19.01.2004 · Nach dem Erfolgsmodell von Penny testet jetzt auch Aldi das Brötchenbacken in seinen Filialen. Der Praxistest läuft, die Teiglinge kommen vom Backkonzern Kamps.
Im deutschen Einzelhandel bekommt der Kampf um Marktanteile beim Verkauf von Brötchen möglicherweise eine neue Dimension. Nach dem Erfolgsmodell des Discounters Penny testet jetzt auch Discount-Primus Aldi das Brötchenbacken in seinen Lebensmittelfilialen.
Die Regionalkette Aldi Süd fährt nach übereinstimmenden Berichten von Fachblättern bereits einen Praxistest zum Ladenbacken in der Wiesbadener Flachstraße. Die Teiglinge kämen von Europas größtem Backkonzern Kamps, berichtete die „Lebensmittel-Praxis“ in ihrer jüngsten Ausgabe am Montag.
Die Rewe-Tochter Penny ist der Discounter-Vorreiter bei frischen Brötchen, berichtete schon zuvor die „Lebensmittel-Zeitung“. Auf diese Weise könne man sich von der Konkurrenz abheben und außerdem gutes Geld verdienen. Auch Supermärkte rüsten auf, weil Discounter und Selbstbedienungs-Backshops Brot und Brötchen zu Niedrigpreisen anbieten. Branchenkenner schätzen die Zahl der bereits installierten kleinen Backöfen im deutschen Lebensmittelhandel auf bis zu 10 000. Tiefgefrorene Teiglinge sind für die Großbäcker ein wachsender Markt.
Als Verlierer des Discounttrends gelten vor allem die kleinen Handwerksbäckereien, für die Brötchen eine wichtige Ertragsquelle darstellen. Aber auch die bundesweit 65 Groß- und Lieferbäckereien gerieten unter Preisdruck. Der Discounttrend nagt nach Meinung von Branchenkennern auch an der weltweit einmaligen Vielfalt von ungefähr 600 Brotsorten und über 1000 Sorten Kleingebäck in Deutschland.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,39 | +0,34% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2536 | −0,04% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | −0,34% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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