Home
http://www.faz.net/-gqe-rdqg
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Mittwoch, 15. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Hintergrund Spieltheorie: Schach und Poker für Wahlkämpfe und Wirtschaft

10.10.2005 ·  Die Spieltheorie wurde in den 50er Jahren entwickelt. Sie will das Verhalten rationaler Spieler mathematisch analysieren, Strategien für Entscheidungen entwickeln und Handlungsanweisungen in Konfliktsituationen geben.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die Spieltheorie oder Theorie der strategischen Spiele wurde in den 50er Jahren entwickelt. Sie will das Verhalten rationaler Spieler mathematisch analysieren, Strategien für Entscheidungen entwickeln und genaue Handlungsanweisungen in Konfliktsituationen geben. Rationale Spieler sind Spieler, die nur logisch denken und ihr Gefühl in einer Entscheidungssituation ausklammern.

Ausgangspunkt der Spieltheorie sind Gesellschaftsspiele, deren Ausgang nicht nur vom bloßen Zufall abhängen wie die Glücksspiele, sondern von der Strategie der Spieler, die unter Beachtung der Spielregeln ihren Vorteil suchen. Schach, Go oder Poker standen also Pate für die Entwicklung der Spieltheorie. Es gibt die nicht-kooperative Spieltheorie - die Gegner spielen gegeneinander, ihre persönlichen Interessen widersprechen einander - und die kooperative Spieltheorie. Dabei kommt es auf Koalitionen und die Optimierung gemeinsamer Interessen an.

Breiter Anwendungsbereich bei Entscheidungsproblemen

Angewendet wird die Spieltheorie in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wie etwa bei Entscheidungsproblemen im wirtschaftlichen Wettbewerb, bei militärischen Auseinandersetzungen, Wahlkämpfen politischer Parteien oder Abstimmungsvorgängen in Parlamenten und anderen Gremien.

John F. Nash entwickelte im Rahmen der Spieltheorie das Nash-Gleichgewicht. Das Nash-Gleichgewicht besagt, daß sich alle Spieler bei gegebenen Aktionen der anderen Spieler optimal verhalten. Im Gleichgewicht sind also alle Spieler mit ihrer Situation zufrieden. Hierbei wird jedoch nicht zwischen sinnvollen und sinnlosen Lösungen unterschieden.

Die Wirtschafts-Nobelpreisträger von 1994, der Deutsche Reinhard Selten und John C. Harsanyi, haben darum das Nash- Gleichgewicht verfeinert zum „teilspielperfekten Gleichgewicht“. Dabei werden weitere rationale Anforderungen formuliert und damit sinnlose Lösungen des Nash-Gleichgewichts ausgegrenzt. Auch Nash war in dem Jahr mit dem Wirtschafts-Nobelpreis geehrt worden.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Zu ausgeklügelt

Von Kerstin Schwenn

Das System des Mautbetreibers Toll Collect ist eine tolle deutsche Erfindung, aber leider nicht wirtschaftlich. Eine Maut lässt sich auch mit einem weniger ausgeklügelten System erheben. Mehr 1 4

15.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.757,94 +0,44%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen "Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

15.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.757,94 +0,44%
FAZ-INDEX 1.508,12 +0,49%
TecDAX 780,92 +0,91%
MDAX 10.353,00 +0,97%
SDAX 5.020,82 −0,06%
REX 421,24 −0,10%
Eurostoxx 50 2.493,96 +0,23%
F.A.Z. EURO INDEX 80,55 +0,36%
Dow Jones 12.796,60 −0,63%
Nasdaq 100 2.574,66 −0,02%
S&P500 1.350,50 −0,09%
Nikkei225 9.260,34 +2,30%
EUR/USD 1,3071 −0,42%
Rohöl Brent Crude 118,44 $ +0,77%
Gold 1.722,00 $ 0,00%
Bund Future 139,24 € +0,51%