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Haushaltsausschuss Abgeordnete fragen nach dem Goldschatz

 ·  Der kritische Bericht des Bundesrechnungshofs zum Umgang der Bundesbank mit den Goldreserven beschäftigt den Haushaltsausschuss.

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© Hauri, Michael Das deutsche Fort Knox: Ein Teil des Goldes lagert in einem Keller auf dem Bundesbankgelände in Frankfurt.

Der Konflikt zwischen Bundesbank und Bundesrechnungshof über die angemessene Kontrolle der deutschen Goldreserven hat nun auch den Bundestag beschäftigten. Am Donnerstag befragte der Haushaltsausschuss dazu den Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele und den Präsidenten des Bundesrechnungshofes Dieter Engels in geheimer Sitzung. „Die Skepsis in Richtung Bundesbank überwiegt, aber es gab auch kritische Fragen in Richtung Rechnungshof“, verlautete aus der laufenden Sitzung. Thiele ergänzte eine Passage aus dem Bericht des Rechnungshofes zur Verteilung der Goldbarren in New York, Paris und London. Weil es dabei auch um vertrauliche Informationen der Partnernotenbanken geht, sind die Passagen in der Bundestagsdrucksache geschwärzt gewesen.

Der Bundesrechnungshof hat in seinem Bericht empfohlen, die bei anderen Notenbanken gelagerten Goldbestände in regelmäßigen Zeitabständen stichprobenartig „körperlich“ zu überprüfen. Die Bundesbank hatte die Ansicht vertreten, es genüge, wenn der Bestand durch Belege nachgewiesen werden könne.

Die Bundesbank lagert mehr als die Hälfte des Goldschatzes im Ausland. Von den insgesamt 3396 Tonnen im Wert von rund 133 Milliarden Euro bunkert die amerikanische Federal Reserve im Auftrag der Bundesbank rund 45 Prozent. Weitere 450 Tonnen liegen in London, 374 Tonnen in Paris. Etwa ein Drittel des deutschen Goldes lagert in Deutschland, ein großer Teil davon in einem Keller auf dem Bundesbankgelände in Frankfurt.

Die Bundesbank will dem Rechnungshof bei der Frage der Prüfung der Goldbestände entgegenkommen und einen kleinen Teil des Goldes - 150 Tonnen - in den kommenden drei Jahren nach Deutschland holen. Das Gros des im Ausland verwahrten deutschen Goldschatzes soll jedoch dort bleiben.

„Auch in Zukunft wollen wir Gold an internationalen Goldhandelsplätzen halten, um es im Fall der Fälle binnen kürzester Zeit als Währungsreserve verfügbar zu haben“, hatte Bundesbankvorstand Thiele schon am Mittwoch erläutert. „Gold, das bei Ihnen zu Hause im Tresor liegt, können Sie nicht so einfach als Sicherheit verwenden, um an Devisen zu kommen“, argumentierte er.

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