28.01.2013 · Die Deutschen träumen gerne vom energie-autarken Leben. Mit Kamin und Pelletofen wollen viele unabhängig vom Öl werden. Doch so einfach kann man sich von Gas, Kohle und Kernkraft nicht abkoppeln.
Von Jan GrossarthRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Pellet sind 36% günstiger als Öl, sind CO2 neutral und noch lange nicht ausgeschöpft.
Dieser Artikel zeigt nur eines: Pellet ist mittlerweile ein
Wirtschaftsfaktor und das ist gut so. Das dafür ausgegebene Geld
bleibt im Land und geht an keine Diktatoren. Unsere Pellet kommen aus
dem Schwarzwald.
Ein Liter Öl enthält 10 kWh und 1kg Pellet enthält 4,8
kWh Energie. Ein Liter Öl kostet 0,85 EUR und ein kg Pellet kosten
0,26 EUR. Somit kosten eine kWh Heizleistung bei Öl 8,5 Cent und
bei Pellet 5,4 Cent. D.h. ich spare ein Drittel ((8,5-5,4)/8,5 = 36%)
der Heizkosten, weil ich mit Pellet heize.
Aber wieviel Pellet verträgt der Wald und wieviel Energie braucht
Deutschland? Der deutsche Wald wächst jedes Jahr um 95 Mio. m3,
wovon nur 48 Mio. m3 gefällt werden (Quelle BMELV). Die
überschüssigen 47 Mio. m3 Holz entsprechen ca. 120 Mrd. kWh
Energie und könnten damit 12 Mrd. Liter Öl ersetzen. Der
jährliche Heizölverbrauch in Deutschland liegt bei ca. 21 Mrd. Liter.
D.h. unser jährlicher Überschuss an Waldwachstum könnte
50% unseres Heizöls ersetzen.
und bastle daraus einen Artikel. Tatsächlich mag es solche Naive geben, die glauben, dass sie mit der Verbrennung von Holz dauerhaft eine billige Heizengerie haben. Aber welcher Tölpel behauptet, Holzverbrennung sei ein Modell für alle? Ich kenne niemanden der dieser Auffassung ist. Weshalb wird dann ein völlig unrealistisches Modell als Grundlage für einen Kommentar genommen? In vielen Häusern von Neubausiedlungen ist Holz nur eine von mehreren Energiequellen. Und wenn schon von Energieverbrauch im Haushalt, in Einfamilienhäusern gesprochen wird, dann weiß doch wohl mittlerweile fast jeder, dass die billigste Energiequelle die ist, die nicht genutzt wird. Häuser lassen sich heute von Passivhäusern angefangen, bis hin zu Energieplushäusern konzipieren - und zwar kostengünstig - dass sie den volkswirtschaftlichen Energiebedarf deutlich reduzieren - ohne Angsterzeugungsmechanismen aufzusitzen und ohne Träumerei - nur mit Wissen. dt. Ingenieurkunst!
In Deutschland geht es mittlerweile zu, wie zu Zeiten Mao Tse-tung und
seine Kampagne "Großer Sprung nach vorn"!
Nur zur Zeiten Mao`s wurden Parteibücher und Posten vergeben, wenn
man sich besonders engagierte.
Heute versucht ein jeder -der beim grünen Aktionismus nicht
zurück stehen möchte- dem etwas abzugewinnen und am liebsten
Dukaten. ( insbesondere Kommunen mit Waldbesitz )
Es war schon vor ungefähr sechs-sieben Jahren abzusehen,dass das
dem Deutschen Wald nur schaden kann. Wenn ein jeder mit seiner
Nagelneuen Ketten-säge und Spaltwerkzeug sich in der Forst austobt
und dabei, überhaupt nicht mehr die Jahreszeiten beachtet.
Aber wie war es mit Mao`s Kampagnen, sie wurden dann zu Grabe getragen,
bis es auch Mao Tse-tung einsah, dass sie Kontraproduktiv sind!
Journalismus im Dienste von Gas, Kohle und Kernkraft
So eindimensional daherkommend zu argumentieren ist schon fast wieder
eine Leistung!
Gerade die Vielfalt der Möglichkeiten von Einsparung, intelligenter
Verknüpfung der Systemvarianten und Lösung aus der
Abhängigkeit der Monopolisten geben heute vielen Haushalten
Gelegenheit, "sich von Gas, Kohle und Kernkraft" (sic) abzukoppeln.
... jedes Prozent erneuerbarer Energie im Land verbessert entsprechend
die Handelsbilanz.
Und das langfristig. Und (irgendwann) zu günstigen Preisen, wenn
die Infrastruktur einmal steht.
Antworten an Herrn Mock
Herr Mock, allein die Verbrennung von Kohle setzt mit der Asche so viel
Uran frei, daß Sie bei Einsatz Schneller Brüter damit die
chemisch gewonnene Energie noch einmal nuklear gewinnen könnten.
Uran gibt es außerdem auf dem Weltmarkt, und man könnte es
vermutlich auch bei islamistischen Regimes kaufen (die Perser verkaufen
ja auch Öl).
Ihr Hinweis auf die Kühlung und eventuelle Hochsommerprobleme an
Flüssen ist richtig. Allerdings gibt es ja gerade zu dem Zweck das
europäische Verbundnetz, daß sich die angeschlossenen
Länder gegenseitig aushelfen können. Alternativ könnte
man ein Gaskraftwerk anfeuern oder die Kühlung durch Luft
verstärken. Das ist eine Frage der Detzailanalyse und der Kosten.
Prinzipiell sollten wir uns in Deutschland angewöhnen, nach
LÖSUNGEN zu suchen anstatt nach Problemen.
Die VERNÜNFTIGEN Kosten von Abriß und Endlagerung sind
gegenüber dem Umsatzpotential eines KKW zu vernachlässigen.
Beide werden durch politische Sabotage hochgetrieben.
@ Dietmar Fleischhauer
Irgendwann sind die Anlagen abgeschrieben, aber dann, aber dann!
@ Klaus Ermecke
Was Sie da vorschlagen, läuft ja schon als Großversuch seit
Jahrzehnten in Frankreich. Jetzt führen die Franzosen Krieg in
Mali, um ihren Urannachschub zu sichern. Und natürlich geht das
Uran trotzdem in die Handelsbilanz ein und wird in Zukunft auch kaum preiswerter.
Außerdem hat auch die günstige Kernkrafttechnologie so ihre
Grenzen in der Praxis. Wenn z.B. in einem heißen Sommer die Rhone
zu wenig Wasser führt und die Anlagen dort nicht ausreichend
gekühlt werden können in der Hitze, dann muß man
runterfahren und Strom aus dem Ausland zukaufen.
Dazu kommen die Risiken einer Monostruktur, die Kosten des Rückbaus
und die Endlagerung. Die Asse z.B. hat viel Vertrauen zerstört. Vor
ein paar Tagen gab es hier einen Bericht über Sellafield. Auch
nicht ermutigend.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Kernenergie (würde
allerdings die bisher nicht erfolgreiche Fusionstechnologie vorziehen)
aber nur für die Grundlast.
Wenn Sie die Handelsbilanz verbessern wollen, ...
... oder noch besser gleich das BIP, dann müssen Sie die
Kernkraftwerke wieder anschalten.
Wir erinnern uns kurz an das schwachsinnigste Energieprojekt von allen -
DESERTEC, den Gleichstrom von den Wüstensöhnen. Da möchte
ein dubioses Konsortium von Firmen und Aktivisten 400 Milliarden Euro in
Nordafrika verbauen, um dann mit Hilfe von Solaranlagen Mitteleuropa ein
paar Stunden am Tag mit Strom zu versorgen.
Alternativ könnte man mit dem Betrag (bei vernünftig
gestrafften Planungs- und Genehmigungsverfahren) 80 Kernkraftwerke
bauen, dazu Brennelementewerk, Wiederaufarbeitungsanlage, von mir aus
auch noch 5 Endlager und zwei technische Universitäten. Man
könnte nicht nur Deutschland mit Strom versorgen, sondern ganz
Mitteleuropa und Nordafrike gleich mit. 24 Stunden am Tag, und auch bei
Staubsturm über der Sahara oder Winterorkan in Deutschland.
Wir müssen wieder lernen, in Alternativen zu denken - und nicht nur
in "Alternativlosigkeit"!
"Und (irgendwann) zu günstigen Preisen"
Sankt Nimmerlein läßt schön grüßen.
1. Ist die Frage ob es sinnvoll ist 3 im Grunde völlig verschiedne
Produkte wie Pellets, Scheitholz usw. in einen Graph zu nehmen. Nach den
Infos die ich gefunden habe sind Pellets seit 2005 um ca. 40 % im Preis
gestiegen, nicht um 80% wie im Graph sugeriert.
2. Scheint für den mal schnell drüber schauenden Holz teurer
als Öl, was nicht der Fall ist bezogen auf die kWh. Das kommt
natürlich durch den Bezug auf die 100% in 2005.
Natürlich ist jedem einigermassen denken Menschen klar, dass sich
Holz nicht von der allgem. Preisentwicklung des Energiemarktes abkoppeln
kann und dass natürlich nicht alle Haushalt mit Holz heizen können.
Trotzdem ist auch ein Beitrag von 10% CO2 freier Heizung mit Holz doch
ein toller Wert. Pellets sind um einiges billiger als Öl und
selbst als Gas und auch die Schwankungen waren in den letzten 10 Jahren
viel geringer. Die Kosten sind damit planbarer. Bei Öl weiß
man nicht ob man mal nächstes Jahr das doppelte zahlen darf.
Einspruch
1) Sonst wird immer über den bösen Feinstaub gejammert, der
soo gefährlich ist. Nur bei Holz- und Pelletheizungen, die diesen
in großen Stil ausstoßen, ist er plötzlich kein Thema
mehr. Was also gilt? Sterben für das Klima?
2) Die hohen Holzpreise motivieren zu Abholzen und zu
Holz-Plantagenwirtschaft statt nachhaltiger Mischwald-Holzwirtschaft.
Zerstören wir jetzt unseren Wald (oder den ärmerer
Länder), um die hehren Klimaziele zu erreichen?
750.000 Tonnen Holzpellets für RWE aus Georgia, USA
Jährlich werden im Pelletwerk Waycross rund 750.000 Tonnen
Holzpellets für den Einsatz in Europa hergestellt und vom Hafen
Savannah aus verschifft. In Europa sollen die Pellets in erster Linie in
bestehenden Steinkohlekraftwerken von RWE genutzt werden. Durch den
Ersatz von Steinkohle durch Biomasse können erhebliche
CO2-Einsparungen erzielt werden.
u.a. auch in GB wo RWE eine Kohlekraftwerk umbaute, ob sich das auch
ohne Subventionen lohnt? ob die Holzpellets aus dem Wald um die Ecke
kommen? Kurzumtriebsplantagen wachsen ggf im Süden schneller als
bei uns. Das erinnert doch stark an die Fotovoltaik
Ich bin kein CO2-Phobiker.Der CO2-Zertifikatehandel ist aber kein Märchen glaube ich.
Ein Kohlekraftwerk in GB wurde, fast wie im Märchen durch die
Pellets profitabel und da noch Wunder geschehen, läuft die Anlage
so lange sie nicht gestorben sind, die Subventionen.
RWE ist u.a. Spezialist im verstromen von Biomasse,
Braunkohle,Steinkohle und jetzt auch Pellets. Wenn man von russischem
und arabischem Öl+Gas unabhängiger werden will ist neue
Biomasse nichts schlimmes wenn es sich lohnt auch wenn der Anteil eher
klein ist.
"können erhebliche CO2-Einsparungen erzielt werden"
Und wozu wollen Sie CO2 einsparen? Weil Sie an die Klimamärchen glauben?
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?