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Veröffentlicht: 10.10.2012, 11:10 Uhr

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen Neue Grenzwerte für Sozialversicherung

Auch im kommenden Jahr steigen die Lohngrenzen, bis zu denen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen. Für Spitzenverdiener kann das bedeuten, dass sie trotz der geplanten Senkung des Beitragssatzes in der Rentenversicherung unterm Strich ein paar Euro mehr bezahlen müssen.

Das Bundeskabinett hat wie erwartet für das kommende Jahr neue Grenzwerte zur Versicherungspflicht und zur Beitragsbemessungsgrenze beschlossen. Höhere Sozialabgaben kommen damit auf gut verdienende Arbeitnehmer zu, die mit ihrem Einkommen bisher über den Beitragsbemessungsgrenzen lagen. Für Spitzenverdiener kann das bedeuten, dass sie durch die für 2013 geplante Senkung des Beitragssatzes in der Rentenversicherung von 19,6 Prozent auf 19,0 Prozent unterm Strich nicht entlastet werden.

Wie das Bundesarbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, müssen Arbeitnehmer 2013 im Regelfall Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein, wenn ihr jährlicher Bruttoverdienst weniger als 52.200 Euro (bisher 50.850) im Jahr oder 4.350 Euro im Monat beträgt. Nur wer mehr verdient, darf in die private Krankenversicherung wechseln

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzlichen Krankenkassen steigt 2013 auf 47.250 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 3.937,50 Euro (bisher 3825 Euro) im Monat. Diese Grenze bestimmt, bis zu welcher Einkommenshöhe die Kassen ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erheben. Verdienste, die über diesem Grenzwert liegen, werden nicht in die Beitragsberechnung einbezogen.

In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze für Westdeutschland auf 69.600 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 5.800 Euro (bisher 5600) im Monat. Für Ostdeutschland gilt 2013 ein Grenzwert von 58.800 Euro brutto jährlich oder 4.900 Euro (bisher 4800) monatlich. Für die knappschaftliche Rentenversicherung liegt die Grenze im Westen bei 85.200 Euro jährlich oder 7.100 Euro im Monat. In Ostdeutschland liegt die Grenze bei 72.600 Euro beziehungsweise 6.050 Euro.

Für den Großteil der Arbeitnehmer ändert sich durch die Anhebung der Rechengrößen wenig. Nur diejenigen, die bisher über den Beitragsbemessungsgrenzen lagen, müssen mehr bezahlen. In der Rentenversicherung West etwa zahlt ein Spitzenverdiener im Extrembeispiel trotz Beitragssenkung monatlich 2,20 Euro mehr aus eigener Tasche: Wenn er bisher als Arbeitnehmeranteil 9,8 Prozent von 5600 Euro abführte, musste er 548,80 Euro an die Rentenkasse entrichten. Bei einem auf 19,0 Prozent verringerten Beitragssatz - was einem Arbeitnehmeranteil von 9,5 Prozent entspräche - auf 5800 Euro wären es 551,00 Euro monatlich.

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