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Hypo Real Estate Bank in Abwicklung

11.02.2009 ·  Die Hypo Real Estate ist ein Fass ohne Boden. Für eine einzige Bank haften die Steuerzahler mit unglaublichen 100 Milliarden Euro. Doch im Wirtschaftsministerium gibt es einen Lösungsvorschlag, wie eine für das Finanzsystem relevante Bank in eine „eingeschränkte Insolvenz“ geführt werden kann.

Von Holger Steltzner
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Für eine einzige Bank haften die Steuerzahler mit 100 Milliarden Euro. Das ist unglaublich. Die Hypo Real Estate ist ein Fass ohne Boden, ständig wird mit Milliarden nur Zeit gekauft. So hat der Immobilienfinanzierer keine Existenzberechtigung mehr.

Doch wie wickelt man eine Bank ab, die fast so groß ist wie die Investmentbank Lehman Brothers? Vom Schock dieser Pleite haben sich die Märkte bis heute nicht erholt. Was heißt das für die Pfandbriefgläubiger, wenn mit der HRE der größte Emittent zusammenbricht?

Ein Einstand für Guttenberg

Die Lösung könnte – sozusagen als Einstand – der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg präsentieren. In seinem Haus gibt es einen Vorschlag, wie eine für das Finanzsystem relevante Bank in eine „eingeschränkte Insolvenz“ geführt werden kann.

Demzufolge verlören Risikokapitalgeber ihren Einsatz – und das mit Recht – weil die Bank faktisch pleite ist. Der Staat träte in die Verträge ein, das Institut lebte weiter. Diese Insolvenzregelung wäre keine Enteignung. Aber sie nähme die Alteigentümer in Haftung für eine Bank, die allein mit Staatshilfe am Leben erhalten wird. Und sie schützte den Steuerzahler vor Ausbeutung durch die Aktionäre der HRE.

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