18.05.2009 · Heinz Hilgert, der Chef der West LB, hat den Eigentümern der Landesbank, man darf es so sagen, die Brocken hingeschmissen. Mit diesen Gesellschaftern lasse sich die West LB als Bank nicht steuern. Dabei ist die Landesbank eigentlich auf gutem Kurs.
Von Werner SturbeckHeinz Hilgert, der Chef der West LB, hat den Eigentümern der Landesbank, man darf es so sagen, die Brocken hingeschmissen. Mit diesen Gesellschaftern lasse sich die West LB als Bank nicht steuern.
Seine dramatische Entscheidung bezeichnete er als unumkehrbar. Dabei ist die Bank erkennbar auf gutem Kurs: Da sie schon vor mehr als einem Jahr ihre toxischen Papiere in einer Zweckgesellschaft ausgelagert hat, kann sie sich ganz auf die Entwicklung ihrer Kerngeschäfte konzentrieren. Und nach schon erfolgter kräftiger Kostenreduzierung werfen diese Geschäfte seit Jahresbeginn zunehmend höhere Erträge ab.
Gesellschafter stehen vor einem Scherbenhaufen
Der Streitpunkt sind unterschiedlichste Engagements im Volumen von 80 Milliarden Euro, die nicht zuletzt auf Druck der Brüsseler Wettbewerbskommission ausgelagert und von den Eigentümern durch Garantien abgesichert werden müssen. Die beiden nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände, denen die Hälfte der West LB gehört, lehnen seit Monaten eine Haftung dafür ab.
Das Risiko sei gering, sagt Hilgert. Trotzdem will nur das Land als zweiter Großaktionär der West LB den Rücken stärken. Und nun stehen beide Gesellschafter vor einem Scherbenhaufen.
Skandalbank
Gerhard Rinker (GerdR)
- 18.05.2009, 21:36 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,94 | +0,45% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2536 | −0,04% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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