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Hypothekenkrise Der Absturz der Hypo Real Estate

16.01.2008 ·  Natürlich kann sich kein Kreditinstitut der weitreichenden Finanzkrise entziehen. Doch der Vorstand der Hypo Real Estate muss sich ankreiden lassen, dass er die Öffentlichkeit nicht ausreichend für die Risiken sensibilisiert hat.

Von Marcus Theurer
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Kursverluste, wie sie die Münchner Hypo Real Estate Group (HRE) am Dienstag erlitt, haben unter den Börsenschwergewichten des Deutschen Aktienindex (Dax) Seltenheitswert. Binnen Stunden brach der Kurs der HRE-Aktie um rund 35 Prozent ein.

Die HRE reiht sich damit in die Schlange der Großbanken rund um den Globus ein, die der Kreditmarktkrise Tribut zollen müssen. Die ungewöhnlich harte Reaktion der Börse ist Beleg dafür, dass die Wertberichtigungen der HRE auf amerikanische Kreditderivate die Anleger völlig überraschend traf.

Nicht ausreichend für die Risiken sensibilisiert

Natürlich kann sich kein Kreditinstitut der weitreichenden Finanzkrise entziehen. Doch der HRE-Vorstand muss sich ankreiden lassen, dass er die Öffentlichkeit nicht ausreichend für die Risiken sensibilisiert hat. Stattdessen malte das Management noch vor zwei Monaten - schon mitten im Kreditmarkt-Sturm - ein, wie sich nun herausstellt, viel zu rosiges Bild.

Dass HRE-Chef Georg Funke angesichts dessen behauptet, das Management habe sich „super geschlagen“, ist ein schlechter Scherz. Bei der HRE haben sich am Dienstag mehr als 2 Milliarden Euro Marktkapitalisierung in Luft aufgelöst. Was muss eigentlich noch passieren, damit ein Vorstand Demut zeigt?

Quelle: F.A.Z., 16.01.2008, Nr. 13 / Seite 20
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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

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