http://www.faz.net/-gqe-8p074
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 03.01.2017, 19:16 Uhr

F.A.Z. exklusiv Ifo-Chef fordert Ausstieg aus lockerer Geldpolitik

Der Chef des Ifo-Instituts verlangt von der Europäischen Zentralbank ein Umdenken. Der unerwartet starke Anstieg der Inflationsrate in Deutschland ist für Clemens Fuest „ein Signal für den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik“.

© dpa Ifo-Chef Clemes Fuest

Nach dem unerwartet starken Anstieg der Inflationsrate in Deutschland auf 1,7 Prozent hat der Chef des Ifo-Instituts Clemens Fuest von der Europäischen Zentralbank ein Umdenken verlangt. „Dieser Inflationssprung ist ein Signal für den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der EZB“, sagte Fuest der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgabe sowie am Dienstag ab 20 Uhr im epaper). „Wenn diese Zahlen sich für die Eurozone insgesamt bestätigen, sollte die EZB das Anleihekaufprogramm im März 2017 beenden“, forderte Fuest. Für eine Fortsetzung der Käufe gebe es dann keine Rechtfertigung mehr.

Mehr zum Thema

F.A.Z. Mehr dazu in der F.A.Z. vom 04.01.2017. Am Vorabend schon in der F.A.Z. -App und als E-Paper.

Die EZB-Spitze um Mario Draghi hatte erst im Dezember beschlossen, die Geldflut durch monatliche Anleihekäufe von derzeit 80 Milliarden Euro ab April 2017 mit einem 60-Milliarden-Volumen fortzusetzen. Zweck der EZB-Anleihekäufe ist es, die Inflationsrate in Richtung von 2 Prozent zu schieben. Die Zahl der Kritiker steigt aber. Auch der Chef der Konjunkturabteilung des Instituts für Weltwirtschaft, Stefan Kooths, forderte die EZB zu einem „Ausstieg aus ihrer ultraexpansiven Geldpolitik“ auf. Deren Nutzen sei kaum noch zu erkennen, sagte Kooths der F.A.Z. Dagegen stiegen die Risiken der lockeren Geldpolitik. Die EZB habe sich aber in eine Falle hineinmanövriert. Viele hochverschuldete Staaten seien abhängig vom billigen Geld. Auch viele Banken hätten bei einer Zinswende ein Problem, sagte Kooths.

Buße mit Verspätung

Von Werner Mussler, Brüssel

Die Strafe für Google kommt zu spät, der Markt für Suchmaschinen und Preisvergleichsdienste hat sich seit 2008 rasant entwickelt. Die EU kann diese Entwicklung nicht zurückdrehen. Mehr 6

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages So viel ist der Euro im Urlaub wert

In Polen haben deutsche Urlauber besonders viel von ihrem Geld, zeigt unsere Grafik des Tages. Teuer wird es dagegen in Großbritannien. Mehr 5

Zur Homepage