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Griechenland Jede zehnte Rente fließt in unbekannte Hände

 ·  Eine Prüfung mit erschreckendem Ergebnis: Die Behörden in Griechenland können für jede zehnte Rente nicht sicher feststellen, ob sie rechtmäßig ist und an wen sie ausgezahlt wird. Neue Kontrollen sollen nun klären, „was Sache ist“.

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© dapd „Etwa jede zehnte Rente kann nicht richtig verifiziert werden, an wen sie denn geht“, sagt der Chef der griechischen Kontrollbehörde.

Trotz angeblich intensiver Kontrollen erschleichen sich zahlreiche Griechen Zuschüsse und Renten. Die Behörden können für jede zehnte Rente nicht sicher feststellen, ob sie rechtmäßig ist und an wen sie genau ausgezahlt wird. Dies sagte am Mittwoch der Chef der Behörde, die die Bücher der Rentenkassen prüft, im griechischen Radio. „Etwa jede zehnte Rente kann nicht richtig verifiziert werden, an wen sie denn geht.“

Neue Kontrollen sollen nun klären, „was Sache ist“. Nach einer Verordnung des Arbeitsministeriums müssen alle Rentenkassen bis zum 17. August detaillierte Listen mit den Renten vorlegen, bei denen es Zweifel gibt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Unterdessen ordnete die Staatsanwaltschaft von Athen umfangreiche Kontrollen in allen Regionen des Landes an. Alle diejenigen, die sich Renten oder Zuschüsse erschleichen, sollen sofort zur Rechenschaft gezogen werden, berichtete das griechische Fernsehen unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen richten sich nicht nur gegen die Bezieher der Renten und Zulagen sondern auch gegen Kassenangestellte und Ärzte, die für die Bewilligung verantwortlich waren. Neben Einsparungen erhofft man sich auch Einnahmen durch mögliche Rückzahlungen.

Die Behörden prüfen zunehmend auch vermeintlich Blinde. Bereits im Mai hatten Kontrolleure auf der Ionischen Insel Zakynthos festgestellt, dass statt angeblich 700 Betroffenen tatsächlich nur 60 blind waren. Zu ähnlichen Ergebnisse kam es auch auf der Insel Chios im östlichen Mittelmeer.

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