09.03.2012 · Der Schuldenschnitt Griechenlands und der Tausch in niedrig verzinste Anleihen trifft den deutschen Steuerzahler hart. Der Großteil der Verluste fällt in staatlichen und teilstaatlichen Instituten an.
Von Hanno MußlerRichtlinien für Lesermeinungen
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Nachdem die Europäische Union sich als quasi rechtsfreier Raum
offenbart hat, in dem im Zuge des "erfolgreichen"
Griechenlandschuldenschnitts Rechte der Gläubiger mehrfach in
grober Weise verletzt wurden (EZB-Sonderumtausch, Nachträgliche
CAC-Klauseln, erzwungene Freiwilligkeit), wird es in Zukunft zu noch
größeren Umtauschaktionen kommen.
In Europa ist ja alles möglich... Anleihebedingungen...egal, Eigentumsrechte...egal...
Wer dies vor zwei Jahren als denkbar angesehen hätte, wäre von
Herrn Schäuble öffentlich gesteinigt worden.
Heiße Anwärter für die nächsten Umschuldungen sind
damit: Portugal, Irland, Italien, Spanien, Ungarn...warum sparen, es
geht doch viel einfacher...
Wer wird die Rechnung bezahlen?
Da in den BRIC-Staaten und im Rest der Welt nur ein müdes
Lächeln für europäische Anleihen mehr übrig ist,
werden es wohl die Länder rund um Deutschland, Niederlande und
Österreich sein...und wie lange das gut geht...werden wir erleben
Ganz Griechenland lacht, weil man in Deutschland für sie schafft
Was macht unsere Regierung mit dem Überschuss an Steuereinnahmen, es pumpt diese Einnahmen in Griechenland, die uns dies mit Naziparolen danken. Nur weil wir über diese Milliarden den überblick behalten wollen und sicher gehen möchten, das dieses Geld nicht in dunklen Kanälen, wie es in der Vergangenheit war, der korrupten Politiker und seinen Helfershelfer verschwindet, die uns auch schon immer belogen haben. Es wird sich an diesem System nur soviel ändern, dass die finanzielle Unterstützung durch Europa solange gesichert, solange Politiker an dieses System glauben. Solange kann man sich hinter verschlossenen Türen wieder gegenseitig auf die Schulter klopfen und über den Rest von Europa lachen. Warum sollte man sich auch Gedanken machen über eine Änderung des Systems, zurückzahlen muss man ja eh nichts mehr. Per Gesetz wird dann der Schuldenschnitt bestimmt, dieses Mal waren es 50 Prozent, warum beim nächsten Mal nicht 90 oder gar 100 Prozent. Und schon ist man seine Schulden wieder l
es muss doch dem Volk möglich sein..............
während einer Legislaturperiode, ihren Amtseid verletzende Politiker, wie Merkel und Schäuble zur Rechenschaft zu ziehen.............wir werden seit Jahren, speziell von diesen beiden belogen und bestohlen, ohne das wir rechtlich was unternehmen können...........nicht nur Griechenland, auch Deutschland wurde dank seiner Politikerkaste zum Entwicklungsland hinsichtlich Demokratie und florierender Korruption............wo bleibt das BVG.........wo ist der Richter für diese Volksverachtende Brut
Sind die Deutschen die einzigen, die bezahlen müssen?
Wenn es um Griechenland und den aktuellen Schuldenschnitt geht, wird
praktisch nur die Auswirkung auf den deutschen Steuerzahler erwähnt
und so suggeriert, daß wir praktisch die einzigen
Geschädigten seien. Welche Pro-Kopf-Belastung müssen die
restlichen EU-Staaten tragen?
Luxemburg bezahlt mehr pro Kopf
Sehr geehrter Herr Eisenmann,
In Luxemburg ist die Pro-Kopf-Belastung 1Drittel höher als in
Deutschland.Erstaunlich ist aber das die LUX.-Presse bis jetzt noch kein
Wort verlauten lassen hat,was uns GR kostet.Das ist
LUX.-Politiker-Taktik weil es könnte ein Aufschrei geben,weil im
Moment ist bei uns hier in LUX. auch einiges im argen z.B. Krisensteuer
einführen,aber gleichzeitig erzählen es wird eine Strassenbahn
gebaut und ein neues Fussballstadion(lachhaft).Das die EU-Verdossenheit
immer mehr zunimmt ist eigentlich kein Wunder,ich denke auch noch gerne
an die alte EWG zurück,da hat doch alles wunderbar geklappt.Der
ganze EU-Moloch ist auch eine Blase und ich hoffe das sie bald platzt.
Was soll das Jammern? Ich wusste schon mit Start des Euros auf was sich eingelassen wird. Nun kommt es dicke, aber das dicke Ende kommt noch. Die Rechnung müssen wir danach aufmachen. In besonderem Maße konnte Deutschland durch Exporte profitieren. Nach Griechenland gingen nur in 2010 Güter im Wert von 1 Milliarde. Das brachte hierzulande Einkommen und Beschäftigung. Jetzt geben wir davon etwas zurück – vielleicht auch alles, was wir in all den Jahren verdient haben.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 08:09 UhrUnfug!
Diese immer wiederkehrenden Kommentare "Deutschland habe ja auch gut an den armen Griechen verdient!" sind für mich Unfug. Das wäre ungefähr so, als wenn ein Partyservice sich für einen Kunden auf "Deckel" die Hacken wund läuft und der wenn es ums bezahlen geht die Zeche prellt!
Vor dem Euro exportierte Deutschland ebenso
Inwieweit konnte Deutschland durch Exporte profitieren? Auch vor dem
Euro exportierte Deutschland in die heutigen Euro-Staaten. Sogar im
Verhältnis der Gesamtausfuhren mehr als zu Euro-Zeiten.
Das Deutschland vom Euro profitiert hat, ist ein Märchen. In der
Rangliste des BIP pro Kopf fiel Deutschland während der Euro-Zeit
erheblich zurück - wurde also im Vergleich zu vielen anderen
EU-Staaten ärmer. Wo ist da bitte schön der große
Gewinn, den uns der Euro gebracht hat?
Commerzbank und HypoRealEstate staatliche Institutionen?
1. Die Aussage dass es vor allem "staatliche und teilstaatliche
Institute" getroffen habe ist heftig in Zweifel zu ziehen:
Die 2 grössten "Kunden", die HypoRealEstate und die
Commerzbank kamen 2009 unter staatliche Kontrolle, nichts desto trotz
wurden die Papiere von privater Seite erstanden.
2. Haben die Banken sich lange Zeit dumm und dämlich am
Kreditgeschäft mit Griechenland verdient. besonders lukrativ
natürlich die Finanzierung der Waffendeals...
Das Risiko in diesen Geschäften war bekannt:
"als Jean-Claude Juncker, Ministerpräsident von Luxemburg
(Anmerk. : sowie Chef der Eurogruppe) hat im November 2010 bei einer
Pressekonferenz am Rande eines Treffens des Weltwährungsfonds
ausgeplaudert, daß die Zahlungsprobleme Griechenlands seit vielen
Jahren bekannt waren, daß er mit Rücksicht auf die guten
Griechenlandgeschäfte der Deutschen und der Franzosen aber zum
Schweigen verurteilt war.”
In der Slowakei, die heute ein neues Parlament wählt, ist ein Riesenskandal bekannt geworden. Es hatte sich in diesem Land eine 'Schattenregierung' aus führenden Wirtschaftsbossen + Politikern gebildet. Durch eine Abhöraktion ist das Ganze aufgeflogen und wird nun unter dem Namen "Gorilla" diskutiert. Der Originalartikel steht im österreichischen 'Standard' ("Gorilla-Schatten über den slowakischen Wahlurnen") und ist außerordentlich lesenswert.
Hier überschlagen sich die Medien mit Berichten über
Korruption in Griechenland, aber bei der
Pressekonferenz zur Einführung Schäubles als Finanzminister,
war es ein holländischer Journalist der Merkel fragte, wie man
jemanden, der mal so 100000,00 DM in seiner Schreibtischschublade
vergisst, zum Finanzminister machen kann. Von all den fast 100
Vertretern der deutschen Medien hatte sich keiner getraut, diese
offensichtliche Frage zu stellen.
Wer übernimmt die Verantwortung ?
Unsere Politiker sind per Amtseid verpflichtet Schaden von seinen Bürgern abzuwenden. Es geht hier um viele Milliarden Euro für die man zum Beispiel 150000 Ärzte hätte ausbilden können. Die Verträge zur Sicherung der Währungsstabilität lassen Transferleistungen gar nicht zu . Für den jetzigen Schaden der für unseren Steuerzahler entstanden ist müssen unsere Volksvertreter zur Verantwortung gezogen werden. Wo sind unsere Verfassungsorgane , der Bund der Steuerzahler und die zuständigen Aufsichtsgremien . Hier ist ein Volksentscheid gefragt oder die Rechte der Bürger ausgehebelt .
Im Jahre 2008 wurde der damalige Finanzminister, Peer Steinbrück, von der Schieflage der HRE "völlig überrascht". Deshalb hat er diese Katastrophe (für den Steuerzahler wohlgemerkt) auch genau einen Tag nach Ablauf der Gewährleistung bekanntgegeben - welch wunderbarer Zufall! Ich denke, es sollte bei GR genau so sein, daß nämlich die Hauptlast vom Steuerzahler getragen wird - darauf haben unsere Politiker gezielt hingearbeitet. Wer sich noch einmal so richtig ärgern möchte, dem sei YouTube 'Hypo Real Estate - Die Wahrheit' empfohlen. Bei so viel Lügerei und Vertuscherei ist es klar, warum führende Politiker nichts mehr sagen; sie finden sich doch in ihrem eigenen Lügennetz nicht mehr zurecht, wahrscheinlich würde sich der eine oder andere verplappern. Klar ist auch, warum sie den VSE und dem ESM entgegenfiebern: Dann kann endlich alles unter den Teppich gekehrt werden. Ich als Bürgerin hoffe jedoch, daß sie alle noch zur Verantwortung gezogen werden für ihre Sünden.
Einige Kommentatoren haben offensichtlich nur die Überschrift gelesen und dann gleich wieder ihr Anti-Europa-Nationalstaatsgepolter gestartet. Hier geht es aber nicht um Rettungspakete der Regierung bzw. der EU, sondern um deutsche Banken, die sich verzockt haben. Leider sind auch teilstaatliche und staatliche Kreditinstitute darunter. Der Schuldenschnitt selbst ist aber der einzige richtige Weg, um GRC und damit auch den Euro wieder in die Spur zu bringen. Also: Erst lesen, dann schreiben.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 17:33 UhrIch habe den Artikel schon gelesen, Herr Krummacher ...
... und denke, dass man die Themen nicht so einfach trennen kann. Jede Wirtschafts- und Finanzpolitik muss auch von ihrem politischen Hintergrund her durchleuchtet werden. Das ökonomische Prinzip ist kein sich selbst genügender, frei schwebender Bereich. Deshalb muss ich hinterfragen, was die handelnden Akteure im Sinn haben. Eine reine Markt-Philosophie - wie von Herrn Schneck vertreten -, wonach nur zähle, was wirtschaftlich herausspringe, will ich mir nicht zu Eigen machen. Sie verkennt die Interaktion zwischen politischem Willen und finanzpolitischen Entscheidungen. Ich sehe uns auf dem direkten Weg in eine Diktatur der Eurokraten. Nur eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Subsidiarität, der Völker und Nationalstaaten scheint mir zielführend zu sein. Die "Vereinigten Staaten von Europa", also der kontinentale Bundesstaat, sind für mich eine Horrorvision erster Güte, die aber gerade deutschen Politikern ungemein attraktiv erscheint. Orwell und Huxley lassen grüßen.
Lieber Herr Krummacher,
Seien Sie versichert, dass wir hier alle nicht nur DEN Artikel gelesen
haben. Und es sind leider nicht nur deutsche Banken, die sich mal wieder
verzockt haben, nein es ist das alte Spiel. Nur, dass diesmal der
Steuerzahler auch noch für die verzockten Anleihen haften darf. Es
kommt zwar auf eine Milliarde mehr oder weniger schon nicht mehr an,
haften wir doch auch für den deutschen Anteil an den ersten zwei
Rettungspaketen, für die Target-Salden usw. Abgesehen von den
„Mätzchen“, die sich Schäuble und AM
zusätzlich leisten, Abschaffung der Nationalstaaten, Fiskalpakt,
der nicht verfassungskonform ist, ESM usw.
Wenn Sie immer noch glauben, GR ist wieder in die Spur zu bringen, dann
lesen Sie doch bitte den Artikel „Ökonomen: Umschuldung
für Athen reicht nicht aus“ hier in der FAZ heute dazu. Und
wenn Sie dann immer noch glauben, der Euro allein sei seligmachend, ja
dann kann ich Ihnen zumindest nicht weiterhelfen.
@ Lennart Krummacher (lennart...) - Natürlich kann man viel...
... glauben, vor allem wenn es von der Bundesregierung kommt. Oder handeln Sie eher nach dem Motto: Was man nicht weiss muß man sich erklären? Ihr Urteil über die Banken will ich nicht kritisieren, obwohl ich Ihr "Leider" vor dem Hinweis auf "teilstaatliche und staatliche Kreditinstitute" nicht verstehe, Es hätte besser heissen müssen "Vor allem". Und den Unterschied beim Verzocken zwischen Banken und einigen Staaten, wie eben auch Griechenland, kann ich auch kaum erkennen, zumal die Betrugsabsicht überall ziemlich ähnlich ist. Und ihren frommen Wunsch, daß der Schuldenschnitt "der einzig richtige Weg sei" um GRC und den Euro wieder in die "Spur" (welche?) zu bringen, in allen Ehren, aber für mich gleicht dieser Weg eher dem eines Geisterfahrers auf der Autobahn. Vielleicht denken Sie mal darüber nach, was im Kopf eines Schuldners passiert, wenn ihm so einfach mit einem Federstrich 100 Mrd oder mehr erlassen werden, natürlich zulasten anderer.
Herr Schäuble, Frau Merkel, und all die anderen mumpitzfabrizierenden im Bundestag, deren Halswirbelsäule offenbar nur Nickbewegungen zulässt. Und, nicht zu vergessen, Herr Eichel, der als SPD Finanzminister den Banken und Börsianern "Das größte Geschenk aller Zeiten" (so der Titel in der ZEIT) ma hte, indem er die Finanzmärkte deregulierte. Wer erinnert sich? Eichel wollte sich zusätzlich zu seiner Ministerpension noch eine fast ebenso hohe aus seiner Zeit als Bürgermeister erstreiten. Immerhin kassiert er immer noch seine 7000+ Euronen, während das Volk arbeitet.
Hörte man jemals eine Erklärung oder Entschuldigung der Verantwortlichen?
Stimmen wir doch mal über Europa ab. Die direkt abzuschreibenden Verluste von institutionellen Anlegern allein wg. dieses Schuldenschnitts betrugen mindestens 14 Milliarden Euro, das dürfte aber wohl noch erheblich höher sein, GR wird weiter Geld brauchen.Das fehlt im Staatshaushalt und bei zB Verzinsungen von Lebensversicherungen und Renteneinzahlungen. Bekommt man nur nicht so direkt mit als Betroffener. Jetzt steht Serbien vor der Euro-Tür....scheinbar wieder alternativlos. Der Euro bewirkt m.E. eine immense Politikverdrossenheit, eine per (kommender) Inflation Enteignung breiter Schichten sowie Ressentiments primär gegen D.
... ein Aufschrei bis nach Mauritius war zu hören. Nun kommt es ganz dick → der totale Selbstbedienungsladen und Abzocktresen ist endlich "legal" eröffnet. Jeder darf reingreifen, außer den Dauerzahlmeistern der EU. Denn wenn es die dann brauchen ist nichts mehr da und es bleibt nur noch der Feudalismus! Dann ist nichts mehr mit Sudoku! Ich such mir mal nen anderen Planet!☺☺☺
Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Durch erfolgte Abschreibungen haben viele hier nicht erwähnte Banken ihre Steuerbelastungen senken können. Der tatsächliche Schaden für den Steuerzahler dürfte weitaus höher liegen.
So, und JÈTZT wird die Rechnung aufgemacht.. von wegen Erfolgsgeschichte...
Das ist es, was ich immer sagte. Ein Helmut Schmidt, ein Helmut Kohl, eine Merkel und und und.. Alle lamentieren von der großartigen Erfolgsgeschichte EURO. Die DM sei einfach nicht mehr Zeitgemäß gewesen usw. Jetzt wird die Rechnung aufgemacht, und wir sind erst ganz am Anfang. Warten wir nun nochmal zwei Jahre ab.
Wieso erinnert mich Griechenland immer an die französiche Revolution?
Zur Zeit der französischen Revolution war der Staat in Frankreich
effektiv bankrott. Adlige und Klerus zahlten de facto keine Steuern.
Durch die Abschaffung von Binnenzöllen und eine fortschreitende
Liberalisierung waren die Preise stark gefallen und viele Produzenten
waren nicht mehr wettbewerbsfähig (d.h. die Bauern mussten hungern).
Die Revolution, die darauf folgte, hat Frankreich und Europa für
immer verändert. Insbesondere wurden Rechenschaftspflicht und
Demokratie gestärkt und Privilegien abgeschafft.
Heutzutage wäre das anders: Deutschland und andere
Nordeuropäische Staaten übernehmen für das Ancien Regime
die Schulden und sagen ganz nett "aber bitte benehmt euch in Zukunft".
Ich bin wahrhaftig kein Kommunist sondern liberal bis ins Mark, aber ich
denke, das einzige, was Griechenland langfristig geholfen hätte,
wäre eine Revolution der Schwachen: Die Regierenden müssten
gezwungen werden, Steuern einzutreiben und den Sozialstaat zu
stärken. Diese Chance wurde vertan.
Gerettet werden Banken und Investoren! Von dem Geld sehen die griechischen Pensionäre doch nichts!
Das Geld, was jetzt nach Griechenland jetzt bekommt, geht doch wieder vollständig an die Eigner der Staatsanleihen, d.h. an zockende Banken und Vermögende. Hier wird der Marktmechanismus vollkommen außer Kraft gesetzt! Durch den Schuldenschnitt werden Staatspapiere, die am Markt nur noch einen Bruchteil wert wären, aufgewertet!!! Und diejenigen die die Papiere halten, lachen sich ins Fäustchen, denn sie bekommen Gelder von der EU ausgezahlt. Was für Kleinanleger gilt, nämlich dass ertragreiche Investments auch Risiken bergen, gilt für diese großen Player anscheinend nicht! Sozialismus für die ganz Reichen und großen Firmen, und Kapitalismus für die breite Masse, um die Löhne zu drücken. Das Gerede von den faulen Griechen dient allein dazu, einen Keil zwischen die Völker zu treiben und von den Verfehlungen der Politik und der Justiz abzulenken!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 11:15 UhrIch bin nicht
mit Ihnen einverstanden.
Die armen Griechen haben das Geld ja schon längst - Jahre zuvor -
bezogen. Deshalb haben sie ja die Schulden ! Wenn schon Geld geliefert
wird, dann sicher nicht an die Schuldner, sondern direkt an die
Gläubiger. Alles andere wäre wohl das letzte.
Selbstverständlich könnte man darauf verzichten, die
Gläubiger zu bedienen. Wieso man das nicht macht, wurde jetzt schon
bis zum Ueberdruss diskutiert und erläutert. Vielleicht sollten Sie
mal überlegen, wo denn Pensionskassen und Versicherungen und dgl.
ihr Geld (z.Hd. ihrer Kunden!) noch anlegen sollten, um nicht von
gewissen Kreisen als Abzocker bezeichnet zu werden. Und Geldverdienen
ist immer noch erlaubt, Sie tun es vermutlich auch.
Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: "Der Großteil der Verluste fällt in staatlichen und teilstaatlichen Instituten an, nach einer groben Überschlagsrechnung rund 14 Milliarden Euro." Die Amateure sitzen im Finanzministerium bzw. im Kanzleramt und verschleudern Steuergelder. Welcher Absolvent der einschlägigen Studiengänge würde schon freiwillig dort hingehen?
Das Geld ist doch nicht weg - nur woanders .Ob Kita-Platz, Autobahnbrücke, Sportplatz, Schulneubau
Hospiz, Stipenien, Förderung von Behinderten,
Integrationsmassnamen für EU Bürger / Deutschkurse etc., Das
Geld ist nicht weg - es ist nur woanders - in Griechenland. Vielleicht
vermeiden wir eine Pan-europäische Revolution und Anarchie,
wahrscheinlich schmeissen wir schlechtem Geld gutes hinterher. Wir
stehen am Anfang einer Transfer-Union nicht am Ende einer Krise.
Griechenland wir auf Sichweite keine Staatsanleihen mehr emittieren
können, vielleicht 10 - 15 Jahre. Die EU.. und das sind als
Hauptzahler wir.. zahlen die Zeche. Erklären wir unseren Kindern in
15 Jahren warum Sie ausserhalb von Privat-Universitäten keine
Bildung für einen adäquaten Berufsstart bekommen und unseren
Rentnern warum Sie trotz lebenslangem Berufsleben durch die anstehende
Inflation zu sozialen Bittstellern werden
.
Wenn dem nur so waere
Ich wuerde Ihnen ja nur zu gerne zustimmen, doch die Realitaet sieht anders aus. Das Geld fliesst nicht in irgendwelche soziale Projekte, mit dem Geld werden die Schuldzinsen Griechenlands beglichen bzw. militaerische Projekte bezahlt.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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