05.10.2011 · Die Europäer sollten sich von Griechenland nicht unter Druck setzen lassen. Manche Karte hat der griechische Finanzminister noch nicht auf den Tisch gelegt.
Von Heike GöbelRichtlinien für Lesermeinungen
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Es trifft den "Kleinen Mann" ....
.... wen wundert es, dass der aufschreit, wenn er auf der anderen Seite die Wohlhabenden sieht, die zum Teil an der Krise noch verdienen. Schuld an der Krise sind asoziale Geldschneider, denen korrupte Politiker erlaubten, unangemessen viel Geld anzuhäufen und und ihnen Geld zuschanzten, obwohl sie nicht bedürftig waren. Vom hohen Bruttosozialprodukt profitierten über Jahrzehnte nur die Geschäftemacher und Steuerhinterzieher und konnten damit Geld anhäufen. Es ist gestohlenes Geld.
Die Griechen sollen sich mal ein Beispiel an Kalifornien nehmen
Die sind seit Jahren chronisch pleite. Wenn da das Bare mal wieder
ausgeht, bekommen die Lieferanten Zettel, mit der Versicherung darauf,
dass dafür, wenn wieder Geld da ist, Geld eingetauscht werden kann.
Überhaupt - Geld - wir müssen uns mal klar machen, dass heute
in Zeiten des Fiatgeldes nur Geld da ist, wenn auch jemand Kredit nimmt.
Schulden und Vermögen sind die beiden Seiten einer Medaille.
Außerdem, die Staatshaushalte sorgen dafür, dass sich auf den
Konten der Bürger die Euros tummeln und nicht durch Steuern
aufgesogen werden.
Wir sollten uns an unseren vollen Konten freuen, die uns der jahrelange
Export beschert hat und nicht so missbilligenden mit den Griechen tun.
Deren Unfähigkeit ist unsere Exportchance! Wenn alle so
fleißig und selbstgenügsam wären wie die Deutschen,
würden bei uns die Fließbänder still stehen. Denn anders
als z. B. die Amerikaner oder auch die Griechen, haben wir nur gelernt,
wie man buckelt und nicht wie man sich's auch mal gut gehen lässt.
Um den mildtätigen Spendern ...
... vieler hundert Milliarden vor Augen zu führen, mit welchem
Bienenfleiß die Hellenen am Abbau ihrer Defizite und am Aufbau
ihrer Bonität arbeiten, gönnen sie sich wieder mal einen
lustigen Generalstreik. Das müssen wir verstehen: Nur in
Massenversammlungen der Werktätigen kann ausgelost werden, wer als
erster in die Hände spucken muss.
Der geht dann zähneknirschend an die Arbeit — sobald seine
Gewerkschaft für ihn den fälligen Spucke-Zuschlag ausgehandelt hat.
(Meint hier jemand, dies sei eine Übertreibung? Mitnichten.
Griechische Polizisten, die hin und wieder im Motorboot patrouillieren,
erhalten einen monatlichen Zuschlag von 480 €, zumal ihre Uniformen
von ein paar Tröpfchen Salzwasser getroffen werden könnten.)
Europäische (nicht nur griechische Staatsanleihen) sind auf jeden Fall keine akzeptables Pfand, da selbst bei D und F über 10 bis 20 Jahre ohne massiven Bürokratieabbau (der politisch nicht gewollt ist) nur Entwertung über Inflation oder Zahlungsunfähigkeit vorliegen werden. Andere Pfandmöglichkeiten sind Staatsbetriebe oder Immobilien. Ohne Gesetzesänderung (die bisher nicht stattfinden und gegen den Widerstand der gr. Bevölkerung (bzw. der über 40% Griechen, die vom Staat als Mitarbeiter oder Begünstigte leben) auch kaum durchsetzbar sind) kann man mit den privatisierten Betrieben dank Gewerkschaftsmacht etc. kein Geld verdienen und ohne saubere Verwaltung sind auch Immobilien nichts wert. Ich hoffe die Slowakei behält die Nerven und bringt den Irrsinn zum Absturz (auch wenn die deutsch-französischen Bürokratieretter natürlich schon pseudo-legale Alternativen andenken).
Griechenland hat sich mit falschen Zahlen in die EU geschmuggelt und jetzt sollen wir dafür zahlen? Stoppt die Milliardenzahlungen von Deutschland an Griechenland. Die Griechen müssen sich durch Privatisierung selber helfen, anstatt diesen Beamtenstaat immer weiter aufzublähen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.10.2011 14:54 UhrSchmuggelware
Das "Hineinschmuggeln" in die Euro-Zone wurde Griechenland
aber sehr sehr leichtgemacht, von der EU und ihren maßgeblichen Mitgliedsstaaten.
.
Man kann auch sagen : Diesselben haben Griechenland doch gerade dazu
animiert ! Bis heute verteidigen dieselben doch ihr bewußtes
Wegsehen mit der Behauptung : "Die Mutter der Demokratie"
mußte unbedingt mit dabei sei sein,sonst wäre es gar kein
richtigtes Europa.
.
Dabei wird vorsätzlich verschwiegen,daß EU und Eurozone zwei
ganz verschiedene Dinge waren udn sind,welche überhaupt nichts
miteinander zu tun haben ; ansonsten gäbe es ja wohl kaum 10
Länder,die zwar Mitglieder der EU,aber nicht der Euro-Zone sind !
.
Wann will und wird man es endlich zu geben,daß der Euro der
größte Fehler in der jüngeren europäischen
Geschichte war und ist ?!
Der griechische Finanzminister ist offensichtlich der Pokertyp und
Macher schlechthin, der für diesen Job speziell einesetzt wurde,
weil er einen hartgesottener Politiker darstellt. Mit ihm würde ich
keine Geschäfte tätigen, da eine Vertrauensbasis sich nicht
einstellen würde. Wir werden daher noch über manche Aktion von
ihm staunen. Fazit: Er verkörpert den Typ, der einem Milchbauer
unverblümt eine Melkanlage verkaufen würde und dafür die
letzte Kuh in Zahlung nähme.
P.S. Dass GR überbewertet würde mag sein, aber ohne GR
hätten wir das jetzige Problem nicht in diesem Ausmaß.
GRE wird ueberbewertet UND okkupiert
Das Problem der Eurozone heisst nicht GRE. Das Problem heisst: OHNE
SCHUTZSCHIRME 10 BILLIONEN EURO STAATSVERSCHULDUNG. Genau so viel wie
die Wirtschafts-und Militaermacht
USA. Die Schulden Party ist aus und sogar unsere Ueckermuender
FDJ-Sekretaerin sollte das langsam mal begreifen, vielleicht will sie es
aber garnicht, wer weiss? Wenn 2012 nicht ALLE Staaten der Eurozone auf
Neuverschuldung verzichten IST DAS SPIEL DER HEUTIGEN POLITKASTE ZU
ENDE. Sie bekommen keine Anleger mehr fuer ihre Staatsobligationen,
niemand (ausser den Spekulanten) interessiert sich fuer REGENSCHIRME
solange es nicht Geld regnet.
Heike Göbel Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.
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