13.02.2012 · Die Stadt Hamburg will ihren Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd aufstocken. Solche ordnungspolitischen Sündenfälle haben in der Hansestadt Tradition.
Von Johannes RitterNoch fehlt der Beschluss, aber der Plan steht: Hamburg will 420 Millionen Euro in Hapag-Lloyd investieren und damit zum dominierenden Aktionär der Container-Reederei aufsteigen. Derlei ordnungspolitische Sündenfälle haben in der Hansestadt parteiübergreifend Tradition.
Ole von Beust (CDU) griff einst in den Staatssäckel, um den Kosmetikhersteller Beiersdorf und die Kupferhütte Aurubis vor dem Geld ungeliebter Investoren zu schützen. Nun ist es der Sozialdemokrat Olaf Scholz, der die - gähnend leere - Stadtschatulle öffnet, um Hapag-Lloyd vor was auch immer zu bewahren.
Dieser Einsatz ist absurd nicht nur wegen des gewaltigen Schuldenbergs, unter dem die Stadt ächzt. Natürlich hätte die Mehrheit der Reederei auf Basis der mit TUI abgeschlossenen Verträge eines Tages bei einem Wettbewerber landen können. Aber daraus eine Standortgefährdung für Hapag-Lloyd oder den Hamburger Hafen abzuleiten entbehrt jeder Grundlage. Gemeinsam mit Kühne verfügt Hamburg schließlich bereits über eine sichere Sperrminorität. Überdies können wichtige Entscheidungen wie eine Sitzverlagerung oder eine Fusion laut Satzung nur mit 90 Prozent der Stimmen gefasst werden.
Heilige Kuh neoliberale Ordnungspolitik
Hinrich Mock (HinrichM)
- 14.02.2012, 15:48 Uhr
Es ist sicher steuer- und arbeitspolitisch besser
Henry Petersen (HenryPetersen)
- 13.02.2012, 17:28 Uhr
Danke, Herr Ritter!
Karl S. Walter (skeptiker01)
- 13.02.2012, 13:46 Uhr
Politiker investieren wie klein Maxi
Andreas Seidl (ASeidl)
- 13.02.2012, 09:12 Uhr
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| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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