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23.02.2013

Hückeswagen in der Schuldenspirale Eine Stadt verzockt sich mit Zinswetten

Es geht um 20 Millionen Euro. Die Stadt Hückeswagen führt eine Musterklage für zahlreiche deutsche Kommunen. Anfang 2000 begannen Städte und Gemeinden, sich auf hochriskante Zinswetten mit Landesbanken einzulassen - und dabei sehr viel Geld zu verlieren. Schlimmer noch: viele dieser Banken gibt es gar nicht mehr. Ende Februar entscheidet das Landgericht Düsseldorf, ob Hückeswagen Anspruch auf Entschädigung hat. Die Kämmerer hatten sich von der damaligen West LB ein Finanzderivat empfehlen lassen, dessen Risiko bei weitem zu hoch war. Doch darauf hatten die Banker nicht hingewiesen, sondern es im Kleingedruckten versteckt. Die erhoffte Haushaltsentlastung drohte für Hückeswagen ins Gegenteil umzuschlagen. Bei einem Gesamthaushalt von 100 Millionen ist das 16.000 Einwohnerstädtchen im Ruhrgebiet nun von der Pleite bedroht. Holger Trzeczak besucht die Gemeinde, die auf eine Rückabwicklung des Zinsgeschäfts hofft. 4