschaft etwas zurückgeben". Dazu spendet er einen Teil seines Vermögens

"The Giving Pledge" in den USA. Was gibt er dann bitte der deutschen Gesellschaft zurück? Muß dieser Mensch mir mal erklären. Hier den letzten Cent an Steuerzahlungen vermeiden und dann global den Gönner spielen. Naja, ist halt die Moral heutzutage...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 10:49 Uhr
Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 20.02.2013 10:49 Uhr

Herr Stegmann

Leider wieder so ein Meckerkommentar, wie so einige hier zu diesem Thema. Übrigens: Daß sich Herr Plattner "The Giving Pledge" anschließt, bedeutet ja nicht, daß er seine Vermögensspende nun im Ausland tätigt. Machen Sie sich da erst einmal schlau, was Herr Plattner so finanziert. Dann werden Sie sicher anders posten und über "Moral heuzutage" posten.

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gisbert heimes

Ohne (Arbeits-)Gesellschaft kein 'Reichtum'

Schon gar keine Milliardäre.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 14:42 Uhr
gisbert heimes

Das ist das Sozialismus-Problem, Herr Diesing

Da geht alles seinen langsamen Gang, den sozialistischen eben. Kein vernünftiger Mensch wird ernsthaft bestreiten, daß die Wettbewerbswirtschaft an Effizienz nicht zu toppen war. Sie führt allerdings zyklisch zu enormen Ungleichgewichten und sozialen Verwerfungen, die im Stadium der finalen Globalisierung eine wachsende Gefahr für den Bestand des Erde-Mensch-Systems darstellen. Wir Suppenhühner reagieren darauf panisch oder gar nicht; ob diese Erkenntnis das Leitmotiv bei den Spendierhosen ist, wäre mal interessant zu wissen.

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Jürgen Wiemer
Jürgen Wiemer (jwiemer) - 20.02.2013 08:41 Uhr

Wenn eines klar war...

...dann dass sofort wieder gemeckert wird.
Anstatt dass man die Lebensleistung der Herren Plattner und Gates würdigt und deren Initiative auch in einem weiteren Schritt 50%+ der Ressourcen zum Allgemeinwohl einzusetzen, zieht man alles immer runter.
Was möchte man denn ? Einen VEB SAP oder VEB Microsoft ? Eine astronomische Steuer, die verhindert, dass eine SAP überhaupt entstehen kann ? Wir haben speziell in D und weiten Teilen Europas zu wenige solcher Erfolgsgeschichten und z.B. das Recht in D macht es Start-Ups eher schwer als leicht Erfolg zu haben. Facebook aus D ? Kann man wahrscheinlich vergessen.

Und dass die Staaten das Geld besser und legitimierter ausgeben können halte ich für ein Grossgerücht. Die Milliarden von Gates und Plattner wären in Nullkommanichts genauso schnell, ineffektiv und bürokratisch weg wie viele vor ihnen. Da ist mir ein Gates, der sein eigenes Geld und dass seiner Kollegen sehr zielgerichtet und nachvollziehbar ausgibt, wesentlich lieber/sympathische.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 13:11 Uhr
Robert Funcke

ohne Frage richtig...

....aber es muss auch die Frage erlaubt sein, warum ein Vermögen, das - wenn alles richtig gelaufen ist - bereits bei seinem Erwerb kpl. besteuert wurde, danach immer und immer wieder besteuert werden muss. Das letzte unselige Glied in dieser Kette heißt dann Erbschaftssteuer. Ich muss zugeben, ich hege ein gewissen Verständnis für Menschen, die ihr verdientes Einkommen nur ein mal versteuern wollen.
Stiftungen sind ein anerkanntes, legales Mittel, Vermögen zu verwalten. Was aber mit dem Vermögen angefangen wird, finde ich in diesem Zusammenhang bedeutender.

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Closed via SSO

Allgemeinwohl?

Dass muss sich doch erst zeigen, ob das Geld zum Allgemeinwohl eingesetzt wird. Es bringt genauso wenig vorauseilend zu loben, wie zu verdammen.

Fest steht jedenfalls, dass zumindest MS lieber seine Geschäftspraktiken ändern sollte, oder Amazon, oder egal welcher Multi, und vielleicht etwas weniger Gewinn einfahren, als einerseits skrupellos zu agieren und andererseits den Gutmenschen zu geben.

Mich erinnert das Ganze eher an die Almosen und Spiele die von einer ansonsten barbarischen "Elite" im römischen Reich finanziert wurden, um den Plebs ruhig zu halten.

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joachim tarasenko

Bitte keine Almosen, Nachzahlungen für gute Arbeit an die Angestellten

Pledgen ist eine rechtlich und zeitlich unverbindliche Absichtserklärung. Hiermit verspreche ich eine Milliarde zu spenden. Das haben Gates und Co doch schon vor ca 2 Jahren versprochen. Weiters, hätten diese Herrschaften ihr Personal anständig bezahlt und ihre Leistung anständig honoriert gäbe es nicht so viel zu spenden. Es hat sich auch noch kein Einziger gerührt über die Presse und sich bedankt für das Viele Geld. Oder habe ich was verpasst?

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Günter Blümel

Mensch oder Staat

Der Staat ist besser, weil wir alle der Staat sind, sagen jedenfalls unsere Staatsmacht-Monopolisten. In der Realität handeln jedoch nur Personen. Die Tiere lassen wir hier einfach mal weg. Organisationen entpersönlichen nur. Die Macht haben in der aktuellen Realität zuallererst die Parteien. Wir Normalbürger dürfen alle paar Jahre Kreuzchen machen. Parteichefs sind daher mächtig, aber nicht zwingend die besten Menschen. Muss ich Ihnen Beispiele nennen?

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Peter Gorski

2 Seiten der Medallie oder macht Geld glücklich?

Wir reden hier über Privatvermögen in Milliardenhöhe. Eine Milliarde sind 1000 Millionen!
Kaufen Sie sich fiktiv eine fette Villa, einen luxuriösen Feriensitz, 5 Traumautos, eine Luxusjacht und ein Sportflugzeug, geben Sie Ihrer Frau 1 Milliönchen für die Grundausstattung an ordentlichen Klamotten und rechnen Sie 5 Millionen Lebensunterhalt für den Rest Ihres Lebens dazu.
Sie werden es kaum schaffen eine Milliarde auszugeben ohne nicht in extreme Dekadenz abzugleiten!
Spenden in der Zukunft ist ein feiner Zug und edles Versprechen, die 100€ Spende eine Oma mit Minirente ist allerdings noch edler, weil sie dies tatsächlich spürt!
Auf der anderen Seite finde ich sehr gut, wenn Bill Gates Millionen investiert um Toiletten entwickeln zu lassen die kein Wasser mehr verbrauchen und durch biochemische Prozesse Strom erzeugen!
Auch Milliardäre sind Menschen mit Wunsch nach Seelenheil und nicht per se die schlechteren Menschen.
Warum aber müssen Menschen überhaupt so viel Geld horten?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 19:11 Uhr
Peter Gorski

ps. ein Verschreiber

die 5 Millionen Lebensunterhalt meinte ich natürlich pro Lebensjahr :-)

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joachim tarasenko

warum müssen Menschen soviel Geld horten?

Ich vermute sie erfreuen sich an den vielen vielen Nullen auf dem Papier, Sprich Kontoauszug.

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Jens Hunger
Jens Hunger (hero02) - 20.02.2013 05:06 Uhr

folgende situation......

die situation in potsdam kann man etwa so beschreiben: dort wo plattenbauten standen, entstehen jetzt plattnerbauten.

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Gerhard Dünnhaupt

Wunder über Wunder

Tatsächlich auch ein einzelner Deutscher. Hätte ich nie für möglich gehalten.

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Heinrich Ebbers

Wo kommt das Milliardenvermögen her?

Private Milliardenvermögen sind ein sozialschädlicher Skandal. Das lässt sich nur mit der Arbeit fremder, keinesfalls der eigenen Hände ansammeln. Mit ins Grab nehmen kann man das sowieso nicht, noch konsumierend ausgeben, also kann man es auch leichten Herzens "irgendwann" spenden.
Der Staat sollte es stattdessen zugunsten des Gemeinwohls kassieren, und zwar bevor die freigebigen Herrschaften mit der sozialen Ader erwartungsgemäß flugs in Steueroasen ausweichen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 11:51 Uhr
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Bert Reb (Berttreb) - 20.02.2013 11:51 Uhr

Wucher. Ein Maß, wann anfänglich Unverfängliches falsch wird

Wucher ist in unserem Gesetz durchaus verankert, und damit der richtige Gedanke eines Maßes, einer Leistungsbemessung. Die für gute Leistung gut entlohnt.

Aber der Markt zahlt nicht nur nach Leistung, sonst müssten unsere genialen Mathematiker
(haben sie schon mal für eine geniale Formel 'Urheberlizenzen' bezahlt?) ein zigfaches verdienen.

Der Markt regelt den Preis, und dennoch gibt es Wucher.

Leider sprechen wir nur vom expliziten, unmittelbaren Wucher. Den versteckten system-massentauglich-aufgegliederten Wucher aber nehmen wir nicht in den Blick.

Und dennoch ist der letztere von der Kehrseite der Ausbeutung her ja klar sichtbar.

Niemand hat etwas gegen Reichtum. Aber wenn dieser auf schwarze Menschen, Sklaven, Juden,
oder andere Billigstproduktionsverfügungmassen zurückgreifen muss, dann ist ein Maß überschritten, wo etwas ursprünglich/anfänglich Unverfängliches falsch wird, mitsamt den verlogenen Folgen, falschen Rechtfertigungen, falschen Handbemalten.

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Arndt Pool
Arndt Pool (Ghr0nt) - 20.02.2013 11:09 Uhr

Schwachsinn!

Dass diese Milliardenvermögen sich in Form von Unternehmensanteilen darstellen, können Sie sich auch nicht vorstellen, oder? Auch Herr Plattner wird keinen Geldspeicher unterhalten, sondern noch einen Haufen SAP-Aktien, oder mittlerweile evtl. andere Anleihen halten. Das wenigste davon in Bar.
Lange Zeit waren diese Anteilsscheine für die entsprechenden Unternehmer alles, womit die sich entlohnen konnten. Ein Startup zu gründen bedeutet zunächst einmal gigantisches persönliches Risiko. Die können auch nicht mit Gewissheit sagen, dass die am Ende so reich sein werden.

Außerdem ergibt es keinen Sinn, das Geld an den Staat zu geben. Der kann damit auch nicht verantwortungsvoller umgehen, als die Privatleute. Meistens engagieren sich diese sogar wesentlich intensiver und helfen wirklich dort, wo es gebraucht wird. Außerdem werden die drauf achten, nicht so viel zu verschwenden.

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joachim tarasenko

Wenn, wenn , wenn....

Wenn es keine Menschen auf der Erde gäbe, dann wären sie wohl auf dem Mars. Soviel zu, wenn es Plattner nicht gegeben hätte.......

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 20.02.2013 09:44 Uhr

Herr Ebbers

Sie schreiben u.a.:"Private Milliardenvermögen sind ein sozialschädlicher Skandal. Das lässt sich nur mit der Arbeit fremder, keinesfalls der eigenen Hände ansammeln".

Wieder einmal so ein Kommentar, der z.T. ja nicht falsch ist (Vermögensansammlung mit Hilfe fremder Arbeit), aber doch am Kern vorbeigeht. Oder haben Sie übersehen, daß es Leute wie Herr Plattner waren, die mit ihren Ideen und Wagemut erst den heute 65.000 SAP-MA einen Job verschafft haben? Meinen Sie das mit "sozialschädlichen Skandal? Ich nenne so etwas Neid, was Sie hier treibt.

Und ohne Leute wie auch Bill Gates mit seinen Ursprungsideen würden heute Millionen Arbeitsplätze gar nicht existieren, vlt. auch nicht Ihre Arbeit, Herr Ebbers.

Wohin es führen kann, wenn man alles "dem Staat" geben soll, dafür gibt es ja genug Beispiele auch in der deutschen Geschichte (s.DDR= dem Gemeinwohl dienend?).

Ein Herr Plattner wird sein Vermögen sicher sinnvoller einsetzen als es "ein Staat" tun würde.

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David Winter

Reich werden - gut! Arm sterben - auch gut.

Ich nutze primär Apple-Produkte, aber als größerer Freund der Menschheit wird (verdient!) Microsoft-Gründer Bill Gates in die Geschichte eingehen.

Andrew Carnegie (ein Stahlindustrieller und Philanthrop, quasi der Gates seiner Zeit) sagte einmal: „Wer als reicher Mann stirbt, stirbt schändlich.“

Ich habe immer wieder erfahren, dass diese Philosophie im reichen Deutschland von vielen Menschen nicht verstanden und von vielen anderen verachtet wird. Selten habe ich so viele gehässige Kommentare gelesen wie in SpOn- und sonstigen Foren, als 2009 die „Giving Pledge“ vorgestellt wurde. Menschen, die offensichtlich nichts anderes zu tun hatten, erklärten einander, dass „diese feine Herren“ das alles (gemeint war das Verschenken von bis zu 99 % sehr großer Vermögen) natürlich nur „wegen der Steuervorteile“ machen ...

Ich kann hier nur eine spezifische deutsche/linke Kränkung vermuten.

Schön zu sehen, dass nun mit Hasso Plattner ein deutscher IT-Tycoon zeigt, wie modern es ist, zu geben.

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Christoph Wirtz

Kein Grund zum Jubeln

Ich sehe das durchaus kritisch, wenn Superreiche Staat spielen und mit Hilfe ihrer astronomischen Vermögen Einfluss nehmen. Denn ihre guten Taten entziehen sich einer demokratischen Legitimation und Kontrolle. Sie üben damit Macht aus, fördern bestimmte Dinge und verändern die Welt nach ihrem Gusto.

Und auch wenn es im Einzelfall möglicherweise wenig zu kritisieren gibt, so ist es nicht notwendiger so, dass das, was Multi-Milliardäre für eine wünschenswerte Welt halten, auch für alle anderen Menschen gut ist.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 08:55 Uhr
Franz Darmstadt

Er könnte es...

...natürlich auch unseren Deutschen, 'demokratisch legitimierten' Politnauken übergeben, bloss da könnte er es genausogut verbrennen! Wer möchte schon sein bereits versteuertes Geld noch einmal wirkungslos im 'Politsumpf' für Wahlgeschenke verplempert sehen!

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Werner Laude

Kontrollwahn?

Keine Kontrolle?
Das ist ja das Gute daran. Es werden Aufgaben übernommen die der Staat nicht macht oder machen will, wo sich Politiker nicht profilieren können, keine Beamte bezahlt werden und sonstige Interessengruppen keinen Einfluss haben. Die Vorstellung das nur sog. demokratische Gremien die Welt verändern (sollen, dürfen) ist absurd.

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Jörg Freisler
Jörg Freisler (JottEff) - 20.02.2013 07:58 Uhr

... fördern bestimmte Dinge ...

z.B. die Einführung von genmanipuliertem Saatgut.

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Konstantinos Dafalias

Alternative?

Was soll er sonst machen? Das Geld dem Staat geben, damit der damit soziale Projekte wie Stuttgart 21, Flughafen Berlin, Elbphilharmonie etc. finanziert? Politiker üben auch Macht aus und fördern bestimmte Dinge und verändern die Welt nach ihrem Gusto. Oder dem der Lobbys, denen sie gehorchen. Da lasse ich die Welt noch lieber von einem philantropischen Milliardär beeinflussen. Davon abgesehen - Buffet und Gates finanzieren sehr viele sehr gute Projekte weltweit und stehen kurz davor, weltweit die Kinderlähmung auszurotten. Sollen statt dessen die Kinder auf der Welt weiter leiden, bis alle Staaten der Welt beschließen, dass es eine gute Idee ist, diese Krankheit auszurotten?

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 20.02.2013 01:50 Uhr

Zu kurz gedacht...

Großvermögen, die sozialen Zwecken ohne Verzinsungsdruck(!) zugeführt werden, verlängern das Spiel in unserem exponentiellen Zinseszins-Geldsystem. Die Renditelast auf die aktiven und kommenden Generationen wird dadurch erst einmal gesenkt. Somit ist es auf jeden Fall besser als der Einsatz des Geldes in renditefordernden Anlagen durch die Erben. Denn die Renditen der schon vorhandenen Vermögen sind ohne Griff in die Staatsschulden- und/oder Armutsfalle schon heute nicht mehr zu erwirtschaften.

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Dieter Weber

Es gibt Leute, denen kann man es einfach nie recht machen

Wenn ich die Hälfte meines selber verdienten Milliardenvermögens spenden wollte, dann würde ich mir allerdings auch das Recht vorbehalten, selber per Stiftungssatzung über dessen Verwendungszweck zu bestimmen, damit es z.B. nicht wirkungslos in einer "demokratisch legitimierten und kontrollierten" Staatsbürokratie verdampft wie ein großer Teil der Steuergelder.

Statt solche Generalverdächtigungen auszustoßen könnte man sich ja mal ansehen, was Hasso Plattner in dieser Richtung bereits konkret unternommen hat ("Hasso Plattner Institut" googeln).
Damit hat er vielen begabten jungen Leuten, die ansonsten vielleicht ins Ausland abgewandert und für den Wirtschafts- & Forschungsstandort Deutschland verloren gewesen wären, jedenfalls mehr geholfen als mit superschlauen und ach so kritischen Kommentaren.

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Alex Jacobson

Why pledge what you can do now?

Ich kann dem "Giving Pledge" einfach nichts abgewinnen. Wer sein Großvermögen spenden möchte, soll dies tun und verdient dafür hohe soziale Anerkennung. Aber die Betonung darauf, dass man sein Vermögen eines Tages, in Jahren oder Jahrzehnten (unverbindlich) spenden wird, schmeckt mir doch nach dem Versuch alles auf einmal zu wollen. Die Vorzüge des Vermögens zu genießen (sei gerne gestattet) aber gleichzeitig die soziale Anerkennung für eine gute Tat in der fernen Zukunft vorzuverlegen.

Wann will Mark Zuckerberg (28) als Giving Pledge Unterzeichner denn seine Zusage einlösen? In 60 bis 70 Jahren vielleicht?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 08:00 Uhr
Konstantinos Dafalias

Nein, jetzt

Zuckerberg war ja bis zum Börsengang überhaupt nicht flüssig, und meines Wissens hat er schon damit angefangen.
Aber es ist ja auch nicht sinnvoll, die ganze Kohle auf einen Haufen zu werfen und zu sagen "machma was".
Gates ist sehr gezielt und umsichtig mit dem Einsatz seiner Mittel und dadurch um ein Mehrfaches effektiver als die staatlichen Entwicklungsprojekte. Davon abgesehen hat er bereits mehr Geld in seine Stiftung investiert, als sein Vermögensstand zu einem Zeitpunkt war.
Es ist ja nicht so, dass die Einnahmen von Milliardären mit dem Beginn der Philantropie plötzlich zum Erliegen kommt, da macht so eine Verpflichtung absolut Sinn.
Für die Armen der Welt bedeutet es wie am Beispiel von Gates auch im Endeffekt mehr Kohle als wenn er von seinem damaligen Vermögen die Hälfte irgend jemand in die Hand gedrückt hätte.

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19.02.2013, 23:26 Uhr

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