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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Griechenland Schuldenschnitt kostet deutschen Steuerzahler 14 Milliarden Euro

 ·  Der Schuldenschnitt Griechenlands und der Tausch in niedrig verzinste Anleihen trifft den deutschen Steuerzahler hart. Der Großteil der Verluste fällt in staatlichen und teilstaatlichen Instituten an.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (88)

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Jürgen Bardenheuer

Das dicke Ende kommt noch!

Nachdem die Europäische Union sich als quasi rechtsfreier Raum offenbart hat, in dem im Zuge des "erfolgreichen" Griechenlandschuldenschnitts Rechte der Gläubiger mehrfach in grober Weise verletzt wurden (EZB-Sonderumtausch, Nachträgliche CAC-Klauseln, erzwungene Freiwilligkeit), wird es in Zukunft zu noch größeren Umtauschaktionen kommen.
In Europa ist ja alles möglich... Anleihebedingungen...egal, Eigentumsrechte...egal...
Wer dies vor zwei Jahren als denkbar angesehen hätte, wäre von Herrn Schäuble öffentlich gesteinigt worden.
Heiße Anwärter für die nächsten Umschuldungen sind damit: Portugal, Irland, Italien, Spanien, Ungarn...warum sparen, es geht doch viel einfacher...
Wer wird die Rechnung bezahlen?
Da in den BRIC-Staaten und im Rest der Welt nur ein müdes Lächeln für europäische Anleihen mehr übrig ist, werden es wohl die Länder rund um Deutschland, Niederlande und Österreich sein...und wie lange das gut geht...werden wir erleben

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Robert Mayer

Ganz Griechenland lacht, weil man in Deutschland für sie schafft

Was macht unsere Regierung mit dem Überschuss an Steuereinnahmen, es pumpt diese Einnahmen in Griechenland, die uns dies mit Naziparolen danken. Nur weil wir über diese Milliarden den überblick behalten wollen und sicher gehen möchten, das dieses Geld nicht in dunklen Kanälen, wie es in der Vergangenheit war, der korrupten Politiker und seinen Helfershelfer verschwindet, die uns auch schon immer belogen haben. Es wird sich an diesem System nur soviel ändern, dass die finanzielle Unterstützung durch Europa solange gesichert, solange Politiker an dieses System glauben. Solange kann man sich hinter verschlossenen Türen wieder gegenseitig auf die Schulter klopfen und über den Rest von Europa lachen. Warum sollte man sich auch Gedanken machen über eine Änderung des Systems, zurückzahlen muss man ja eh nichts mehr. Per Gesetz wird dann der Schuldenschnitt bestimmt, dieses Mal waren es 50 Prozent, warum beim nächsten Mal nicht 90 oder gar 100 Prozent. Und schon ist man seine Schulden wieder l

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Hans Jürgen Reisch

es muss doch dem Volk möglich sein..............

während einer Legislaturperiode, ihren Amtseid verletzende Politiker, wie Merkel und Schäuble zur Rechenschaft zu ziehen.............wir werden seit Jahren, speziell von diesen beiden belogen und bestohlen, ohne das wir rechtlich was unternehmen können...........nicht nur Griechenland, auch Deutschland wurde dank seiner Politikerkaste zum Entwicklungsland hinsichtlich Demokratie und florierender Korruption............wo bleibt das BVG.........wo ist der Richter für diese Volksverachtende Brut

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Georg Eisenmann

Sind die Deutschen die einzigen, die bezahlen müssen?

Wenn es um Griechenland und den aktuellen Schuldenschnitt geht, wird praktisch nur die Auswirkung auf den deutschen Steuerzahler erwähnt und so suggeriert, daß wir praktisch die einzigen Geschädigten seien. Welche Pro-Kopf-Belastung müssen die restlichen EU-Staaten tragen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 20:04 Uhr
Sabine Zimmer

Luxemburg bezahlt mehr pro Kopf

Sehr geehrter Herr Eisenmann,
In Luxemburg ist die Pro-Kopf-Belastung 1Drittel höher als in Deutschland.Erstaunlich ist aber das die LUX.-Presse bis jetzt noch kein Wort verlauten lassen hat,was uns GR kostet.Das ist LUX.-Politiker-Taktik weil es könnte ein Aufschrei geben,weil im Moment ist bei uns hier in LUX. auch einiges im argen z.B. Krisensteuer einführen,aber gleichzeitig erzählen es wird eine Strassenbahn gebaut und ein neues Fussballstadion(lachhaft).Das die EU-Verdossenheit immer mehr zunimmt ist eigentlich kein Wunder,ich denke auch noch gerne an die alte EWG zurück,da hat doch alles wunderbar geklappt.Der ganze EU-Moloch ist auch eine Blase und ich hoffe das sie bald platzt.

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Matthias Rimkus

Wie gewonnen, so zerronnen.

Was soll das Jammern? Ich wusste schon mit Start des Euros auf was sich eingelassen wird. Nun kommt es dicke, aber das dicke Ende kommt noch. Die Rechnung müssen wir danach aufmachen. In besonderem Maße konnte Deutschland durch Exporte profitieren. Nach Griechenland gingen nur in 2010 Güter im Wert von 1 Milliarde. Das brachte hierzulande Einkommen und Beschäftigung. Jetzt geben wir davon etwas zurück – vielleicht auch alles, was wir in all den Jahren verdient haben.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 08:09 Uhr
Shora Fix
Shora Fix (shorafix) - 11.03.2012 08:09 Uhr

Unfug!

Diese immer wiederkehrenden Kommentare "Deutschland habe ja auch gut an den armen Griechen verdient!" sind für mich Unfug. Das wäre ungefähr so, als wenn ein Partyservice sich für einen Kunden auf "Deckel" die Hacken wund läuft und der wenn es ums bezahlen geht die Zeche prellt!

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Friedrich Tausendwasser

Vor dem Euro exportierte Deutschland ebenso

Inwieweit konnte Deutschland durch Exporte profitieren? Auch vor dem Euro exportierte Deutschland in die heutigen Euro-Staaten. Sogar im Verhältnis der Gesamtausfuhren mehr als zu Euro-Zeiten.

Das Deutschland vom Euro profitiert hat, ist ein Märchen. In der Rangliste des BIP pro Kopf fiel Deutschland während der Euro-Zeit erheblich zurück - wurde also im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten ärmer. Wo ist da bitte schön der große Gewinn, den uns der Euro gebracht hat?

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Edgar Fässler
Edgar Fässler (lmxlmx) - 10.03.2012 10:57 Uhr

Commerzbank und HypoRealEstate staatliche Institutionen?

1. Die Aussage dass es vor allem "staatliche und teilstaatliche Institute" getroffen habe ist heftig in Zweifel zu ziehen:
Die 2 grössten "Kunden", die HypoRealEstate und die Commerzbank kamen 2009 unter staatliche Kontrolle, nichts desto trotz wurden die Papiere von privater Seite erstanden.

2. Haben die Banken sich lange Zeit dumm und dämlich am Kreditgeschäft mit Griechenland verdient. besonders lukrativ natürlich die Finanzierung der Waffendeals...
Das Risiko in diesen Geschäften war bekannt:
"als Jean-Claude Juncker, Ministerpräsident von Luxemburg (Anmerk. : sowie Chef der Eurogruppe) hat im November 2010 bei einer Pressekonferenz am Rande eines Treffens des Weltwährungsfonds ausgeplaudert, daß die Zahlungsprobleme Griechenlands seit vielen Jahren bekannt waren, daß er mit Rücksicht auf die guten Griechenlandgeschäfte der Deutschen und der Franzosen aber zum Schweigen verurteilt war.”

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 10.03.2012 09:56 Uhr

Hier ein Nachtrag:

In der Slowakei, die heute ein neues Parlament wählt, ist ein Riesenskandal bekannt geworden. Es hatte sich in diesem Land eine 'Schattenregierung' aus führenden Wirtschaftsbossen + Politikern gebildet. Durch eine Abhöraktion ist das Ganze aufgeflogen und wird nun unter dem Namen "Gorilla" diskutiert. Der Originalartikel steht im österreichischen 'Standard' ("Gorilla-Schatten über den slowakischen Wahlurnen") und ist außerordentlich lesenswert.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 10.03.2012 09:46 Uhr

In Erinnerung.

Hier überschlagen sich die Medien mit Berichten über Korruption in Griechenland, aber bei der
Pressekonferenz zur Einführung Schäubles als Finanzminister, war es ein holländischer Journalist der Merkel fragte, wie man jemanden, der mal so 100000,00 DM in seiner Schreibtischschublade vergisst, zum Finanzminister machen kann. Von all den fast 100 Vertretern der deutschen Medien hatte sich keiner getraut, diese offensichtliche Frage zu stellen.

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Peter Leister
Peter Leister (petlei) - 10.03.2012 09:44 Uhr

Wer übernimmt die Verantwortung ?

Unsere Politiker sind per Amtseid verpflichtet Schaden von seinen Bürgern abzuwenden. Es geht hier um viele Milliarden Euro für die man zum Beispiel 150000 Ärzte hätte ausbilden können. Die Verträge zur Sicherung der Währungsstabilität lassen Transferleistungen gar nicht zu . Für den jetzigen Schaden der für unseren Steuerzahler entstanden ist müssen unsere Volksvertreter zur Verantwortung gezogen werden. Wo sind unsere Verfassungsorgane , der Bund der Steuerzahler und die zuständigen Aufsichtsgremien . Hier ist ein Volksentscheid gefragt oder die Rechte der Bürger ausgehebelt .

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 10.03.2012 09:21 Uhr

Wir erinnern uns:

Im Jahre 2008 wurde der damalige Finanzminister, Peer Steinbrück, von der Schieflage der HRE "völlig überrascht". Deshalb hat er diese Katastrophe (für den Steuerzahler wohlgemerkt) auch genau einen Tag nach Ablauf der Gewährleistung bekanntgegeben - welch wunderbarer Zufall! Ich denke, es sollte bei GR genau so sein, daß nämlich die Hauptlast vom Steuerzahler getragen wird - darauf haben unsere Politiker gezielt hingearbeitet. Wer sich noch einmal so richtig ärgern möchte, dem sei YouTube 'Hypo Real Estate - Die Wahrheit' empfohlen. Bei so viel Lügerei und Vertuscherei ist es klar, warum führende Politiker nichts mehr sagen; sie finden sich doch in ihrem eigenen Lügennetz nicht mehr zurecht, wahrscheinlich würde sich der eine oder andere verplappern. Klar ist auch, warum sie den VSE und dem ESM entgegenfiebern: Dann kann endlich alles unter den Teppich gekehrt werden. Ich als Bürgerin hoffe jedoch, daß sie alle noch zur Verantwortung gezogen werden für ihre Sünden.

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Lennart Krummacher

Erst den Artikel lesen!

Einige Kommentatoren haben offensichtlich nur die Überschrift gelesen und dann gleich wieder ihr Anti-Europa-Nationalstaatsgepolter gestartet. Hier geht es aber nicht um Rettungspakete der Regierung bzw. der EU, sondern um deutsche Banken, die sich verzockt haben. Leider sind auch teilstaatliche und staatliche Kreditinstitute darunter. Der Schuldenschnitt selbst ist aber der einzige richtige Weg, um GRC und damit auch den Euro wieder in die Spur zu bringen. Also: Erst lesen, dann schreiben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 17:33 Uhr
Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 10.03.2012 17:33 Uhr

Ich habe den Artikel schon gelesen, Herr Krummacher ...

... und denke, dass man die Themen nicht so einfach trennen kann. Jede Wirtschafts- und Finanzpolitik muss auch von ihrem politischen Hintergrund her durchleuchtet werden. Das ökonomische Prinzip ist kein sich selbst genügender, frei schwebender Bereich. Deshalb muss ich hinterfragen, was die handelnden Akteure im Sinn haben. Eine reine Markt-Philosophie - wie von Herrn Schneck vertreten -, wonach nur zähle, was wirtschaftlich herausspringe, will ich mir nicht zu Eigen machen. Sie verkennt die Interaktion zwischen politischem Willen und finanzpolitischen Entscheidungen. Ich sehe uns auf dem direkten Weg in eine Diktatur der Eurokraten. Nur eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Subsidiarität, der Völker und Nationalstaaten scheint mir zielführend zu sein. Die "Vereinigten Staaten von Europa", also der kontinentale Bundesstaat, sind für mich eine Horrorvision erster Güte, die aber gerade deutschen Politikern ungemein attraktiv erscheint. Orwell und Huxley lassen grüßen.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 10.03.2012 12:47 Uhr

Lieber Herr Krummacher,

Seien Sie versichert, dass wir hier alle nicht nur DEN Artikel gelesen haben. Und es sind leider nicht nur deutsche Banken, die sich mal wieder verzockt haben, nein es ist das alte Spiel. Nur, dass diesmal der Steuerzahler auch noch für die verzockten Anleihen haften darf. Es kommt zwar auf eine Milliarde mehr oder weniger schon nicht mehr an, haften wir doch auch für den deutschen Anteil an den ersten zwei Rettungspaketen, für die Target-Salden usw. Abgesehen von den „Mätzchen“, die sich Schäuble und AM zusätzlich leisten, Abschaffung der Nationalstaaten, Fiskalpakt, der nicht verfassungskonform ist, ESM usw.

Wenn Sie immer noch glauben, GR ist wieder in die Spur zu bringen, dann lesen Sie doch bitte den Artikel „Ökonomen: Umschuldung für Athen reicht nicht aus“ hier in der FAZ heute dazu. Und wenn Sie dann immer noch glauben, der Euro allein sei seligmachend, ja dann kann ich Ihnen zumindest nicht weiterhelfen.

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Rolf-Dirk Maehler

@ Lennart Krummacher (lennart...) - Natürlich kann man viel...

... glauben, vor allem wenn es von der Bundesregierung kommt. Oder handeln Sie eher nach dem Motto: Was man nicht weiss muß man sich erklären? Ihr Urteil über die Banken will ich nicht kritisieren, obwohl ich Ihr "Leider" vor dem Hinweis auf "teilstaatliche und staatliche Kreditinstitute" nicht verstehe, Es hätte besser heissen müssen "Vor allem". Und den Unterschied beim Verzocken zwischen Banken und einigen Staaten, wie eben auch Griechenland, kann ich auch kaum erkennen, zumal die Betrugsabsicht überall ziemlich ähnlich ist. Und ihren frommen Wunsch, daß der Schuldenschnitt "der einzig richtige Weg sei" um GRC und den Euro wieder in die "Spur" (welche?) zu bringen, in allen Ehren, aber für mich gleicht dieser Weg eher dem eines Geisterfahrers auf der Autobahn. Vielleicht denken Sie mal darüber nach, was im Kopf eines Schuldners passiert, wenn ihm so einfach mit einem Federstrich 100 Mrd oder mehr erlassen werden, natürlich zulasten anderer.

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George Rauscher

Dankeschön,

Herr Schäuble, Frau Merkel, und all die anderen mumpitzfabrizierenden im Bundestag, deren Halswirbelsäule offenbar nur Nickbewegungen zulässt. Und, nicht zu vergessen, Herr Eichel, der als SPD Finanzminister den Banken und Börsianern "Das größte Geschenk aller Zeiten" (so der Titel in der ZEIT) ma hte, indem er die Finanzmärkte deregulierte. Wer erinnert sich? Eichel wollte sich zusätzlich zu seiner Ministerpension noch eine fast ebenso hohe aus seiner Zeit als Bürgermeister erstreiten. Immerhin kassiert er immer noch seine 7000+ Euronen, während das Volk arbeitet.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 10.03.2012 07:15 Uhr

Hörte man jemals eine Erklärung oder Entschuldigung der Verantwortlichen?

Stimmen wir doch mal über Europa ab. Die direkt abzuschreibenden Verluste von institutionellen Anlegern allein wg. dieses Schuldenschnitts betrugen mindestens 14 Milliarden Euro, das dürfte aber wohl noch erheblich höher sein, GR wird weiter Geld brauchen.Das fehlt im Staatshaushalt und bei zB Verzinsungen von Lebensversicherungen und Renteneinzahlungen. Bekommt man nur nicht so direkt mit als Betroffener. Jetzt steht Serbien vor der Euro-Tür....scheinbar wieder alternativlos. Der Euro bewirkt m.E. eine immense Politikverdrossenheit, eine per (kommender) Inflation Enteignung breiter Schichten sowie Ressentiments primär gegen D.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 10.03.2012 04:41 Uhr

Hurra wir leben noch...

... ein Aufschrei bis nach Mauritius war zu hören. Nun kommt es ganz dick → der totale Selbstbedienungsladen und Abzocktresen ist endlich "legal" eröffnet. Jeder darf reingreifen, außer den Dauerzahlmeistern der EU. Denn wenn es die dann brauchen ist nichts mehr da und es bleibt nur noch der Feudalismus! Dann ist nichts mehr mit Sudoku! Ich such mir mal nen anderen Planet!☺☺☺

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Andreas Grey

Unvollständige Rechnung

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Durch erfolgte Abschreibungen haben viele hier nicht erwähnte Banken ihre Steuerbelastungen senken können. Der tatsächliche Schaden für den Steuerzahler dürfte weitaus höher liegen.

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Thomas Sievers

So, und JÈTZT wird die Rechnung aufgemacht.. von wegen Erfolgsgeschichte...

Das ist es, was ich immer sagte. Ein Helmut Schmidt, ein Helmut Kohl, eine Merkel und und und.. Alle lamentieren von der großartigen Erfolgsgeschichte EURO. Die DM sei einfach nicht mehr Zeitgemäß gewesen usw. Jetzt wird die Rechnung aufgemacht, und wir sind erst ganz am Anfang. Warten wir nun nochmal zwei Jahre ab.

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Helmut Hölzler

Wieso erinnert mich Griechenland immer an die französiche Revolution?

Zur Zeit der französischen Revolution war der Staat in Frankreich effektiv bankrott. Adlige und Klerus zahlten de facto keine Steuern. Durch die Abschaffung von Binnenzöllen und eine fortschreitende Liberalisierung waren die Preise stark gefallen und viele Produzenten waren nicht mehr wettbewerbsfähig (d.h. die Bauern mussten hungern).
Die Revolution, die darauf folgte, hat Frankreich und Europa für immer verändert. Insbesondere wurden Rechenschaftspflicht und Demokratie gestärkt und Privilegien abgeschafft.
Heutzutage wäre das anders: Deutschland und andere Nordeuropäische Staaten übernehmen für das Ancien Regime die Schulden und sagen ganz nett "aber bitte benehmt euch in Zukunft".
Ich bin wahrhaftig kein Kommunist sondern liberal bis ins Mark, aber ich denke, das einzige, was Griechenland langfristig geholfen hätte, wäre eine Revolution der Schwachen: Die Regierenden müssten gezwungen werden, Steuern einzutreiben und den Sozialstaat zu stärken. Diese Chance wurde vertan.

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Josef Hauser

Gerettet werden Banken und Investoren! Von dem Geld sehen die griechischen Pensionäre doch nichts!

Das Geld, was jetzt nach Griechenland jetzt bekommt, geht doch wieder vollständig an die Eigner der Staatsanleihen, d.h. an zockende Banken und Vermögende. Hier wird der Marktmechanismus vollkommen außer Kraft gesetzt! Durch den Schuldenschnitt werden Staatspapiere, die am Markt nur noch einen Bruchteil wert wären, aufgewertet!!! Und diejenigen die die Papiere halten, lachen sich ins Fäustchen, denn sie bekommen Gelder von der EU ausgezahlt. Was für Kleinanleger gilt, nämlich dass ertragreiche Investments auch Risiken bergen, gilt für diese großen Player anscheinend nicht! Sozialismus für die ganz Reichen und großen Firmen, und Kapitalismus für die breite Masse, um die Löhne zu drücken. Das Gerede von den faulen Griechen dient allein dazu, einen Keil zwischen die Völker zu treiben und von den Verfehlungen der Politik und der Justiz abzulenken!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 11:15 Uhr
Rudolf Kälin
Rudolf Kälin (rkaelin) - 10.03.2012 11:15 Uhr

Ich bin nicht

mit Ihnen einverstanden.
Die armen Griechen haben das Geld ja schon längst - Jahre zuvor - bezogen. Deshalb haben sie ja die Schulden ! Wenn schon Geld geliefert wird, dann sicher nicht an die Schuldner, sondern direkt an die Gläubiger. Alles andere wäre wohl das letzte. Selbstverständlich könnte man darauf verzichten, die Gläubiger zu bedienen. Wieso man das nicht macht, wurde jetzt schon bis zum Ueberdruss diskutiert und erläutert. Vielleicht sollten Sie mal überlegen, wo denn Pensionskassen und Versicherungen und dgl. ihr Geld (z.Hd. ihrer Kunden!) noch anlegen sollten, um nicht von gewissen Kreisen als Abzocker bezeichnet zu werden. Und Geldverdienen ist immer noch erlaubt, Sie tun es vermutlich auch.

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Dieter Brauer
Dieter Brauer (dhkb) - 09.03.2012 22:30 Uhr

Amateure

Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: "Der Großteil der Verluste fällt in staatlichen und teilstaatlichen Instituten an, nach einer groben Überschlagsrechnung rund 14 Milliarden Euro." Die Amateure sitzen im Finanzministerium bzw. im Kanzleramt und verschleudern Steuergelder. Welcher Absolvent der einschlägigen Studiengänge würde schon freiwillig dort hingehen?

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Hilde Käßmann

Das Geld ist doch nicht weg - nur woanders .Ob Kita-Platz, Autobahnbrücke, Sportplatz, Schulneubau

Hospiz, Stipenien, Förderung von Behinderten, Integrationsmassnamen für EU Bürger / Deutschkurse etc., Das Geld ist nicht weg - es ist nur woanders - in Griechenland. Vielleicht vermeiden wir eine Pan-europäische Revolution und Anarchie, wahrscheinlich schmeissen wir schlechtem Geld gutes hinterher. Wir stehen am Anfang einer Transfer-Union nicht am Ende einer Krise. Griechenland wir auf Sichweite keine Staatsanleihen mehr emittieren können, vielleicht 10 - 15 Jahre. Die EU.. und das sind als Hauptzahler wir.. zahlen die Zeche. Erklären wir unseren Kindern in 15 Jahren warum Sie ausserhalb von Privat-Universitäten keine Bildung für einen adäquaten Berufsstart bekommen und unseren Rentnern warum Sie trotz lebenslangem Berufsleben durch die anstehende Inflation zu sozialen Bittstellern werden

.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 09:46 Uhr
Klaus Friedrich
Klaus Friedrich (kahuna) - 10.03.2012 09:46 Uhr

Wenn dem nur so waere

Ich wuerde Ihnen ja nur zu gerne zustimmen, doch die Realitaet sieht anders aus. Das Geld fliesst nicht in irgendwelche soziale Projekte, mit dem Geld werden die Schuldzinsen Griechenlands beglichen bzw. militaerische Projekte bezahlt.

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Jahrgang 1971, Redakteur in der Wirtschaft.

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