Die in einem Bericht des amerikanischen Senats geäußerte Kritik an der Großbank JP Morgan Chase gleicht einer Ohrfeige. Die Kommunikation der Bank im Zusammenhang mit dem im vergangenen Jahr erlittenen erheblichen Handelsverlust war gegenüber den Aufsichtsbehörden und der Börse, vorsichtig ausgedrückt, unzureichend und missverständlich.
Möglicherweise gerät Jamie Dimon, der selbstbewusste Vorsitzende von Vorstand und Verwaltungsrat, intern stärker unter Druck, als ihm lieb sein kann. Aber eine Ohrfeige ist kein Kinnhaken. Washington mag die Wall Street kritisieren und ein wenig regulieren. Aber wirklich gegen die Banken wird die Politik nicht vorgehen, denn Washington und die Wall Street sind durch gemeinsame Interessen verbunden.
In einer Zeit, in der viele europäische Banken geschwächt sind und es vielen Banken aus den Schwellenländern noch an Ressourcen fehlt, erscheint das Feld frei für eine weitere globale Ausweitung der amerikanischen Finanzwelt. Dies gilt für Universalbanken wie JP Morgan ebenso wie für die Investmentbanker von Goldman Sachs. Die Amerikaner werden nicht so dumm sein, sich selbst k.o. zu schlagen.
@Werner Mueller..Es gibt 2 neue Mächte,die die Verfassung der BRD
und die Gewaltenteilung
günther reichert (g.reichert)
- 16.03.2013, 17:32 Uhr
"Durch gemeinsame Interessen verbunden"
Werner Mueller (MerkelsNemesis)
- 15.03.2013, 23:00 Uhr