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Griechenlands Schulden Weiche Regeln

25.03.2010 ·  Um Griechenland vor der Blamage zu bewahren, dass seine Anleihen nicht mehr für die Beleihung taugen, verlängert die EZB eine Ausnahme. Solche Erleichterungen waren in der Krise berechtigt, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Heute vermitteln sie keine Sicherheit.

Von Stefan Ruhkamp
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Die Europäische Zentralbank sollte sich nicht zu sehr an den kreativen Umgang mit Regeln gewöhnen. Euro-Staaten dürfen sich untereinander kein Geld leihen, so hieß es ein Jahrzehnt lang. Alles andere sei vertragswidriges Herauskaufen, verderbe die Moral und verleite andere zum Schuldenmachen. Angesichts der griechischen Schuldenkrise werden solche Grundsätze verhandelbar. Bilaterale Kredite seien die Lösung für die Schuldenkrise, und kein Vertrag verbiete das, ist jetzt aus der EZB zu hören. Und auch bei den Regeln für die Sicherheiten, die Banken einreichen dürfen, geht es in die gleiche Richtung.

Um Griechenland vor der Blamage zu bewahren, dass seine Anleihen nicht mehr für die Beleihung taugen, verlängert die EZB eine in der Finanzkrise geschaffene Ausnahme. Solche Erleichterungen waren in der Krise berechtigt, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Doch längst hat die EZB mit der allmählichen Rückführung der Hilfen begonnen. Wenn es den Banken bessergeht, sollten sie auch wieder an normale Bedingungen gewöhnt werden. Das Gleiche gilt für die Staaten. Regeln, die nur gelten, wenn es gerade passt, vermitteln keine Sicherheit und versprechen keine stabile Währung.

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

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