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HIntergrund Xetra erstmals zur Disposition gestellt

20.06.2006 ·  Die Deutsche Börse hat einen neuen Vorschlag für eine Fusion mit der Nachbarbörse Euronext veröffentlicht. FAZ.NET faßt die wichtigsten Punkte zusammen und stellt dar, worin sie sich von dem bisherigen Konzept unterscheiden.

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Die Deutsche Börse hat einen neuen Vorschlag für eine Fusion mit der Nachbarbörse Euronext veröffentlicht. FAZ.NET faßt die wichtigsten Punkte zusammen und stellt dar, worin sie sich von dem bisherigen Konzept unterscheiden:

Zentrale

Bisher hieß es, die „Hauptverwaltung“ eines zusammengeschlossenen Börsenkonzerns solle in Frankfurt angesiedelt sein. Diese Formulierung entfällt nun mit Rücksicht auf die französischen Interessen. Stattdessen verteilen sich die „Zentralfunktionen“ auf Amsterdam, Frankfurt und Paris. In der Mainmetropole sollen Vorstandschef und Finanzvorstand ihr „Hauptbüro“ haben. Der wichtige Aktienhandel wird von Paris aus gesteuert.

Management

Im Gegenzug für die Zugeständnisse in der Standortfrage soll Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni auch Vorstandsvorsitzender des neuen Börsenkonzerns werden. Euronext-Chef Jean-François Theodore wird nicht wie bisher vorgesehen zunächst Co-Vorstandschef, sondern rückt sofort an die Spitze des Aufsichtsrats. Den beiden Gremien soll eine gleiche Anzahl von Managern beider Börsen angehören, obwohl die Deutsche Börse das größere Unternehmen ist.

Handelssystem

Daß eine der Börsen ihr elektronisches Handelssystem für den Aktienhandel aufgeben müßte, um Kosten zu sparen, ist eine logische Folge der Fusion. Erstmals schlägt die Deutsche Börse nun vor, sich von der eigenen Handelsplattform Xetra zu trennen. Stattdessen soll künftig das Euronext-System NSC verwendet werden. Bei den Terminbörsen kommt die Plattform Eurex, die gemeinsam von der Deutschen und der Schweizer Börse betrieben wird, zum Einsatz.

Finanzielles

Trotz anders lautender Spekulationen wurde an den finanziellen Details des Angebots der Deutschen Börse nichts geändert. Der Betrag von zwei Milliarden Euro, der den Aktionären im Fall eines Zusammenschlusses in bar zufließen soll, bleibt gleich. Nach Angaben der Deutschen Börse wird Euronext in ihrem Angebot um einige Cent je Aktie höher bewertet als in der Offerte der New York Stock Exchange (NYSE). Die Amerikaner bieten jedoch einen höheren Baranteil.

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01.06.2012 11:48 Uhr
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