Nach der Chaostheorie kann der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Hurrikan auslösen. Auch in der (Finanz-)Wirtschaft geht es mitunter chaotisch zu. Die Folgen eines Staatsbankrotts und Euro-Austritts Griechenlandes sind kaum vorhersagbar. Die finanzielle Verflechtung ist groß, Dominoeffekte wären möglich. Die neue Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kommt auf Horrorsummen durch Wachstumseinbußen, freilich auf viele Jahre hochgerechnet.
Dass Frankreich die größten Verluste zu tragen hätte, erklärt vielleicht den Eifer, mit dem Paris für „Solidarität“ - sprich: eine Vergemeinschaftung der Schuldenhaftung - wirbt. Eine Ausweitung der Vertrauenskrise als Folge eines „Grexit“ würde Europa erschüttern.
Das Schreckensszenario muss aber nicht eintreten. An den Märkten scheint ein weiterer Schuldenschnitt schon weitgehend vorweggenommen. Denkbar wäre auch, wie die Studienautoren selbst schreiben, dass ein Euro-Austritt Athens die anderen Krisenländer wachrüttelt und Widerstände gegen Reformen und Sparmaßnahmen verringert.
Falsch wäre es, mit Horrorszenarien eine Drohkulisse aufzubauen, um ewige Transfer-Leistungen nach Südeuropa zu erpressen.
Einverstanden
Wilhelm Surmann (AutorDent)
- 18.10.2012, 21:15 Uhr
Auf welcher Art von Erhebung
Jürgen Wenz (satyrffm)
- 18.10.2012, 09:38 Uhr
Look who is talking!
Michael Radloff (melursus)
- 17.10.2012, 19:23 Uhr
Es wird von völlig unrealistischen Annahmen ausgegangen; z.B. 50%
Abwertung für alle 4 Länder
Rüdiger Noll (krn)
- 17.10.2012, 19:07 Uhr
komplette Studie ...
Claudia Otlo (claudia.o)
- 17.10.2012, 18:57 Uhr
