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Hilfe für Geldwäscher und Drogendealer Schwere Vorwürfe gegen die Großbank HSBC

 ·  Über Jahre soll die Großbank HSBC dabei geholfen haben, das Finanzsystem für Terroristen, Drogendealer und Geldwäscher zu öffnen. Das wirft der amerikanische Senat der Bank vor.

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Der amerikanische Senat hat in einem scharf formulierten Bericht der internationalen Großbank HSBC die Öffnung des Finanzsystems für Terroristen, Drogendealer und
Geldwäscher vorgeworfen. Das Institut habe über Jahre Kunden geholfen, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Mexiko, Iran, Saudi-Arabien oder Syrien zu transferieren, hieß es in dem nun veröffentlichten Papier.

„Die Firmenkultur war bei HSBC über einen großen Zeitraum tiefgreifend belastet“, sagte Senator Carl Levin. In einer „Ära des internationalen Terrorismus, der Drogengewalt auf den Straßen und der organisierten Kriminalität“ sei es zwingend, gegen illegale Geldflüsse vorzugehen, die solche Verbrechen finanzierten. Levin warnte, dass die Aufsichtsbehörden darüber nachdenken müssten, der Bank die Lizenz zu entziehen, wenn sie ihre eigenen Filialen nicht richtig kontrolliere.

Sieben Milliarden Dollar an die amerikanische Zweigstelle transferiert

Dem Bericht zufolge transferierte die mexikanische HSBC-Niederlassung allein in den Jahren 2007 und 2008 sieben Milliarden Dollar an die Zweigstelle in den Vereinigten Staaten. Mexikanische und amerikanische Behörden hätten HSBC gewarnt, dass ein derartiger Geldbetrag nur mit Hilfe des Drogenhandels zusammengekommen sein könne. Derzeit stehen Großbanken auf der ganzen Welt abermals in der Kritik, etwa weil der Londoner Referenzzinssatz Libor offenbar über Jahre hinweg manipuliert wurde.

Kritik äußerten die Senatoren auch an der Aufsichtsbehörde OCC, die unter anderem für die Filialen ausländischer Banken in den Vereinigten Staaten zuständig ist. Trotz zahlreicher Hinweise seien die Aufseher nicht gegen HSBC vorgegangen. So habe sich die Geldwäsche zu einem massiven Problem ausgeweitet. Dem Institut selbst wurde vorgeworfen, die bankeigenen Kontrolleure seien unfähig gewesen, gegen verdächtige Transaktionen vorzugehen. So habe es in der zuständigen Abteilung eine hohe Personalfluktuation gegeben.

HSBC reagierte umgehend. „Wir gestehen ein, dass wir in der Vergangenheit manchmal die Standards nicht eingehalten haben, die Kontrolleure und Kunden erwarten“, erklärte die Bank. Sie entschuldige sich für diese Fehler und versichere, die Verfehlungen zu korrigieren. HSBC erklärte, die Untersuchung gebe der gesamten Branche wichtige Hinweise, wie verhindert werden könne, dass Kriminelle das internationale Finanzsystem nutzten. Das Unternehmen gibt nach eigener Darstellung inzwischen mehr Geld für Kontrollen aus.

Die Untersuchung, für die 1,4 Millionen Dokumente gesichtet sowie 75 HSBC-Vertreter und Behördenvertreter befragt wurden, dauerte ein Jahr. Sie steht im Mittelpunkt einer Kongressanhörung, die am Dienstag stattfinden sollte.

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