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Hochgeschwindigkeitszüge Französische Bahn plant Billig-TGV

 ·  Der Eisenbahn macht der Wettbewerb durch Billigflieger zu schaffen. Die französische Bahn will den Fluglinien nun mit einem Billig-TGV Paroli bieten. Eine erste Klasse und einen Speisewagen sollen die Züge nicht haben.

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Die französische Staatsbahn SNCF hat erste Einzelheiten ihres Anfang 2013 geplanten Billig-TGV enthüllt. Der Fahrkartenpreis für den Hochgeschwindigkeitszug solle ein Viertel unter dem Durchschnittspreis im „klassischen“ TGV liegen, sagte die Leiterin des Passagierverkehrs, Barbara Dalibard, am Dienstag der Zeitung „Le Parisien“. Fahrkarten sollten schon für unter 25 Euro zu haben sein, einen Einheitspreis für die lediglich im Internet verkauften Tickets werde es aber nicht geben.

Im Gegensatz zum herkömmlichen TGV soll es im neuen Billig-TGV keine erste Klasse und keinen Speisewagen mehr geben. Im Fahrpreis soll lediglich ein Gepäckstück enthalten sein, für das zweite muss ein Aufpreis gezahlt werden.

Die neuen Billigzüge sollen zwischen Marne-la-Vallée bei Paris und den Städten Lyon, Montpellier und Marseille eingesetzt werden. Angefahren werden Bahnhöfe, die nicht im Innenstadtbereich liegen, so dass der TGV das Hochgeschwindigkeitsnetz nicht verlassen muss und Zeit spart. Marne-la-Vallée ist per Vorort-Bahn vom Pariser Zentrum aus zu erreichen.

Die französische Bahn orientiert sich mit ihrem neuen Angebot an Billigfluglinien wie easyjet, die ebenfalls Flughäfen außerhalb der Großstädte anfliegen. Die neuen, zweigeschossigen TGV können jeweils 1200 Passagiere befördern - 200 mehr als der herkömmliche TGV, da der Speisewagen wegfällt. Dalibard, die in dem Interview erstmals Presseberichte über den Billig-TGV bestätigte, rechnet mit Investitionen über zehn Millionen Euro, die ab 2017 Gewinn abwerfen dürften.

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