Home
http://www.faz.net/-gqe-6xpz3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Griechischer Staatspräsident „Herr Schäuble beleidigt mein Land“

 ·  In der griechischen Schuldenkrise liegen die Nerven blank. Griechenlands Staatspräsident Papoulias hat seinem Ärger nun Luft gemacht. Ziel seiner Attacke war auch der deutsche Finanzminister. Die Troika muss derweil eingestehen, dass die Rettungspläne den Schuldenberg langfristig nicht wie geplant reduzieren.

Artikel Bilder (3) Video (1) Lesermeinungen (222)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3 4 5 6 7 8  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Ioannis Mouzakis

Papoulias ist nicht minder schuldig

als alle anderen griechischen Politiker der letzten 30 Jahre. Er und seine Kollegen haben zu der Katastrophe beigetragen, deshalb sollte er jetzt nicht so tun, als wolle er die Souverenität seines Landes verteidigen. Die hat er schon Jahre zuvor verscherbelt.
Am 25. Oktober letzten Jahres wurde sein Amt durch Schüler beleidigt, die in der Schülerparade ihn nicht anschaute, sondern in die andere Richtung. Am 25 März kommt die nächste Parade, mal sehen ob er mit seiner demagogischen Meinungsäußerung wieder Anhänger gefunden hat.

Empfehlen
Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 16.02.2012 21:39 Uhr

Ich halte von Schäuble überhaupt nichts ....

.... ein Zyniker, der sein eigenes Volk verachtet und dem der Marsch in den europäischen Hyper-Einheitsstaat gar nicht schnell genug gehen kann. Doch Herr Papoulias verkennt die Realität, nämlich dass gerade ein Schäuble nur rhetorisch blufft und in Wirklichkeit jede Position opfern würde, wenn nur Griechenland und die anderen PIIGS im Euro verbleiben können. Schäuble ist in Wahrheit ein Verbündeter Griechenlands - und zwar nicht der anständigen Griechen, die auf ehrliche Weise wieder nach oben kommen möchten. Ihn dafür zu ohrfeigen, ist realitätsfremd, auch wenn es genügend schwerwiegende Gründe gibt, den Mann abzulehnen.

Empfehlen
Wolfgang Richter

Weisheit der "No Bailout"-Klausel

Die Weisheit der "No Bailout"-Klausel liegt darin, daß die Bevölkerung eines Staates, der die Schulden eines anderen bezahlt, sehr schnell und verständlicherweise auf den Empfängerstaat bzw. sein Volk sauer wird. Auch wenn die Empörung besser der eigenen Regierung gelten sollte.
Da die EU eigentlich Frieden und ruhiges Zusammenleben und nicht Spannungen und Aggressionen fördern soll, wurden solche Transfers a priori verboten.
Ganz abgesehen davon, daß jedes denkende Volk eine Regierung, die sein Geld anderen Ländern zuschiebt, sehr schnell absetzen würde.
Da dies aber ein Minimum an Stolz und gesundem Eigennutz voraussetzt, das in Deutschland offenbar nicht vorhanden ist, kann die deutsche Regierung gegenüber anderen Ländern ungestraft Mutter Theresa spielen. Und der dumme Michel schaut freudig dabei zu und ist stolz, was für ein guter Mensch er ist.

Empfehlen
wolf haupricht

Wer so redet wie Papoulias.....

zeigt damit, dass er weder eine Antwort noch eine Perspektive hat. Abgehobenheit und Verkennung der Realität behindern solche Menschen, sich tatsächlich den eigentlichen Problemen zuzuwenden. Möge er im "Olymp" seines Denkens verharren, sich aber aus Dingen, die er nicht verstanden hat, heraus halten. Tröstlich für den griechischen Haushalt ist immerhin, dass er auf sein (hier: unverdientes) Salär verzichtet.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 22:55 Uhr
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 16.02.2012 22:55 Uhr

Abgehobenheit und Verkennung der Realität ...

sind vor allem Eigenschaften der selbsternannten, aber hoffnungslosen "Euroretter".
*
Statt diesem Wahn der Eurorettung hinterherzulaufen, mißhandelt man Griechenland auf das Ärgste.
Ja, in Griechenland wurde (und wird) miserabel gewirtschaftet - aber das rechtfertigt keineswegs, dieses Land auszuschlachten und die Demokratie ausgerechnet des als Wiege der Demokratie geltenden Landes mit Füßen zu treten.
*
Ja, ausschlachten - so wird von Griechenland auch gefordert, (vermutlich gewinnbringende) Staatsunternehmen wie die Lottogesellschaft zu verschachern. Niemand fragt aber, womit der griechische Staat sich eigentlich später finanzieren soll, wenn er seine ertragbringenden Unternehmen weggegeben hat.
*
Und wenn griechische Wahlen verschoben (in doppeltem Wortsinne) werden sollen, ist das nichts anderes als eine grobe Mißhandlung -und Beleidigung!- der griechischen Republik.
*
Wären diese dem Eurowahn Verfallenen nicht so abgehoben und realitätsblind, würden sie den Euro abschaffen.

Empfehlen
Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 16.02.2012 19:16 Uhr

Der Zorn über die Griechen wird nicht nur dem BFinM Freude bereiten; …

… lenkt er doch davon ab, dass

-es bei der „Griechenland-Rettung“ keinen Guten, sondern nur Böse gibt, nämlich lauter Vertragsbrüchige (Art 125 AEUV),
- auch Deutschland mehr ausgibt als es einnimmt,
- die „Rettungsschulden“ vornehmlich an Banken fließen,
- die Target2-Salden weiterhin bedrohlich hoch sind,
- die deutsche Regierung keinerlei erkennbares Konzept zur Krisenlösung besitzt,
- Deutschland nach den EU-Verordnungen 1174/2011, 1175/2011 und 1176/2011 für seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bestraft werden kann,
- die vorgenannten Verordnungen ein weiterer Schritt zum planwirtschaftlich gelenkten EU-Zentralstaat sind,
- mit dem ESM ein dauerhaftes Schuldenverteilungsinstrument geschaffen wird,
- die EZB Ramsch als Sicherheit genügen lässt,
- der Euro gescheitert ist und abgeschafft gehört,
- wir einen Rückbau der EU auf ein erträgliches Maß benötigen,
- Papoulias Äußerungen wohl eher ans eigene Volk gerichtet waren,
usw…

Empfehlen
Erwin Stahlberg

EUROPA am Tiefpunkt

Da man --- mangels VERNUNFT --- die Bedingungen zur Schaffung einer soliden Währung nicht gründlich vorbereiten konnte, geht heute alles um so gründlicher den Bach ´runter, und zwar mit größter Schnelligkeit. Wer kann sich darüber noch wundern?!

Empfehlen
proto ravenn

Dieses Beleidigt Spielen ist Aufschlussreich

Was Griechenlands Staatspräsident Papoulias meinte ist das, allen voran, Deutschland froh sein sollte das es überhaupt Zahlen darf - denn wer ist Deutschland. Plötzlich wacht Deutschland in einen neuen Europa auf; ein Europa wo die gestrigen schönen Worte zum Europäisch Gedanken als leere und Fälschung erwiesen sind. Die Frage ist welche Lehre die Deutschen daraus ziehen.
Eines wissen wir aber, am Deutschen Geld wird Griechenland nicht genesen - doch leider muss sich das erst ausspielen. Leider, weil das Selbstbewusstsein der Deutschen Diplomatie, wie die Wirtschaft des Griechischen Staates, zu viele Defizite Jahr für Jahr erwirtschaftet hat.

Empfehlen
Markus Sens

Wer Gelder will

muß sich auch Kritk gefallen lassen. Griechenland ist schließlich allein durch eigenes Verschulden in seine Lage geraten und nimmt, ja fordert, ausländische Hilfe, die größtenteils Deutschland leistet, gerne an.

Empfehlen
Maurice Jamas
Maurice Jamas (M_jamas) - 16.02.2012 18:03 Uhr

Man will es nicht wahrhaben...

Griechenland ist seit zwei Jahren bankrott. Über die Ursachen lässt sich streiten, sie sind aber sicherlich komplexer als das Argument die Griechen seien faul.
Eines ist aber klar, man kann ein bankrottes Land nicht einfach so gesund sparen. Der einzige Weg ist ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum über Jahrzehnte. Solange man das in Brüssel, Berlin und Amsterdam etc. nicht einsieht, kommt Griechenland auf keinen grünen Zweig - ob sie sich nun anstrengen oder nicht.
Man sollte lieber nach Alternativen suchen und mehr hinterfragen, als die Schuld vom einen auf den Anderen schieben.

Empfehlen
Carmen Rinkler
Carmen Rinkler (Rinkler) - 16.02.2012 17:52 Uhr

Das alles dürfte leider erst der Anfang des Unfriedens sein - ab Montag wird der ESM abgenickt

Die angeblichen "Rettungsmaßnahmen" schaffen Unfrieden in Europa, bringen Politiker und Bürger der europäischen Staaten gegeneinander auf. Die Griechen verbrennen deutsche Fahnen, die Deutschen schimpfen auf die Griechen und das alles wird erst der Anfang sein. Zitat von der Seite buendnis-burgerwille: Am 20. Februar werden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone den permanenten Rettungsschirm, den sog. Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) beschließen. Im März soll der Bundestag in erster Lesung dazu beraten, im Juni erfolgt die zweite und dritte Lesung. Indem der ESM-Vertrag bereits jetzt auf Regierungsebene unterzeichnet wird, wird der Bundestag unter Druck gesetzt, dem Vertrag ohne Änderungen zuzustimmen.
Fortan werden Zahlungen kaum noch von den Parlamenten zu kontrollieren sein und der Unfrieden wird stetig wachsen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 22:45 Uhr
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 16.02.2012 22:45 Uhr

ein Tag der Narren

Wenn die Regierungschefs tatsächlich am folgenden Montag, den 20/02-2012, den ESM beschließen, tun sie das an einem Tag, der schwerlich besser passen würde - denn dieser Tag ist der Rosenmontag, ein Tag der Narren.
*
Helau, Alaaf und Rizambo! Was für ein Tag wäre geeigneter zur der Narretei des ESM als eben dieser Narrentag?

Empfehlen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 16.02.2012 17:40 Uhr

Die Griechen schmuggelten sich nicht in die Währungsunion ein, ...

denn der schon damals hohe Schuldenstand (über 100% statt der erlaubten 60%) war allgemein bekannt.
Übrigens erfüllte bei Einführung der Währungsunion kaum ein anderes Land alle Konvergenzkriterien (insbesondere den Schuldenstand) und auch Deutschland und Frankreich konnten die Kriterien wohl nur mit "kreativer Buchführung" einhalten, womit man schon eher die Deutschen und Franzosen als die damaligen "Griechen" bezeichnen könnte.
Und seitdem verstoßen Deutschland und Frankreich ständig gegen das Schuldenkriterium, sind inzwischen beide über 80% angekommen.

Empfehlen
Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 16.02.2012 17:26 Uhr

Seit über hundert Jahren gibt es in Deutschland und wohl weltweit das Konkursrecht.

Es beschreibt ein faires Verfahren, wie im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners vorzugehen hat: Die Gläubiger müssen erstmal ihre Forderungen belegen. Oft stellt sich heraus, dass der Konkursverwalter weniger Forderungen anerkennen muss, als vorher behauptet wurden. (Bei Lehman sprach die Welt von 625 Milliarden, nachher waren es nur etwas über 300 Milliarden. Unsere freie Presse hat auf diesen Umstand, der eigentlich ein Skandal ist, mit keinem Wort reagiert. Auch Goldman Sachs hatte über 600 Milliarden Schulden, diese hat die Regierung George W. Bush ohne Prüfung übernommen.
2. hat der Konkursverwalter zu versuchen, den Betrieb zu retten um damit eventuell noch Einnahmen zu erzielen und neues Geld, das dann besser gesichert wird, aufzutreiben.
Wenn man ungefähr in dieser Weise Griechenland verfahren ließe, könnte man viel Geld sparen und das Land einen ehrbaren Weg aus der Krise gehen lassen - und niemand müsste sich beleidigen lassen. Nur ein paar Banken würden weinen.

Empfehlen
Horst-Georg Marks

Herr Papoulias täte gut daran, (die Vierte) . . .

- Eine "Armee" (ca. 6.000 Mann) sowie eine "Marine" (ca. 1.200 Mann; eine (!) Fregatte), die zusammen ein Zehntel des auf Schulden basierten Budgets verschlangen. Die "Streitkräfte" dienten vorrangig der Befriedigung des Egos des Königs; sie hätten nie und nimmer einem Angriff von außen standhalten können - und: sie waren überflüssig, da die drei "Schutzmächte" (F, GB, RUS) eine beispielsweise türkischen Angriff entsprechend erwidert hätten.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 18:19 Uhr
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 16.02.2012 18:19 Uhr

Den türkischen Angriff auf Zypern ...

... hat aber keine der angeblichen "Schutzmächte" abgewehrt ...
*
Übrigens: als die Italiener während des 2.Weltkriegs Griechenland angriffen, hielten sich die Hellenen ausgesprochen gut.

Empfehlen
Horst-Georg Marks

So gut wie niemand weiß,

daß GR bestimmten englischen Kapitalgebern [aktuelles Neusprech: "private Investoren"] über 200 Mio. schuldet, die es nicht zurückzahlen WILL. - Der einzige Unterschied zwischen diesen Schulden : Die Griechen erkennen die erste Schuld an, weil die Gläubiger Kanonen haben, und die zweite negieren sie, weil die Gläubiger nicht über dieses 'schlagende Argument' verfügen." Die Lektüre des dem FAZ-Artikel vorausgehenden und des nachfolgenden Teils des Berichts von ABOUT ist geeignet, so manchen Leser (so wie auch mich) "vom Hocker zu reißen". Hier einige meiner "trouvailles": - Ein funktionierendes System der Steuererhebung gab es [und gibt es immer noch] nicht in GR. Der Staat, ursprünglich (und angeblich noch heute) Eigentümer des größten Teils der Fläche GR's, konnte seine Steuerforderungen größtenteils nur in Naturalien (hauptsächlich Olivenöl) erheben.

Empfehlen
Hermann Weiß
Hermann Weiß (Weiss10) - 16.02.2012 17:06 Uhr

Infame Güte

Der durch und durch patriotische Joachim Fernau prägte das Wort von der "infamen Güte" der Deutschen. Wie in vielem anderen traf er auch hiermit den Nagel auf den Kopf. Tatsächlich ist unter uns Deutschen viel Hilfsbereitschaft anzutreffen, aber leider schaffen es viele Deutsche auch, diese Hilfe mit einem Verhalten zu begleiten, das den Geholfenen oft ärgert, zuweilen aber auch böse beleidigt. Beispiel deutsche (Teil-) Wiedervereinigung: die Wessis halfen den Ossis tatkräftig - wobei viele Wessis aber leider sehr oft die Ossis sehr deutlich spüren ließen, wie wenig sie (die Wessis) von ihnen (den Ossis) hielten. Nicht zuletzt begannen einige Wessis, den Ossis vorzuschreiben, was sie zu tun hatten. Diese Bevormundung mußte ungeachtet aller westdeutschen Hilfe Verdruß bei den Mitteldeutschen hervorrufen - der Begriff "Besserwessis" kommt nicht von ungefähr. Und so ähnlich ist es nun mit dem Verhalten der Bundesregierung gegenüber Griechenland - das muß Verdruß bringen.

Empfehlen
Horst-Georg Marks

Herr Papoulias täte gut daran, die Geschichte seines . . .

eigenen Landes aufzuarbeiten. Der gestern erschienene Auszug des Reiseberichts von Édouard ABOUT, französischer Schriftsteller und Journalist des 19. Jh. ("Das Land lebt seit seiner Geburt im totalen Bankrott“; Ersterscheinung unter dem Titel "La Grèce Contemporaine" im Jahre 1854). Die in der FAZ veröffentlichte "Story" ist eine stark gekürzte Fassung des Kapitels VII. des o.g. Werks. Die Lektüre des gesamten Werks (m.W. nur auf Französisch verfügbar) ist allen von der GR-Krise direkt und indirekt Betroffenen wärmstens empfohlen ! ! ! About prangert darin schonungslos die bereits kurz nach 1823 (Unabhängigkeit GR's vom "Joch des Ottomanischen Reichs") allenthalben feststellbare Mißwirtschaft, Korruption und Nepotismus an. Liest man in Kapitel VII weiter als die FAZ, so stößt man auf folgende Passage (eigenhändige Übersetzung): "Niemandem ist entgangen, daß GR den drei Mächten gut 100 Mio. [Francs] schuldet, die es nicht zurückzahlen KANN.

Empfehlen
Andreas Pätzold

Es ist genau umgekehrt

Einige griechische Politiker beleidigen den europäischen Steuerzahler
- mit ihrer Unfähigkeit eine funktionierende Veraltung aufzubauen
- mit ihrem Unwillen zu durchgreifenden Reformen
- ihren Beitritt zum Euro durch frisierte Zahlen erschlichen zu haben.

Im übrigen bin ich der Meinung dass den Griechen geholfen werden soll. Deutschland
wurde nach dem Krieg auch geholfen obwohl die damaligen Machthaber 55 Millionen Tote
und ein halbzerstörtes Europa zu verantworten hatten.

Empfehlen
Reinhard Jacob

Halbwahrheiten und Diffamierungen


Ich habe in der jüngsten Vergangenheit ertragen müssen, dass die sogenannten intelligenten Meinungsbildner peinliche Halbwahrheiten und Diffamierungenpeinli veröffentlichten.
Jetzt langsam wird auch in einigen Berichten aus Deutschland über die Lage Griechenlands und die Europäische Finanzkrise etwas sachlicher berichtet. Wenn die Gründe für eine Fehlentwicklung erkannt und ehrlich genannt werden, kann eine positive Veränderung dann eher von vielen Menschen, auch von uns mitgestaltet werden.
Ich zähle mich zu den einfachen Bürgern in Griechenland/Deutschland/Europa und werde in meiner Gruppe nicht aufhören, Lösungen für Missstände zu finden und praktische Veränderungen mitzutragen.
Reinhard Jacob
GR 23200 Gythio-Karyoupolis
D 59427 Unna

Empfehlen
michael werner

Aeehm Herr Papoulias

zur Erklärung, wer die Deutschen sind, bzw. Herr Schäuble.

Das sind die Personen, die Ihnen (die Griechen) aus reinen Jux und Tollerei, seit Jahren die Renten bezahlen, die mit bis zu 95% des letzten Lohns nicht gerade niedrig ausfallen.

Ja und die Deutschen sind auch die, welche seit 2001 über 200 Milliarden in die EU eingezahlt haben, wovon Ihr Land völlig überproportinal, genau gesagt über 50% sich unter den Nagel gerissen hatten.// Durch diverse Tricksereien und Falschangaben Ihrerseits.

Ich weiss, Ihre Mentalität deckt sich nicht wirklich mit der Deutschen, es ist halt seit Jahrhunderten so, dass doch bitte die anderen für Sie (GR) aufkommen sollen. Steuern bezahlen Sie eh nie usw.

Aber Sie sollten wenigsten dankbar dafür sein, dass sie bei uns in Deutschland studieren durften, wir Ihnen Ihre Ausbildung bezahlten und Ihnen Asyl während der Militärjunta gewährten.

Oder leiden Sie unter Alzheimer???

Kennen Sie eigentlich das Sprichwort, die Hand die ein füttert beisst man nich

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 18:43 Uhr
Christian Wolff

Aeehm

soweit meine Zustimmung. Jedoch: Ablehnung findet der Hinweis, dass man uns dankbar sein soll, weil man bei uns Asyl fand und studieren durfte. Das ist - soweit möglich - selbstverständlich und wird angeboten, ohne Dank zu erheischen. Es bleibt dem Empfänger selbst überlassen, ggf. dankbar zu sein. Zu den Studienkosten: Im Prozess gegen die Geschwister Scholl wurde genau dieses Argument gebracht und diese wurden damit regelrecht niedergebrüllt. Man sollte es (sowie jeden nur ansatzweise ähnlichen Gedanken) abschaffen; wir bilden aus Egoismus aus, weil wir bestimmte Berufe nebst Bildung einfach brauchen bzw. wünschen.

Empfehlen
Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 16.02.2012 16:27 Uhr

„Herr Schäuble beleidigt mein Land“

So ist es! Schäuble zwingt Griechenland Geld anzunehmen, um alte Schulden bei europäischen Banken bezahlen zu können, (und steigert damit die Schulden des Landes noch weiter - und auch die Schulden Deutschlands, nebenbei gesagt) und er zwingt das Land zu Sparmassnahmen, die das Land nicht aus der Miesere führen sondern vollens ruinieren. Das sollte ein ehrbarer Präsident eines europäischen Landes wohl sagen dürfen.
Wir sollten Griechenland endlich ihren wohlverdienten Konkurs gönnen und ihnen anschließend mit einem Bruchteil des Geldes, das wir für die "Bankenrettung" auszugeben bereit waren, solidarisch helfen,

Empfehlen
Weitersagen

Wessen Lethargie?

Von Heike Göbel

Drei Stunden hat sich der französische Staatspräsident François Hollande am späten Donnerstag Zeit genommen, um „Europa aus der Lethargie“ zu reißen. Das erstaunt. Denn derzeit ist wohl nicht so sehr Europas Lethargie das Problem, sondern Frankreichs. Mehr 4 35

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.