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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Handel Schlecker ist am Ende

 ·  Jetzt ist das Aus für die insolvente Drogeriekette Schlecker beschlossen. Eine Einigung mit einem Investor gab es nicht. Nun wird Schlecker zerschlagen. Aber nicht alle Läden des Schlecker-Imperiums sollen verschwinden.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 02.06.2012 10:09 Uhr

I Wenn ich mir als Unternehmer die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien über

die mangelnde soziale Ausgestaltung von Arbeitsplätzen ansehe, dann kann ich nur feststellen, dass der ÖD und mit ihm auch Journalisten in öffenlich-rechtlichen Anstalten sich an Sozialstandards gewöhnt haben, die im privat-unternehmerischen Bereich nahezu nicht einzuhalten sind, zumal dann, wenn man sich in einem internationalen Wettbewerb befindet. Ganz zu schweigen von von der häufig erheblichen Diskrepanz zwischen der dargebotetenen Leistung und dem Entgelt. Man hat aber oft keine Alternative, da zum einen eine leistungsgerechte Bezahlung aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen erschwert wird, zum anderen Qualität und Qualifikation neuer Mitarbeiter erheblich unter dem Anforderungsprofil liegen. Noch nicht einmal eine leistungsgerechte Beurteilung in einem Arbeitszeugnis ist, wie wir neulich erfahren mussten, möglich. Das Schreiben eines Anwaltes erzwang eine deformierte, keinesfalls adäquate Beurteilung eines Mitarbeiters.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.06.2012 12:32 Uhr
Florian Chojnacki

Schlechte "Qualität" der Arbeitskräfte

Einerseits beschweren sie sich über die schlechte Ausbildung der Arbeitskräfte und andererseits darüber, dass die Mitarbeiter zu teuer sind. Wie hoch ist eine "leistungsgerechte" Bezahlung?
Anscheinend ist in Ihrem Bereich das Angebot an "guten" Arbeitskräften niedrig, also kosten solche entsprechend mehr.
Eine vorausschauende Personalplanung und -entwicklung mit eigener Aus- und Weiterbildung stellen allerdings eine vielversprechende Lösung dar.
Doch "gute Leute" werden Sie immer "gut" entlohnen müssen.

Die Sache mit dem Arbeitszeugnis ist doch ein alter Hut. Die Anforderungen an den Inhalt eines Arbeitszeugnisses gehören zum Basiswissen jedes Personalers. Ansonsten entspricht er in "Qualität und Qualifikation ebenso nicht den Anforderungen".

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Wolfgang Wagner, M.A.

Wer glaubt das Märchen ...

von angeblichen Investoren? Wer sollte denn bereit gewesen sein, in ein Unternehmen, dass keine eigenen erhaltenswerten Produktentwicklungen besitzt, einen abgewirtschafteten Markennamen und Ladenlokale in häufig unansehnlich und schlechten Lagen besitzt, zu investieren? Das Investoren-Märchen war nur ein Schachzug, um die zahlenmäßig große Kündigungswelle zeitlich etwas auseinander zu ziehen. Dazu passt auch das Abwehrverhalten von Wirtschaftsminister Rösler hinsichtlich der Transferhgesellschaften. Die Strategie der Politik ist eine andere: Da die Bundesagentur für Arbeit mit ihren 120.000Mitarbeitern bei den seit einiger Zeit guten Arbeitsmarktzahlen wenig ausgelastet ist und die Mitarbeiter der Agentur sich in manchen Regionen fast langweilen müssen, hat man darauf gesetzt, zusätzliche Kosten durch eine Transfergesellschaft zu vermeiden. Weitere Kosteneinsparungseffekte werden dann entstehen durch Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld und frühzeitiges Aussteuern aus dem Arbeitsmarkt.

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Uwe Warschkow

Zeit verpasst

Zu seiner Zeit war Schlecker gut.Aber mit zunehmenden Alter verpasste er das Wichtigste:die rechtzeitige Übergabe der Geschäfte an eine jüngere Generation.Er wollte zu lange am Althergebrachten festhalten und Dinge nicht verändern,das rächte sich bitterlich,den "Stillstand ist Rückschritt".Eine alte Weisheit sicherlich,aber immer wieder wahr.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 02.06.2012 08:59 Uhr

Bsirske von der Gewerkschaft Verdi hatte zu einem Boykott von Schlecker aufgerufen.

Das ist ein unglaublicher Vorgang, der eigentlich nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfte. Wer in einer wirtschaftlichen Situation, wie wir sie derzeit haben, zu dem Boykott eines Unternehmens aufruft, nimmt dessen Konkurs mindestens billigend in Kauf, wenn er ihn nicht sogar bewußt herbei führen will (ich persönlich glaube, dass Bsirske dieses Risikos gekannt hat und genau wußte, dass er mit einem Boykottaufruf Schlecker zerstört.) Zu Zeiten in denen es schwierig ist Kredite zu bekommen, zu Zeiten in denen die Margen im Einzelhandel minimal sind, ist der Grat zwischen Gewinn und Verlust äußerst schmal. Ist ein ein Unternehmen gerade dabei hauseigene Probleme zu bewältigen und dann ruft noch ein Gewerkschaftsführer zum Boykott auf, dann bedeutet dies das Aus. 2-3 % weniger Kunden reichen, um tief in die Verlustzone abzurutschen. M.E. war Bsirske der Hauptauslöser für den Konkurs, alle nun arbeitslosen Mitarbeiter von Schlecker sollten sich bei "Arbeitnehmervertreter" Bsirske bedanken.

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Bernd Stroemer

Der Kunde ist König

Der Kunde hat dem Schlecker-Imperium sein Vertrauen entzogen, nicht die Gläubiger, die Banken oder ein böser Geist! Dies wird in der Poltik und den Medien leider nicht deutlich gemacht. Wo kauft denn der Schlecker-Kunde jetzt ein? Er ist zu dm, Roßmann, aber auch den wieder erstarkten REWE und EDEKA abgewandert. Warum das so ist, zeigt ein Vergleich der Schlecker-Läden mit denen der Konkurrenz...

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Matthias Unger

Diese Wallraff Hysterie ist ja krankhaft

GLS und Schlecker gehen zeichen sich nicht gerade durch Fürsorgepflicht gegenüber Ihren Angestellten aus, ganz im Gegenteil. Was ist daran falsch darüber zu berichten? Herr Wallraff hat sein Netzwerk genutzt, seinen Bericht medienwirksam zu präsentieren, na und? Leider haben andere Autoren, die die eigentlich unhaltbaren Zustände im Paketversand-Unternehmen früher aufgezeigt hatten, kein Gehör bei den Medien und Kommentatoren fanden.
Fakt ist: Die Arbeitsbedingen haben Schlecker und GLS den Arbeitnehmern und Reportern selbst diktiert, bevor Sie der Öffentlichkeit zugänglich wurden. An den Firmen liegt es, diese Bedingungen zu ändern. Im Fall Schlecker kam das Einlenken zu spät, der Image-Schaden und der schlechte Filial-Auftritt konnten ncihts mehr retten. GLS kann es genauso ergehen.

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Wolfgang Ebel

der Kunde hat

Schlecker letztlich den " letzten Tritt " verpasst. Der Niedergang begann als ruchbar wurde, wie Schlecker seine Millionen auf dem Rücken seiner Mitarbeiter scheffelte. Diese sehen nun einer ungewissen beruflichen Zukunft entgegen, während der Schlecker-Clan künftig relativ ungeschoren von seinen " Rücklagen " leben kann.

Der Markt hat " funktioniert " . . . obwohl eine wirklich gute Erkenntnis ist dies sicher nicht ist, zumindest nicht für die Schlecker-Opfer.

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