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Hartz-IV-Sätze Sachen vom Amt

11.02.2010 ·  Die Regierung muss die Hartz-IV-Sätze reformieren. Wie sie das tun will, lässt sich bislang nur Andeutungen entnehmen. Eltern sollen offenbar für die Kinder statt Geld verstärkt Sachleistungen bekommen. Das ist nicht nur eine Gängelung, sondern auch ein Finanzrisiko.

Von Heike Göbel
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Wie die Regierung den Auftrag der Richter erfüllen will, die Hartz-IV-Sätze zu reformieren, lässt sich nur Andeutungen entnehmen. Demnach spielt man mit dem Gedanken, Eltern für die Kinder nicht mehr Geld zu geben, sondern verstärkt Sachleistungen zu gewähren.

Taschenrechner, Lineal und Hefte vom Amt, Mittagessen in der Kantine und Bezugsscheine für Nachhilfe und Klassenfahrt? So komme die Hilfe wenigstens sicher bei den Kindern an, werben die Befürworter – und sprechen damit ungeniert Hartz-IV-Eltern das Misstrauen aus, Geldleistungen im Interesse ihrer Kinder zu verwenden.

Oft sind es dieselben Sozialapostel, die sonst gern jedem Transferempfänger größtes Verantwortungsbewusstsein bescheinigen, Arbeit aller Art anzunehmen, wäre sie nur vorhanden, und jede Debatte darüber verweigern, ob der Staat nicht bisweilen doch mehr Druck ausüben müsse.

Gegen die Sachen vom Amt spricht aber nicht nur die mit Menschenwürde schwer verträgliche Gängelung, sondern auch das Finanzrisiko. Sachhilfe ist intransparent, das treibt die Ausgaben. Am Ende wird Hartz IV abermals teurer, während die Empfänger weiter über klägliche Sätze schimpfen werden.

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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