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Guter Dezember Arbeitslosenzahl auf 15-Jahres-Tief

 ·  Saisonbedingt sehen die Arbeitslosenzahlen im Monat Dezember in der Regel nicht gut aus. Auch diesmal sind sie witterungsbedingt gestiegen. Die gute Nachricht: Im Vergleich zu vorangegangenen Dezember-Monaten ist die Arbeitslosenzahl auf einem fast schon historischen Tiefstand.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember aus saisonalen Gründen leicht angestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, waren im Dezember 3,4 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das waren 28.000 mehr als im Vormonat und 602.000 weniger als vor einem Jahr. Das ist der niedrigste Stand in einem Dezember seit 15 Jahren.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 8,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,6 Prozent gelegen. „Die positive Arbeitsmarktentwicklung hält an“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Der Anstieg sei ausschließlich winterbedingt und geringer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Gute Aussichten auch für 2008

Weise sagte am Donnerstag in Nürnberg, aufgrund der guten Konjunktur sei die Nachfrage nach Arbeitskräften nach wie vor hoch. Dies lasse erwarten, dass sich der Beschäftigungsaufbau auch 2008 fortsetze. Für 2008 rechnet die Bundesagentur mit einem Rückgang auf 3,5 Millionen. Insgesamt war 2007 das beste Jahr auf dem Arbeitsmarkt seit 1995. Im Durchschnitt des vergangenen Jahres lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3.776.000. Das waren 711.000 weniger als noch im Jahr zuvor.

Angesichts der positiven Arbeitsmarktzahlen für Dezember kann Deutschland nach den Worten von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) „zuversichtlich in das neue Jahr starten“. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt halte ganz offensichtlich an, sagte Scholz am Donnerstag in Berlin. „Immer mehr Menschen werden ganz konkret von dem Aufschwung profitieren.“

Saisonbereinigt sinken die Arbeitslosenzahlen

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im November mit 40,37 Millionen einen neuen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 624.000. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag zuletzt (im Oktober) mit 27,48 Millionen um 575.000 über dem Vorjahreswert.

In Westdeutschland waren im Dezember rund 2.231.000 Menschen ohne Beschäftigung. Das waren 6000 mehr als im Vormonat und 440.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland wurden im Dezember rund 1.176.000 Erwerbslose gezählt, 22.000 mehr als im November, aber 162.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember im Westen bei 6,7 Prozent, im Osten bei 13,7 Prozent.

Die anhaltende gute Konjunktur spiegelt sich in der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl wider. Sie ging bundesweit um 78.000 auf 3,513 Millionen zurück. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 57.000 ab, im Osten um 21.000.

Milliarden-Überschuss

Die gute Entwicklung spülte einen Milliarden-Überschuss in die Kasse der Bundesagentur. Zum Jahresende stand sie um fast elf Milliarden Euro besser da als geplant. Die Agentur verzeichnete Ende 2007 einen Überschuss von 6,6 Milliarden Euro. Bei der Haushaltsplanung war sie noch von einem Defizit in Höhe von 4,3 Milliarden Euro ausgegangen.

Zusammen mit dem Überschuss von 2006 hat die Bundesagentur nun Rücklagen von rund 18 Milliarden Euro. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung war daher zum Jahresanfang 2008 von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt worden.

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