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Griechenland Goldene Brücke

 ·  Beim griechischen Schuldenrückkauf entstand eine neue Finanzierungslücke von 1,3 Milliarden Euro. Verglichen mit den Summen, um die es sonst geht, ist das nicht viel. Es wäre aber schön gewesen, wenn ein Vorhaben ausnahmsweise ohne Verteuerungen vonstatten gegangen wäre.

Artikel Lesermeinungen (3)
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Hans-Jörg Rechtsteiner

Insidergeschäft

"Nun war es jedermann unbenommen, ebenfalls griechische Staatspapiere zu tiefen Kursen zu kaufen," heißt es im Artikel mit unschuldigem Augenaufschlag. Da hat der Autor fraglos recht. Das Dumme nur: es wußte nicht jedermann, daß sich diese Tiefstkurse binnen weniger Monate dank staatlicher Eingriffe dramatisch erholen und zu einem Gewinn von weit über 100% führen würden. Das Gros der ausgeschütteten Gewinne dürfte an gut informierte "Investoren" geflossen sein. Das Geld stammt direkt aus der staatlichen Bailout-Lotterie, bei der freilich alles andere als der Zufall den Ausschlag gibt, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört.

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Ewald Hejl
Ewald Hejl (Stejnberg) - 13.12.2012 12:15 Uhr

Neue Eulenlieferungen in Sichtweite

Wenn ich die Sache richtig verstehe, musste sich der griechische Staat auf dem freien Kapitalmarkt zu sehr ungünstigen Bedingungen verschulden, da er zu niedrigeren Zinsen überhaupt kein frisches Geld mehr bekommen hätte. Nun hat er über den Rettungsmechanismus niedriger verzinste (sagen wir ruhig "subventionierte") Kredite erhalten, mit denen er die alten Gläubiger (hauptsächlich Banken) bedienen bzw. die von Ihnen gezeichneten Anleihen vor dem Ende der Laufzeit zurückkaufen kann. Diese alten Gläubiger sind nun aus dem Schneider. An deren Stelle sind nun die neuen Gläubiger, d.h. die Rettungsschirme bzw. wir getreten. Wer wird da wohl am Ende der Dumme sein?

Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen habe ich erfahren, dass die griechische Konjunkturschwäche auch bei den Eulenimporteuren Athens angekommen ist. Die auf Kredit gekauften Eulen finden in der athener Bevölkerung kaum noch Abnehmer. Der ESM hat versprochen, den dadurch entstandenen Liquiditätsengpass zu überbrücken.

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Paul Hansen

Es staende der FAZ sehr gut an,

wenigstens alle Tatsachen zu nennen, (auch wenn sie bei der Schlussfolgerung ausser Acht gelassen werden).

Es ist nicht gelungen, fuer die vorgesehenen EUR 10 Mrd die ausreichende Menge an Staatsanleihen einzusammeln, um die vom IWF angestrebte Schuldengrenze von 11% Reduktion zu erreichen. Erreicht werden ca. 10%, und das bei EUR 1.9 Mrd Mehrausgaben.
Von daher ist der urspruengliche Plan erstmal gescheiert, und wer die Finanzierungsluecke stopft, ist ungeklaert.
Die Anleihen, die getauscht werden sollen, stammen i.W. von gr. Banken, (nicht von Hedgefonds), und diese werden fuer den Verlust in irgendeiner Form, an anderer Stelle, wenn wir gerade nicht hinschauen (oder die Lust verloren haben), wieder Kompensation bekommen.

Herr Mohr, ihre persoenliche Meinung sei Ihnen unbenommen: Aber bitte wenigstens die Tatsachen berichten, damit wir uns selbst eine Meinung bilden koennen. Koennen wir naemlich, nicht wahr?

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12.12.2012, 17:25 Uhr

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