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Guttenberg wird Wirtschaftsminister Wohlwollende Neugier

10.02.2009 ·  Nicht alle Namen, die für das Amt des Wirtschaftsministers ins Spiel gebracht wurden, haben ein solches Interesse geweckt, wie es Karl-Theodor zu Guttenberg nun zuteil wird. Trotzdem ist er nur eine Verlegenheitslösung von CSU-Chef Seehofer.

Von Heike Göbel
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Wenn Karl-Theodor zu Guttenberg heute als Bundeswirtschaftsminister vereidigt wird, ist ihm eines sicher: wohlwollende Neugier. Diese Neugier hätten nicht alle Namen geweckt, die am Wochenende gehandelt wurden; sie ist ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt. Der Mann ist die beste Verlegenheitslösung, die CSU-Chef Horst Seehofer anzubieten hatte. Guttenberg bleibt aber kaum Zeit, um zu beweisen, dass ihm an dem neuen Amt wirklich etwas liegt. Wirtschaftspolitisch ist er ein unbeschriebenes Blatt, mag auch sein Lebenslauf die eine oder andere Station - im familiären Unternehmen und als Aufsichtsrat - aufweisen, die hilfreich sein dürfte.

Als Generalsekretär hat sich der frühere Außenpolitiker mit der Finanzkrise schon beschäftigt. Einige Zitate künden von Respekt vor privatem Unternehmertum und Skepsis vor zu viel Staatseinfluss. Das ist mager, doch auf Wirtschaftsminister kann man nicht studieren - und fehlende Kenntnis und Erfahrung lassen sich mit Hilfe des Hauses ausgleichen. Wenn der neue Chef Wert auf guten Rat legt, wird er ihn in der Scharnhorststraße finden. Und vielleicht gewährt ihm ja die Kanzlerin den Rückhalt, den sie seinem Vorgänger oft versagt hat.

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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