26.03.2009 · Hypo Real Estate - der Horror geht weiter. Ein neues Gutachten beziffert die maximal möglichen Ausfälle auf 235 Milliarden Euro, wenn der Staat bei der Münchener Krisenbank nicht einsteigt. Die Zahl ist ein Politikum.
Von Manfred SchäfersHypo Real Estate - der Horror geht weiter. Die Münchener Krisenbank wird schon mit Garantien von 102 Milliarden Euro künstlich am Leben erhalten. Wer denkt, schlimmer geht's nimmer, sieht sich getäuscht. Ein neues Gutachten beziffert die maximal möglichen Ausfälle auf 235 Milliarden Euro, wenn der Staat nicht einsteigt.
Die Zahl ist ein Politikum. Sie wird den Untersuchungsausschuss beschäftigen, den die Opposition am Freitag durchsetzen will. Der Bundesfinanzminister nutzt die Zahl bereits, um die Länder unter Druck zu setzen. Er warnt sie, das Gesetz, mit dem er die Kontrollmehrheit an dem Kriseninstitut erlangen will, zu verzögern.
Tatsächlich versuchen seine Länderkollegen den Zeitdruck zu nutzen, unter dem die ganze Rettungsaktion steht, um Zugeständnisse für ihre Landesbanken herauszuschlagen. Ihr Erpressungspotential ist groß. Selbst wenn weniger auf dem Spiel steht, hat der Bund Schwierigkeiten, sich durchzusetzen, wenn es heißt: alle gegen einen.
Mit dem Gutachten im Rücken versucht Peer Steinbrück, den Spieß umzudrehen. Mit Hilfe dieser Drohkulisse könnte er die Länder dieses eine Mal zur Räson bringen. Es wäre sicher nicht verkehrt.
Offenbar ein Märchen...
Harro Schultebeyring (Bricklayer2)
- 25.03.2009, 23:49 Uhr
Ausfall Risiko nur bei Nicht-Einstieg?????
Alex Merck (AlexM3)
- 26.03.2009, 18:32 Uhr
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