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Veröffentlicht: 05.01.2017, 17:03 Uhr

Nach dem Fall Winterkorn Grüne gegen „goldene Betriebsrenten“

Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn hat für Empörung gesorgt: Knapp 3100 Euro Ruhegehalt am Tag bekommt er. Die Grünen im Bundestag fordern nun eine Begrenzung solcher Ruhegehälter von Managern.

© dpa Kerstin Andreae

Die Grünen im Bundestag wollen Ruhegehälter von Managern wie dem früheren VW-Chef Martin Winterkorn begrenzen. „Die Auswirkungen aus dem VW-Abgasskandal bekommen die Beschäftigten gerade voll zu spüren, da sorgen die exorbitanten Rentenansprüche von Ex-Chef Winterkorn zu Recht für große Empörung“, sagte die stellvertretende Fraktionschefin Kerstin Andreae.

Das Ruhegehalt für Winterkorn hatte für Empörung gesorgt. Der frühere VW-Chef bekommt rund 1,2 Millionen Euro im Jahr oder umgerechnet knapp 3100 Euro am Tag. Für einen Teil davon müssten die Steuerzahler aufkommen, da das Unternehmen steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten nutze, auch für überhöhte Gehälter, Boni und Phantasieabfindungen, sagte Andreae. „Winterkorn ist kein Einzelfall und daher brauchen wir endlich wirksame Regeln, damit diese goldenen Betriebsrenten nicht auch noch von der Allgemeinheit mitfinanziert werden.“

 
Nach dem Fall #Winterkorn: Grüne gegen „goldene Betriebsrenten“

Die Grünen würden in einem Antrag im Bundestag unter anderem fordern, dass die steuerliche Abzugsfähigkeit von Vorstandsgehältern begrenzt wird und Bonuszahlungen, Tantiemen und Aktienoptionen maximal ein Viertel des Gesamtgehalts ausmachen.

Kritik auch aus FDP und CDU

Auch aus anderen Parteien kam Kritik: In der „Bild“-Zeitung monierte der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Wolfgang Kubicki den fehlenden „Anstand“ von Winterkorn. Und CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann sagte, Winterkorn „zerstöre das Vertrauen der normalen Bevölkerung in unser gesamtes Wirtschaftssystem“.

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