14.12.2009 · Das Engagement der Bayern LB in Österreich hat die Bürger des Freistaats mindestens 3,7 Milliarden Euro gekostet. Warum muss Bayern eine österreichische Bank retten, die auf dem Balkan dubiose Geschäfte gemacht hat?
Von Henning PeitsmeierSelten hat es für den bayerischen Steuerzahler ein schlechteres Geschäft gegeben. Getrieben von ahnungslosen Politikern, kaufte sich die Bayern LB für 1,7 Milliarden Euro in die Kärntner Landesbank Hypo Alpe Adria ein und investierte in der Folge Milliarden, um die Beteiligung nach nur zwei Jahren zum Nulltarif wieder abzustoßen. 3,7 Milliarden Euro sind damit verloren. Vielleicht werden es mehr, weil weitere Milliardenkredite vergeben wurden.
CSU-Finanzminister Georg Fahrenschon erklärt, es sei gelungen, „gemeinsam mit der Republik Österreich und den übrigen Altaktionären eine für Österreich und Südosteuropa systemrelevante Bank zu stabilisieren“.
Aber warum muss Bayern eine österreichische Bank retten, die auf dem Balkan dubiose Geschäfte gemacht hat? So mancher Politiker und Banker dürfte jetzt um seinen Posten fürchten. Die finanziellen Konsequenzen aus der kostspieligen Balkan-Affäre trägt aber allein der bayerische Steuerzahler, der schon heute die Landesbank mit 10 Milliarden Euro stützt. Wenn es nächstes Jahr schlecht läuft, wenn hohe Abschreibungen auf andere waghalsige Geschäfte anstehen, dann ist die Bayern LB abermals auf Hilfe des Freistaats angewiesen.
Mal kurz umgerechnet...
Thomas Berger (tberger)
- 14.12.2009, 17:48 Uhr
Schwarzarbeit
Hans-Dieter Mohl (H.D.Mohl)
- 14.12.2009, 18:15 Uhr
Als geborener Kärntner ...
Peter Zentner (Caterwaul)
- 14.12.2009, 18:30 Uhr
Warum immer Banken retten? Wer rettet den Steuerzahler?
Gerhard Rinker (GerdR)
- 14.12.2009, 19:03 Uhr
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