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DIHK-Berechnung : Harter Brexit könnte Autoindustrie Milliarden kosten

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DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben warnt vor einem harten Brexit, der gravierende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft hätte. Bild: BILAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ein EU-Austritt der Briten ohne Folgeabkommen hätte für die deutsche Wirtschaft gravierende Konsequenzen. Die Autoindustrie träfe es besonders hart, rechnet der DIHK vor.

          Ein harter Brexit ohne Folgeabkommen wäre nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) mit gravierenden Folgen für die deutsche Wirtschaft verbunden. Aus einer der Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe) vorliegenden Berechnung des DIHK geht hervor, dass die Kosten für Zölle allein in der Autoindustrie auf Grundlage der Exportzahlen von 2016 um 2,35 Milliarden Euro steigen würden.

          DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben warnt deshalb vor einem harten Brexit. „Die Uhr tickt: Am 30. März 2019 sind die Briten wohl mit Sicherheit raus aus der EU“, sagte er der Zeitung. Die Europäische Union stelle London deshalb zurecht ein Ultimatum, nach dem die jüngste Brexit-Verhandlungsrunde „wieder mit kaum wahrnehmbaren Fortschritten beendet“ worden sei.

          Die drohenden Zusatzkosten würden die Bedeutung eines gemeinsamen Binnenmarktes und des freien Warenverkehrs in Europa für die deutsche Wirtschaft unterstreichen. „Schnelle Lösungen“ seien gefragt, aber ein „Rosinenpicken“ dürfe es für das Vereinigte Königreich nicht geben, sagte Wansleben.

          Sollten sich die EU und Großbritannien nicht auf ein Abkommen einigen, würde der Handel in Zukunft wieder den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) unterliegen. Das hätte deutlich höhere Zollbelastungen zur Folge.

          Zum Abschluss der sechsten Verhandlungsrunde hatte EU-Chefunterhändler Michel Barnier die britische Regierung am Freitag aufgefordert, sich binnen zwei Wochen zur Einhaltung ihrer finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Union zu äußern. Sonst könnten die Brexit-Verhandlungen im Dezember nicht in die von London gewünschte zweite Phase gehen. EU-Stellen schätzen die Finanzforderungen auf bis zu 60 Milliarden Euro.

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