Griechenland hat die Frist, innerhalb derer es frische Kredite von den Euroländern braucht, noch einmal verlängert. Plötzlich reicht das Geld noch einen Monat weiter, statt Mitte Oktober ist der Staat ohne neue Hilfen erst Mitte November zahlungsunfähig. Das jedenfalls sagt der griechische Finanzminister, und der muss es wissen, oder? Das Termingerangel zeigt eindrucksvoll, dass Venizelos' Kollegen in der Euro-Gruppe gut beraten sind, sich von Griechenland nicht unter Druck setzen zu lassen. Manche Karte hat Evangelos Venizelos offenkundig selbst jetzt noch nicht auf den Tisch gelegt.
Fraglich ist, ob die Finnen die Retterei bald gelassener verfolgen können. Zwar haben sie (wie alle anderen Euroländer) nun die Möglichkeit, für einen Teil ihres Anteils an den künftigen Griechenhilfen ein Pfand zu verlangen, wenn sie dafür ihre Bareinlage in den endgültigen Europäischen Rettungsfonds ESM 2013 auf einen Schlag einzahlen, also unter Zinsverlusten. Die dürfte mancher gerne hinnehmen, doch wie viel Sicherheit bietet ein Pfand, hinter dem letztlich wieder nur Schuldverschreibungen des griechischen Staates stehen? Der Euro-Schicksalsgemeinschaft ist mit Pfändern nicht zu entkommen.
Es trifft den "Kleinen Mann" ....
bernd ullrich (demokrat2)
- 05.10.2011, 17:58 Uhr
Die Griechen sollen sich mal ein Beispiel an Kalifornien nehmen
Gerhard Schraube (GehherGerd)
- 05.10.2011, 15:35 Uhr
Um den mildtätigen Spendern ...
Peter Zentner (Caterwaul)
- 05.10.2011, 14:47 Uhr
Was für ein Pfand denn ?
Alex Merck (AlexM3)
- 05.10.2011, 13:58 Uhr
völlig richtig
Susanne Rendlik (Susanne.at.Faz)
- 05.10.2011, 13:40 Uhr