Home
http://www.faz.net/-gqe-o79b
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 12. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Hintergrund Kapitallebensversicherung: Beliebt und umstritten zugleich

03.12.2003 ·  Eine Kapitallebensversicherung ist ein kombiniertes Versicherungs- und Sparprodukt. Die Auszahlung ist bislang steuerfrei, wenn der Vertrag über mindestens zwölf Jahre läuft.

Artikel Lesermeinungen (0)

Eine Kapitallebensversicherung ist ein kombiniertes Versicherungs- und Sparprodukt. Nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) zahlen die Versicherten im Schnitt 28 Jahre ein und erhalten einen Geldbetrag, dessen Mindesthöhe garantiert ist.

Beim Tod des Versicherten wird ebenso Geld ausgezahlt wie zu Lebzeiten. Die Auszahlung ist bislang steuerfrei, wenn der Vertrag über mindestens zwölf Jahre läuft, die Versicherungssumme mindestens 60 Prozent der gezahlten Beiträge beträgt und regelmäßig Beiträge eingezahlt werden.

Schlechter Ruf unter Verbraucherschützern

Trotz ihrer weiten Verbreitung - die Versicherungswirtschaft zählt rund 55 Millionen Verträge - genießt die Kapitallebensversicherung bei Verbraucherschützern einen schlechten Ruf. Kritisiert werden vor allem mangelnde Transparenz des Produktes und schwache Renditen. Verbraucherverbände bemängeln zudem hohe Verluste für Versicherungsnehmer, die vorzeitig aus den Verträgen aussteigen. Die Versicherungen zweigen von den Beiträgen der ersten Jahre hohe Abschlußprovisionen ab, so daß bei einem vorzeitigen Verkauf der Versicherung oft weniger als die eingezahlten Beiträge herauskommt.

„Auch mit den jetzigen Steuervorteilen ist die Kapitalversicherung ein schlechter Sparvertrag und eine unzureichende Versicherung“, heißt es bei Verbraucherverbänden. Die effektive Jahresrendite betrage lediglich 1,4 Prozent. Nach Einschätzung des BdV ist es oft günstiger, für wenig Geld eine Risiko-Lebensversicherung abzuschließen und zusätzlich in andere Anlageformen zu investieren.

Geldanlage oder Altersvorsorge

Dagegen betrachten die Versicherer ihr Produkt nicht als Geldanlage, sondern als Altersvorsorge und sehen daher die Steuerfreiheit als gerechtfertigt an. Die Lebensversicherung sei die einzige Form der Altersvorsorge, die unabhängig von den Schwankungen der Kapitalmärkte eine Mindestauszahlung garantiere. Andererseits sind die nicht garantierten Überschüsse der Lebensversicherungen wegen der Börsenkrise in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Freiheit des Rauchers

Von Winand von Petersdorff

Verbote und Steuern zeigen Wirkung, vor allem bei jungen Leuten. Für Liberale ist das schwer zu schlucken. Mehr 6 18

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK
10.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.692,96 −1,41%
FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.947,17 −0,61%
EUR/USD 1,3195 −0,67%
Rohöl Brent Crude 117,61 $ −0,91%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,62 € +1,01%