19.02.2013 · Erstmals haben Milliardäre außerhalb der Vereinigten Staaten angekündigt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. SAP-Mitgründer Hasso Plattner ist der erste Deutsche, der sich der Initiative von Warren Buffett sowie Bill und Melinda Gates anschließt.
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Für die, die immer noch nicht wissen...
...wie Stiftungen "ticken":
"Das Dilemma ist bisher kaum bekannt und doch, so Investmentberater
Paul Hawken, das "schmutzige Geheimnis" vieler Stiftungen. Aus
Steuergründen müssen sie jährlich mindestens fünf
Prozent ihres Vermögens gemäß des Stiftungszwecks
ausgeben. Wie sie aber die Vermögensmasse anlegen (und vermehren),
bleibt ganz ihnen überlassen - und manche orientieren sich dabei
lieber an Rendite als an Ethik. So sind viele Stiftungen von Natur aus
Zwitterwesen: nach außen spendable Wohltäter, innen indes
clevere Anleger, die auch vor "bösen" Ölkonzernen
oder Pharmakonglomeraten nicht halt machen. Zwischen beiden Bereichen
liegt bisher, was Experten wie Bauer eine "Firewall" nennen:
Die eine Seite weiß nicht, was die andere tut.
So auch die Gates-Stiftung." (Quelle: Spiegel-Website)
Der Stiftungsboom
Stiftungsgründungen boomen in Deutschland seit den 90ern des
vorigen Jahrhunderts. Es gibt z. B. kaum noch eine Sparkasse, die nicht
eine oder mehrere Stiftungen betreibt. Selbstverständlich hat das
neben der PR auch handfeste finanzielle Hintergründe. Oft
läuft es dabei auf einen Deal mit den Trägerkommunen hinaus,
die auf ihren Anteil am Jahresüberschuß verzichten, damit
dieser dem Eigenkapital der Institute zugeführt werden kann. Im
Gegenzug fördern die Stiftungen soziale und kulturelle Projekte in
der Region, wozu die Kommunen nicht mehr in der Lage sind. Soweit ein
praktisches Beispiel, das nicht schlecht sein mag, was aber im streng
marktwirtschaftlichen Sinne letztlich eine Fehlsteuerung darstellt.
Typisch ist indessen, daß sich mit dem Stiftungsboom um die
Stiftungen herum eine regelrechte Stiftungsindustrie etabliert hat
(Tagungen, Seminare, Exkursionen, Schrifttum, ja auch Dissertationen -
vor allem aber Posten und Pöstchen), in und von der sich mitunter
prächtig leben läßt.
wurzelt in den Beiträgen Vieler. Diese Botschaft zu verbreiten ehrt Herrn Plattner, ist wichtiger als die Frage: Dürfte es doch ein Milliönchen mehr sein?
Fehlt wirklich auch schon 1 EuR auf dem Konto ?
Es handelt sich bei dieser Initiative nur um ein Versprechen - keiner
der Versprechenden hat bislang auch nur einen EUR/USD abgegeben.
Bill Gates und Warren Buffett werden in den einschlägigen
Statistiken immer noch mit iherem ehemaligen GEsamtvermögen
geführt ? Wie kann dies sein, wenn man mehr als die Hälfte
bereits gespendet hat.
Versprechen kann ich vieles - doch wann und das ist die entscheidende
Frage - soll dieses Versprechen auch eingelöst werden ?
Hierauf gibt keiner dieser "Neureichen" eine Antwort -
insofern steigert man damit wohl nur Medienaufmerksamkeit.
Geld, das von billigen Arbeitern erarbeitet wurde. Beweist doch nur den vorausgegangenen Wucher
Das zeigt, wie unsinnig und unnötig Billigstlöhne in
Wirklichkeit sind.
Da horten Privatleute wie Unternehmen Unsummen an Geld -jaja
Wettbewerbsfähigkeit- das mithilfe entmündigenden Löhnen
erwuchert wurde, um dann pharisäerlike als verantwortungsbewusst dazustehen.
Dass mehr als die gespendete Hälfte offensichtlich unnötig
für das Privatwohl, das Unternehmensweit war und ist, wird hiermit
ja zugegeben.
Aber verlogen ist immer noch die Selbstzuschreibung von fremder Leistung.
Es ist eben nicht so, dass dank der Uni in ihm, dem Helden, besondere
-seine- Talente mit diesem Wuchererfolg zutagegefördert hat,
sondern auch(!) die gesamtwirtschaftliche (mittelbar/unmittelbare)
Ausbeutung billigster Arbeiter den Erfolg abarbeiten musste.
Sein Erfolg in Ehren. Aber den Wucher erklärt das nicht. Dazu nehme
man einen Charakter der Fremdleistung als Eigenleistung verkauft, und
skrupellos bereit ist Bettlern das Geld aus der Tasche zu ziehen, um
dann, satt, einen Bruchteil "zurückzugeben". Wow
Hanebüchener Schwachsinn
Selten einen dermaßen inkompetenten Kommentar gelesen! Wissen Sie überhaupt, in welcher Branche SAP aktiv ist und wie dort die Gehaltsstrukturen sind? Ich habe jetzt keine konkreten Zahlen vorzuliegen, aber ich schätze mal, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen der SAP-Mitarbeiter bei 60.000 Euro brutto liegen dürfte, in vielen Fällen noch wesentlich höher. Schließlich handelt es sich größtenteils um hochqualifizierte Software-Spezialisten. Und versuchen Sie doch mal, selber eine erfolgreiche Firma - in welcher Branche auch immer - aufzubauen, dann werden Sie merken, dass das ohne erhebliche Eigenleistung mit Arbeitszeiten > 70 Std./Woche kaum möglich ist. Was allerdings jeder kann ist, klischeebeladenen, ignoranten Müll zu schreiben.
Bert Reb
Noch so ein unrichtiger Kommentar. Mir ist nicht bekannt, daß es
bei SAP - und aus dessem Aktienwert speist sich hauptsächlich das
Vermögen Plattners - Billigarbeiter beschäftigt werden oder
wurden. Für einen gutbezahlten Job bei SAP gibt es wahrlich genug -
gute und schlaue Bewerber.
Übrigens: Sie glauben doch nicht, daß das
"Vermögen" eines Herr Plattners oder auch von Bill Gates
so einfach auf dem Festgeldkonto liegt. Wenn morgen - aus welchem Grund
auch immer-
die Aktienkurse von SAP oder Microsoft um 90% fallen, ist es mit dem
"Vermögen" vorbei.
Und dann auch mit den Arbeitsplätzen der sog.
"Billigarbeiter" (die es sicher gibt, aber nicht bei diesen Firmen).
Plattner sollte seine Milliarden keinesfalls verschenken,
weil er sie sich redlich verdient hat und durch dieses Geschenk die falsche Erwartung weckt, daß es nicht auf Leistung, Innovationskraft und Erfindertum ankommt, sondern auf Geschenke. Deutschland hat wie alle Staaten nur eine Zukunft, wenn mutige Unternehmer Produkte wie die SAP-Software exportieren. Gut gemeinte Wohltaten bestärken die falsche Erwartung der meisten Deutschen, daß Wohlstand ohne Leistung und Innovation möglich ist. Viele Deutsche sind sogar mit Robin Hood der Auffassung, daß sie ein Recht darauf haben, den bösen Reichen ihr Eigentum zu klauen. Der Rechtsstaat und das Recht auf Eigentum sind für den allgemeinen Wohlstand unverzichtbar. Illusionen helfen keinem. 30.000 Arbeitsplätze der SAP-AG zählen!
Nur Taten zählen, keine Worte oder ABsichten.
Herr Plattner könnte viele sinnvolle Projekte anstoßen, der
Bildungsbereich böte sich an. Ob man in D Dankbarkeit erwarten
kann, wage ich zu bezweifeln.
Der linksgrünen Lehrer-Öko-Strick-Fraktion ist Technik,
Kapital und Gewinn doch sowieso ein Graus, denn deren Kohle kommt ja aus
der Steckdose bzw vom Staat.
Alos dann mal los mit den guten Taten.
ob es diese Fettaugen braucht, die oben auf der Suppe schwimmen. Ja klar meinen die Fettaugen, sonst wär' die Suppe ja ungenießbar. Und die Suppe stimmt zu.
Er möchte also "der Gesellschaft etwas zurückgeben". Dazu spendet er einen Teil seines Vermögens
"The Giving Pledge" in den USA. Was gibt er dann bitte der deutschen Gesellschaft zurück? Muß dieser Mensch mir mal erklären. Hier den letzten Cent an Steuerzahlungen vermeiden und dann global den Gönner spielen. Naja, ist halt die Moral heutzutage...
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 11:00 UhrHerr Stegmann,
Meines Wissens nach steht SAP nicht im Verdacht, wie bspw. Apple oder Starbucks den irischen Doppeldecker oder andere dubiose Steuertricks anzuwenden. Haben Sie da andere Quellen? Wenn nicht empfinde ich Ihre Kommentar als unredlich, die Aktion von dem Herrn scheint mir seriös.
Herr Stegmann
Leider wieder so ein Meckerkommentar, wie so einige hier zu diesem
Thema. Übrigens: Daß sich Herr Plattner "The Giving
Pledge" anschließt, bedeutet ja nicht, daß er seine
Vermögensspende nun im Ausland tätigt. Machen Sie sich da erst
einmal schlau, was Herr Plattner so finanziert. Dann werden Sie sicher
anders posten und über "Moral heuzutage" posten.
Ohne (Arbeits-)Gesellschaft kein 'Reichtum'
Schon gar keine Milliardäre.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 14:42 UhrDas ist das Sozialismus-Problem, Herr Diesing
Da geht alles seinen langsamen Gang, den sozialistischen eben. Kein vernünftiger Mensch wird ernsthaft bestreiten, daß die Wettbewerbswirtschaft an Effizienz nicht zu toppen war. Sie führt allerdings zyklisch zu enormen Ungleichgewichten und sozialen Verwerfungen, die im Stadium der finalen Globalisierung eine wachsende Gefahr für den Bestand des Erde-Mensch-Systems darstellen. Wir Suppenhühner reagieren darauf panisch oder gar nicht; ob diese Erkenntnis das Leitmotiv bei den Spendierhosen ist, wäre mal interessant zu wissen.
Mag sein Herr Heimes,
aber ohne innovative Unternhmer auch keine Arbeitsgesellschaft.
...dann dass sofort wieder gemeckert wird.
Anstatt dass man die Lebensleistung der Herren Plattner und Gates
würdigt und deren Initiative auch in einem weiteren Schritt 50%+
der Ressourcen zum Allgemeinwohl einzusetzen, zieht man alles immer runter.
Was möchte man denn ? Einen VEB SAP oder VEB Microsoft ? Eine
astronomische Steuer, die verhindert, dass eine SAP überhaupt
entstehen kann ? Wir haben speziell in D und weiten Teilen Europas zu
wenige solcher Erfolgsgeschichten und z.B. das Recht in D macht es
Start-Ups eher schwer als leicht Erfolg zu haben. Facebook aus D ? Kann
man wahrscheinlich vergessen.
Und dass die Staaten das Geld besser und legitimierter ausgeben
können halte ich für ein Grossgerücht. Die Milliarden von
Gates und Plattner wären in Nullkommanichts genauso schnell,
ineffektiv und bürokratisch weg wie viele vor ihnen. Da ist mir ein
Gates, der sein eigenes Geld und dass seiner Kollegen sehr zielgerichtet
und nachvollziehbar ausgibt, wesentlich lieber/sympathische.
ohne Frage richtig...
....aber es muss auch die Frage erlaubt sein, warum ein Vermögen,
das - wenn alles richtig gelaufen ist - bereits bei seinem Erwerb kpl.
besteuert wurde, danach immer und immer wieder besteuert werden muss.
Das letzte unselige Glied in dieser Kette heißt dann
Erbschaftssteuer. Ich muss zugeben, ich hege ein gewissen
Verständnis für Menschen, die ihr verdientes Einkommen nur ein
mal versteuern wollen.
Stiftungen sind ein anerkanntes, legales Mittel, Vermögen zu
verwalten. Was aber mit dem Vermögen angefangen wird, finde ich in
diesem Zusammenhang bedeutender.
Stiftungen werden nicht aus selbstlosem Gutmenschentum...
...errichtet, sondern um Milliardenvermögen, respektive die Einkünfte daraus, steuerfrei zu halten.
Allgemeinwohl?
Dass muss sich doch erst zeigen, ob das Geld zum Allgemeinwohl
eingesetzt wird. Es bringt genauso wenig vorauseilend zu loben, wie zu verdammen.
Fest steht jedenfalls, dass zumindest MS lieber seine
Geschäftspraktiken ändern sollte, oder Amazon, oder egal
welcher Multi, und vielleicht etwas weniger Gewinn einfahren, als
einerseits skrupellos zu agieren und andererseits den Gutmenschen zu geben.
Mich erinnert das Ganze eher an die Almosen und Spiele die von einer
ansonsten barbarischen "Elite" im römischen Reich
finanziert wurden, um den Plebs ruhig zu halten.
Bitte keine Almosen, Nachzahlungen für gute Arbeit an die Angestellten
Pledgen ist eine rechtlich und zeitlich unverbindliche Absichtserklärung. Hiermit verspreche ich eine Milliarde zu spenden. Das haben Gates und Co doch schon vor ca 2 Jahren versprochen. Weiters, hätten diese Herrschaften ihr Personal anständig bezahlt und ihre Leistung anständig honoriert gäbe es nicht so viel zu spenden. Es hat sich auch noch kein Einziger gerührt über die Presse und sich bedankt für das Viele Geld. Oder habe ich was verpasst?
... fangen wir jetzt wieder zu nörgeln an. Herr Plattner spendet etwa die Hälfte seines Privatvermögens. Sicher findet man überall einen Grund zum Nörgeln und fast jede Aktion hat auch Folgen. Ich freue mich, dass Herr Plattner sich auch hier beteiligt.
Der Staat ist besser, weil wir alle der Staat sind, sagen jedenfalls unsere Staatsmacht-Monopolisten. In der Realität handeln jedoch nur Personen. Die Tiere lassen wir hier einfach mal weg. Organisationen entpersönlichen nur. Die Macht haben in der aktuellen Realität zuallererst die Parteien. Wir Normalbürger dürfen alle paar Jahre Kreuzchen machen. Parteichefs sind daher mächtig, aber nicht zwingend die besten Menschen. Muss ich Ihnen Beispiele nennen?
Wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf...
...dann handelt es sich bei der Organisation von Gates und Buffet um eine Stiftung. Das durch Stiftungsvermögen erwirtschaftete Geld ist in der Regel steuerfrei, solange die Stiftung ihren Zweck erfüllt, z.B. jährlich 5% des Stiftungsvermögens für wohltätige Zwecke verwendet. Dass mit dem verbleibenden Milliardenvermögen einer solchen Stiftung auch in ethisch zweifelhafte Unternehmungen mit hohen Renditen investiert wird, steht auf einem anderen Blatt (wurde bei Bill Gates angeblich schon nachgewiesen). Diese steuerfreien Renditen aus den 95% Stiftungsvermögen spielen den "Verlust" von 5%-Wohltätigkeit locker wieder herein. Fragt sich nur, wie viel sich die Honoren (oder dessen Erben) als Aufwandsentschädigung jährlich ausschütten? Sollte ich mit dieser Annahme völlig daneben liegen, bleibt mir desweiteren rätselhaft wieso Plattner das Geld nicht jener hoch gelobten Uni-Karlsruhe spendet, an der er kostenfrei studieren durfte? Oder besser gleich allen Universitäten in D spendet?
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:49 UhrHerr Ferstl, mit Verlaub,
die Spiegel-Website ist nicht mal eine Sekundärquelle, dass ist eher ein informatives Rinnsaal in einer ausgetrockneten Wüste in der Trockenzeit. Maximal.
Aber gerne...
"Während sie einerseits Abermilliarden zur Bekämpfung von Krankheit und Armut auf der ganzen Welt ausgebe, investiere sie andererseits den Löwenanteil ihres Vermögens in Konzerne, die diese Ziele sabotierten - Umweltverpester, Ausbeuter, Sozialsünder." (Quelle: Spiegel-Website)
Quelle bitte...
...für ihre kühnen Behauptungen.
Bill Gates hat mit seiner Stiftung allein in Afrika mehr Gutes getan als
z.B. die katholische Kirche.
2 Seiten der Medallie oder macht Geld glücklich?
Wir reden hier über Privatvermögen in Milliardenhöhe.
Eine Milliarde sind 1000 Millionen!
Kaufen Sie sich fiktiv eine fette Villa, einen luxuriösen
Feriensitz, 5 Traumautos, eine Luxusjacht und ein Sportflugzeug, geben
Sie Ihrer Frau 1 Milliönchen für die Grundausstattung an
ordentlichen Klamotten und rechnen Sie 5 Millionen Lebensunterhalt
für den Rest Ihres Lebens dazu.
Sie werden es kaum schaffen eine Milliarde auszugeben ohne nicht in
extreme Dekadenz abzugleiten!
Spenden in der Zukunft ist ein feiner Zug und edles Versprechen, die
100€ Spende eine Oma mit Minirente ist allerdings noch edler, weil
sie dies tatsächlich spürt!
Auf der anderen Seite finde ich sehr gut, wenn Bill Gates Millionen
investiert um Toiletten entwickeln zu lassen die kein Wasser mehr
verbrauchen und durch biochemische Prozesse Strom erzeugen!
Auch Milliardäre sind Menschen mit Wunsch nach Seelenheil und nicht
per se die schlechteren Menschen.
Warum aber müssen Menschen überhaupt so viel Geld horten?
ps. ein Verschreiber
die 5 Millionen Lebensunterhalt meinte ich natürlich pro Lebensjahr :-)
warum müssen Menschen soviel Geld horten?
Ich vermute sie erfreuen sich an den vielen vielen Nullen auf dem
Papier, Sprich Kontoauszug.
...trotz typisch teutonischer Beckmesserei...
die situation in potsdam kann man etwa so beschreiben: dort wo plattenbauten standen, entstehen jetzt plattnerbauten.
Tatsächlich auch ein einzelner Deutscher. Hätte ich nie für möglich gehalten.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 11:02 UhrTja,
wir sind gar nicht soooo schlecht. Und spätestens seit 10 Jahren
begreifen wir Deutsche das auch - ohne dabei wieder in das Trauma der
Nazizeit reinzufallen.
Schönes Land.
Wo kommt das Milliardenvermögen her?
Private Milliardenvermögen sind ein sozialschädlicher Skandal.
Das lässt sich nur mit der Arbeit fremder, keinesfalls der eigenen
Hände ansammeln. Mit ins Grab nehmen kann man das sowieso nicht,
noch konsumierend ausgeben, also kann man es auch leichten Herzens
"irgendwann" spenden.
Der Staat sollte es stattdessen zugunsten des Gemeinwohls kassieren, und
zwar bevor die freigebigen Herrschaften mit der sozialen Ader
erwartungsgemäß flugs in Steueroasen ausweichen.
Wucher. Ein Maß, wann anfänglich Unverfängliches falsch wird
Wucher ist in unserem Gesetz durchaus verankert, und damit der richtige
Gedanke eines Maßes, einer Leistungsbemessung. Die für gute
Leistung gut entlohnt.
Aber der Markt zahlt nicht nur nach Leistung, sonst müssten unsere
genialen Mathematiker
(haben sie schon mal für eine geniale Formel 'Urheberlizenzen'
bezahlt?) ein zigfaches verdienen.
Der Markt regelt den Preis, und dennoch gibt es Wucher.
Leider sprechen wir nur vom expliziten, unmittelbaren Wucher. Den
versteckten system-massentauglich-aufgegliederten Wucher aber nehmen wir
nicht in den Blick.
Und dennoch ist der letztere von der Kehrseite der Ausbeutung her ja
klar sichtbar.
Niemand hat etwas gegen Reichtum. Aber wenn dieser auf schwarze
Menschen, Sklaven, Juden,
oder andere Billigstproduktionsverfügungmassen zurückgreifen
muss, dann ist ein Maß überschritten, wo etwas
ursprünglich/anfänglich Unverfängliches falsch wird,
mitsamt den verlogenen Folgen, falschen Rechtfertigungen, falschen Handbemalten.
Schwachsinn!
Dass diese Milliardenvermögen sich in Form von Unternehmensanteilen
darstellen, können Sie sich auch nicht vorstellen, oder? Auch Herr
Plattner wird keinen Geldspeicher unterhalten, sondern noch einen Haufen
SAP-Aktien, oder mittlerweile evtl. andere Anleihen halten. Das wenigste
davon in Bar.
Lange Zeit waren diese Anteilsscheine für die entsprechenden
Unternehmer alles, womit die sich entlohnen konnten. Ein Startup zu
gründen bedeutet zunächst einmal gigantisches
persönliches Risiko. Die können auch nicht mit Gewissheit
sagen, dass die am Ende so reich sein werden.
Außerdem ergibt es keinen Sinn, das Geld an den Staat zu geben.
Der kann damit auch nicht verantwortungsvoller umgehen, als die
Privatleute. Meistens engagieren sich diese sogar wesentlich intensiver
und helfen wirklich dort, wo es gebraucht wird. Außerdem werden
die drauf achten, nicht so viel zu verschwenden.
Wenn, wenn , wenn....
Wenn es keine Menschen auf der Erde gäbe, dann wären sie wohl auf dem Mars. Soviel zu, wenn es Plattner nicht gegeben hätte.......
Herr Ebbers
Sie schreiben u.a.:"Private Milliardenvermögen sind ein
sozialschädlicher Skandal. Das lässt sich nur mit der Arbeit
fremder, keinesfalls der eigenen Hände ansammeln".
Wieder einmal so ein Kommentar, der z.T. ja nicht falsch ist
(Vermögensansammlung mit Hilfe fremder Arbeit), aber doch am Kern
vorbeigeht. Oder haben Sie übersehen, daß es Leute wie Herr
Plattner waren, die mit ihren Ideen und Wagemut erst den heute 65.000
SAP-MA einen Job verschafft haben? Meinen Sie das mit
"sozialschädlichen Skandal? Ich nenne so etwas Neid, was Sie
hier treibt.
Und ohne Leute wie auch Bill Gates mit seinen Ursprungsideen würden
heute Millionen Arbeitsplätze gar nicht existieren, vlt. auch nicht
Ihre Arbeit, Herr Ebbers.
Wohin es führen kann, wenn man alles "dem Staat" geben
soll, dafür gibt es ja genug Beispiele auch in der deutschen
Geschichte (s.DDR= dem Gemeinwohl dienend?).
Ein Herr Plattner wird sein Vermögen sicher sinnvoller einsetzen
als es "ein Staat" tun würde.
Reich werden - gut! Arm sterben - auch gut.
Ich nutze primär Apple-Produkte, aber als größerer
Freund der Menschheit wird (verdient!) Microsoft-Gründer Bill Gates
in die Geschichte eingehen.
Andrew Carnegie (ein Stahlindustrieller und Philanthrop, quasi der Gates
seiner Zeit) sagte einmal: „Wer als reicher Mann stirbt, stirbt schändlich.“
Ich habe immer wieder erfahren, dass diese Philosophie im reichen
Deutschland von vielen Menschen nicht verstanden und von vielen anderen
verachtet wird. Selten habe ich so viele gehässige Kommentare
gelesen wie in SpOn- und sonstigen Foren, als 2009 die „Giving
Pledge“ vorgestellt wurde. Menschen, die offensichtlich nichts
anderes zu tun hatten, erklärten einander, dass „diese feine
Herren“ das alles (gemeint war das Verschenken von bis zu 99 %
sehr großer Vermögen) natürlich nur „wegen der
Steuervorteile“ machen ...
Ich kann hier nur eine spezifische deutsche/linke Kränkung vermuten.
Schön zu sehen, dass nun mit Hasso Plattner ein deutscher IT-Tycoon
zeigt, wie modern es ist, zu geben.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?