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Veröffentlicht: 22.04.2013, 11:54 Uhr

HoWe Wurstwaren Die Wurstfabrik von Uli Hoeneß

Bayern-Präsident Uli Hoeneß verdankt sein Vermögen auch einer florierenden Wurstfabrik in Nürnberg. Angefangen hat sie als Lieferant für Aldi mit Nürnberger Rostbratwürsten.

© dpa Ein stummer Zeitungs-Verkäufer vor der HoWe-Wurstfabrik in Nürnberg

Der ins Visier der Steuerfahnder geratene Bayern-Präsident Uli Hoeneß verdankt sein Vermögen auch einer florierenden Wurstfabrik in Nürnberg. Das inzwischen unter dem Namen HoWe bekannte Unternehmen hatte Hoeneß im Jahr 1985 zusammen mit dem Metzgermeister Werner Weiß gegründet.

Die Wurstfabrik des 61 Jahre alten Sportfunktionärs gehört in der Stadt seit Jahren zu den vier großen Herstellern von Nürnberger Rostbratwürsten. HoWe beliefert neben der Gastronomie auch europaweit Discounter und den Lebensmittelhandel mit der Nürnberger Spezialität. Angefangen hatte die Fabrik als Lieferant für Aldi - inzwischen beliefert sie fast alle deutschen Discounter.

Kopie von Bayerns Hoeneß verkauft Bratwurst an McDonald''s © dpa Vergrößern Hoeneß als Werbestar mit angeklebtem Schnurrbart für seinen „Nürnburger“ im Jahr 2010.

Das im Nürnberger Hafen angesiedelte Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben heute 350 Mitarbeiter. Pro Tag stellt es vier Millionen Rostbratwürste her. Pro Jahr verlassen mehr als 10.000 Tonnen Wurstwaren die Fabrik. Angaben zu Umsatzzahlen werden nicht gemacht. Geleitet wird das Unternehmen seit zwölf Jahren von Hoeneß Sohn Florian.

Seine Geschäftstüchtigkeit bewies dessen Vater, als er vor zwei Jahren eine befristete Kooperation mit der Schnellimbisskette McDonald’s einging. Drei Monate lang bot die Kette in ihren rund 1300 Filialen Rostbratwust-Brötchen mit Würsten der Firma HoWe unter dem Namen „Nürnburger“ an.

Infografik / HoWe Wurstwaren Website © http://www.howe-nuernberg.de Vergrößern Die Internetseite der Wurstfabrik

In der Fabrik lässt sich Uli Hoeneß- selbst Sohn eines Metzgers -  nach früheren Angaben nur gelegentlich blicken. Er sei zwar noch Eigentümer, „aber de facto mehr so eine Art Patriarch“, sagte er in einem Interview vor einigen Jahren.

Die Eltern von Uli Hoeneß hatten in Ulm eine kleine Metzgerei, die sie später allerdings aufgeben mussten, weil keiner der Söhne den Betrieb übernehmen wollte.

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