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Handel Karstadt-Quelle rechnet mit Millionenverlusten

04.05.2004 ·  Karstadt-Quelle ist mit einem deutlichen Umsatzminus und einem höheren operativen Verlust ins Jahr gestartet. Die nähere Zukunft des Handelskonzerns sieht düster aus.

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Wegen sehr schwacher Umsätze im Januar und Februar und Einbrüchen im Versandhandelsgeschäft hat der Essener Handelskonzern Karstadt-Quelle im ersten Quartal ein Umsatzminus und einen größeren Betriebsverlust verbucht.

Der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres sei um 4,4 Prozent auf 3,52 Milliarden Euro geschrumpft, sagte Konzernchef Wolfgang Urban am Dienstag bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. Der Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) habe sich auf 171 Millionen Euro vergrößert im Vergleich zu einem um Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert von minus 148 Millionen Euro.

Im Warenhausgeschäft hält Urban internationale Partnerschaften für möglich. Denkbar sei dies zum Beispiel bei Eigenmarken oder Importen. Warenhäuser selbst im Ausland zu betreiben, würde hingegen ein nicht kalkulierbares Risiko bedeuten. KarstadtQuelle unterhält in Deutschland 180 Warenhäuser, deren Umsatz im vorigen Jahr flächenbereinigt um 3,45 Prozent rückläufig war. Geeignet für eine Internationalisierung sind nach Urbans Worten allerdings die Sportfachgeschäfte des Konzerns. So ist die Kette Runners Point bereits in den Niederlanden und in Österreich präsent. Weitere Filialen im Ausland seien geplant, sagte Urban. “Wir beobachten insbesondere die Wachstumsmärkte in Asien sehr genau“, fügte der Vorstandsvorsitzende hinzu. Hier könnten sich im Rahmen von Partnerschaften “interessante Optionen“ ergeben.

Für das Gesamtjahr rechne Karstadt-Quelle mit einem mittleren zweistelligen Betriebsverlust (Ebta), falls sich der Konzernumsatz im Jahresverlauf bei minus drei Prozent einpendle, sagte Urban. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen knappen Gewinn von neun Millionen Euro erwirtschaftet.

Die im MDax notierte Karstadt-Quelle-Aktie drehte nach Veröffentlichung der Zahlen ins Minus.

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