15.02.2012 · Die Mittel, die zur Verfügung standen, wurden von der griechischen Regierung ohne irgendeinen Nutzen für das Land selbst verprasst. Das schreibt der französische Schriftsteller Edmond About - aber nicht heute, sondern schon 1858. Ein Nachdruck aus gegebenem Anlass.
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„Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich nur“.
An diesen Spruch von Mark Twain muss man denken beim Lesen des Beitrags
„Total bankrott – Griechenland 1858“. (FAS vom 12.2.)
Die Kalenden waren im römischen Kalender der erste Tage des Monats
und somit der übliche Zahltag für Schuldner. Kaiser Augustus
soll im Falle ausstehender Forderungen über säumige Schuldner
gesagt haben, dass diese „ad calendas graecas“ zahlen
würden.
Das hieß dies im Klartext „Niemals“, denn der
griechische Kalender gab es die Kalenden nicht.
Griechen: Von "Lateinern" oder von "Byzanz" lernen?
Man fragt sich nur: Wenn das alles so schon zum antiken Griechenland
gehörte, wie haben es bei so viel traditioneller - und zugegeben
symphatischer - Staatsfeindlichkeit dann aber die byzantinischen Kaiser
hingekriegt, auf griechischem Boden ein Reich zu organisieren, welches
das lateinische Reich um tausend Jahre überdauern konnte ?! Nicht
dass Europa jetzt auch von Griechenlands Sicht aus als Hort der
bevormundenden "lateinischen Kreuzfahrer" gesehen wird, denn
die waren ja seit 1204 maßgeblich am Untergang von Byzanz
beteiligt und schon damals wie heute eher Gutes meinend als Gutes
bewirkend unterwegs ...
ich habe mich beim Lesen ein paar mal dabei erwischt,
nach oben zu scrollen und mich davon zu vergewissern, daß der Text von 1858 stammt...
Partnerschaftsberatung mit Erika Berger
Europas Blind Date mit Griechenland scheint nicht die gewuenschten
Fruechte zu tragen.
Was nun ? Was tun ?
Das Feuer der Lust scheint erloschen.
Laesst sich die einst heisse & wilde Romanze wiederbeleben ?
Fragen ueber Fragen...
Wie war das noch mit dem Glashaus?
Es lassen sich sicher im Ausland allerlei Artikel über den
deutschen Charakter finden.
Ist es sinnvoll, diese abzudrucken und damit das Gefühl zu geben:
Früher war schon alles schlecht, jetzt ist es wieder schlecht, und
daraus wird nichts mehr? Hilft das jemandem?
Das ist genau so ungerecht, wie wenn man von Nazi Deutschland vor 80 Jahren spricht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2012 00:06 UhrKleiner Unterschied
Nazi-Deutschland ist ein für allemal passé, was hier
beschrieben wird ist seit über 150 Jahren andauernder Alltag.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich gönne jedem seine
persönliche Lebensart. In den 50er und 60er Jahren war es schick
und toll, vom Dolce Farniente in Italien zu schwärmen, oder der
verträumt-lockeren Lebensart der Griechen oder sonstwelcher anderer
Kulturen. Aber damals musste man, sobald man aus dem Urlaub zurück
war, auch nichts mehr an die bezahlen.
Man kann dieses Land nicht mit leistungsstarken Industrienationen unter
einen Hut bringen, und hätte es nie versuchen dürfen. Die
Griechen wären heute wohl auch glücklicher, wenn sie der
Versuchung des schnellen und billigen Geldes durch den Euro nie erlegen wären.
ist ein Zeichen von starkem Egoismus. Wir mögen uns über die
lapidare Lebensweise der Griechen aufregen, letzlich haben wir es selber
zu verantworten, immerhin haben wir mit vollen Händen gegeben. Dass
die Deutschen als ein Volk von Jasagern wahrgenommen werden, das keinen
Einfluss auf seinen Staat ausübt, vergessen wir in der
Belehrungsdebatte. Hier ist genau das Gegnteil der Fall, der Staat hat
uns unter Kontrolle und wir sind handzahme, fleißige Bürger,
deren politisches Aufbegehren hauptsächlich in Foren wie diesen stattfindet.
Wir können uns nun im Recht fühlen und die Griechen
verteufeln, letzlich wissen wir doch, was eigentlich zu tun ist. Und das
ist sicher nicht, andere Völker zu analysieren und ihre
"schlechten" Seiten aufzuzeigen, sondern sie zu nehmen, wie
sie sind und dementsprechend zu handeln. Das beudeutet: raus aus den
Euro, wir oder die Griechen, nur den (politischen) Anfang wird hier
keiner machen, bis der Hintern selbst im Feuer hängt.
Mein Gott, wir reden hier vom Balkan. Das ist doch alles schon lange bekannt. Desweiteren ist auch die Griechenlandkrise nur ein Focus der allgemeinen Geldsystemkrise - Kapitalanhäufungen auf der einen Seite, ein hilflos-korrupter Staat auf der anderen Seite und dazwischen die ausgebeuteten Normalbürger.
Deutschland übertrifft noch Griechenland
Deutschland ist zumindest in den letzten 100 Jahren Weltmeister im Staatsbankrott. Wir Deutschen sind auch Weltmeister in den Defiziten im Budgets. Die deutsche Schuldenuhr kennt nur eine Richtung, täglich mehr Schulden. Und unsere Schuldenuhr dreht sich auch viel schneller als die der anderen. Sind schon wieder Weltmeister. Wir sind auch Weltmeister darin, das alles zu übersehen und die anderen arrogant zu belehren.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2012 11:04 UhrArroganz oder Ohnmacht?
Das es nicht gut um die deutschen Staatsfinanzen bestimmt ist, ist ja
nichts neues. Aber ich verbitte mir da dieses "wir Deutschen",
es sollte eher heißen "unsere hochverehrten
(Volks-)Vertreter". Ist es denn ein Wunder, dass die Staatsschuld
alljährlich weiter anschwillt, wenn die steigende Zinslast
ignoriert und Mehreinnahmen umgehend in Mehrausgaben umgewandelt wird?
Was können "wir" denn dagegen tun, außer uns in
Diskussionen über die weitere Veruntreuung von Steuergeldern
aufzuregen und alle vier Jahre brav zwischen Pest und Cholera zu entscheiden?
Warum die Südländer unbedingt in der EU bleiben müssen ...
... wurde von meinem Vorredner Christoph Rohde ja schon trefflich in Rom beobachtet. Weil sie mit den Subventionen aus der EU so viele BMW und Daimler Benz kaufen. Darum geht es doch. Meiner Meinung nach wurde dieses ganze Konstrukt Euro-Zone nur aus dem Interesse einiger weniger heraus begründet. Und diese einflussreichen Kreise aus Industrie und Politik werden mit allen Mitteln, und das werden wohl unsere sein, versuchen, diese euro-gedopten Länder zu halten. Das ganze Szenario ist wie eine riesige Geldwäsche-Maschinerie, bei der wir jedoch alle wissen, wo das Geld herkommt.
was sagt uns dieser historische Text
eines sagt uns diese wunderbare historische Quelle sehr deutlich:
es handelt sich um keine kurzfristigen Fehlentwicklungen, wie dies zum
Beispiel in Irland der Fall ist. Es handelt sich in GR um ein fest in
der Mentalität verankertes, ganz besonderes Bewußtsein dem
Staat gegenüber. Dieser wird als Feind wahrgenommen, den man nach
Kräften ausbeutet und an der Nase herumführt.
Wer glaubt, dass man dies in den nächsten 10 oder 20 Jahren
ändern kann, kennt die Griechen schlecht.
Man muß sich dies auf der EU-Seite endlich eingestehen. Es geht
nicht um ein Ver-Urteilen der Griechen, man muß sie aber endlich
mal so sehen, wie sie sind.
Jede jetzt unterschriebene Sparmaßnahme wird schon in wenigen
Wochen Makulatur sein. Und wer etwas anderes erwartet und auf
"Vernunft" und Lernfähigkeit setzt, sollte
persönlich für die Milliardenschäden haftbar gemacht werden.
Na damit läßt sich einiges erklären. Aber warum hat man das erst jetzt herausgefunden?
Vielleicht sollte man unseren Bundespräsidenten darunter schicken um den Griechen zu zeigen wie man auch ohne Ausgabe eigenen Geldes gut leben kann.
Ach auch hier in Deutschland sieht es genau so schlimm aus, seit der
ersten Großen Koalition schreibt die BRD Schulden und Schulden,
kein Pfennig bzw Cent wird seit 50 Jahren zurück bezahlt.
Ein Großteil der Städte und Gemeinde sind ebenso Bankrott.
Der Wille zum Sparen und der Wille Steuern richtig zu erheben und auch
einzutreiben liegt nahe bei Null.
Selbst unsere Rente war von Anfang an eine Tod Geburt, haben viele
Politiker auch gewusst, aber egal Augen zu und durch, Zahlen muss es eh
die nächste Generation.
Nur diese Generation kommt nie !!!, was kommt ist am ende wie immer der Staatsbankrot.
Ach und selbst der Sozialistische Muster Staat DDR war bereits in den
80er total Pleite und konnte nur durch Kredite der BRD am leben gehalten
werden, bzw hat das sterben heraus gezögert bis 1989.
Steuer Paradies
Deutschland ist ein Steuerparadies für Leute die wo Geld haben,
Reiche Leute können oft praktisch alles absetzten, wenn sie aber
dann mal Steuern zahlen müssen, flüchten sie gleich ins Ausland.
Oder betrügen wie der Ehemalige Post Chef.
Deutschland braucht ein einfaches und faires Steuer System und nicht
1000 ausnahmen für Steuern.
Ja,
das ist das traurige bei uns. Politiker die ein sich auf Dauer nicht tragendes System einführen und Dinge sagen wie "Was kümmert mich mein Geschwötz von gestern..." sind irgendwann namensgebend für Flughäfen, Schulen etc.
"der Wille Steuern richtig zu erheben und auch einzutreiben liegt nahe bei Null"
Genau das Gegenteil ist wahr: Deutschland ist einer der absoluten
Steuerhöllen auf Erden mit Steuersätzen von z.T. über 80%
(Grenzsteuersatz für Benzin für Besserverdienersingles).
Was hier dringendst erforderlich ist, ist eine radikale und sofortige
Senkung der Steuern.
Es gibt im europäischen Raum diverse unterschiedliche Kulturen und
Mentalitäten. Man sollte sich nicht anmaßen, sie zu
vergleichen und zu bewerten. Je nach Kriterium kann man zu sehr
unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Der Fehler liegt im bürokratischen Zwangsstaat EU, der
verschiedenste Länder, die wenig gemeinsam haben, gewaltsam zusammenspannt.
Solange Griechenland eigenständig war und seine eigene Währung
hatte, konnte es es selbst sein, und niemanden hat es gestört.
Die Einheitswährung schien den Griechen der Himmel auf Erden zu
sein: Üppige Kredite zu 2-4% statt den bisherigen 11-15%. Es wurde
üppig zugelangt. Jetzt versiegt die Geldquelle wieder. Zudem
können und/oder wollen sie nicht zahlen.
Da bei Geld aber die Freundschaft aufhört, steigt die Wut bei den
von Brüssel zur "Solidarität" Verdammten.
Einziger Ausweg: Griechenland fliegt sofort aus dem Euro-Klub. Seine
Schuldenn hätte es sowieso niemals zahlen können. Also
ändert sich nichts
gab es da noch eine Klausel - No Bail Out - aber um Verträge und deren Einhaltung scheint sich unsere Regierung genausowenig zu scheren wie die griechische regierung!
bis heute habe ich noch immer gehofft,
aber nach diesem Artikel bin ich vollkommen desillusioniert. Man kann es nicht für möglich halten, ich bin sprachlos. Wo ist die warnende Stimme der ganzen Historiker damals bei der Aufnahme der Griechen in Europa gewesen? Herr Kohl hat doch auch Geschichte studiert, oder?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2012 10:33 UhrHelmut Kohl?
Griechenland seit 1961 assoziiertes Mitglied in der EWG. Seit 1. Jan. 1981 Vollmitglied (10. Staat). Und wer war da Kanzler? Helmut Schmidt. Als EWG-Mitglied wurde man bei Gründung automatisch EU-Mitglied. Eintritt in die Eurozone unter Kanzler Schröder. Sowohl Schmidt als auch Schröder wussten um die "griechischen Verhältnisse" - Also, wer hat´s verbockt? Richtig, die SPD!
Vielleicht sollten sich jene gelehrten Herren, die eine Quelle zitieren, einmal um die gesamtgeschichtlichen Umstände kümmern, unter denen Griechenland seit 1823 gebaut und erkämpft wurde. Es ist eine Geschichte der Bevormundung durch viele (selbsternannte) Kuratoren, deren Darstellung einen Abendvortrag überschreiten würden. Eine sich bis zum Bürgerkrieg nach dem 2. Weltkrieg, ja bis zur Junta bis 1974 hinziehende "Belehrung" durch Besserwisser, von Metternich bis zu einer bekannten Regierungschefin. Und immer war und ist Griechenland das (Ersatz-)Schlachtfeld machtpolitischen Kalküls (gewesen). Analysieren wir doch lieber statt in historisierenden Rechtfertigungsäußerungen für bereits gefällte Urteile und Vorurteile, doch einmal die Hintermänner heute, die Nutznießer und Saboteure, innen- wie außenpolitisch. Das könnte die gesamte EU weiterbringen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2012 20:31 UhrGemengelage
Natürlich ist die griechische Geschichte seit dem 19. Jahrhundert eine Geschichte der permanenten Bevormundung, aber eben nicht ausschließlich. Man könnte die Problematik dort auch als eine unheilige Allianz von ständiger auswärtiger Einmischung in die griechische Innenpolitik, innenpolitischem Paternalismus (so hielt beispielsweise Präsident Kapodistrias - heute auf einer griechischen Euro-Münze zu sehen - seine Landsleute für nicht reif für eine Verfassung, obwohl im Unabhängigkeitskrieg bereits liberale Verfassungen erlassen worden waren, und die griechischen Eliten selbst riefen damals nach einem König aus dem europäischen Ausland) sowie sozialen und wirtschaftlichen Problemlagen u.a. aus der osmanischen Zeit (Klientelismus). Hierin ist das Land seinen Nachbarstaaten "auf dem Balkan" viel ähnlicher, als manchem Politiker heute wahrscheinlich lieb ist. Ihr Ruf nach Differenzierung ist absolut richtig, nur steht ihm hier leider auch die Begrenzung auf 1000 Zeichen im Weg
Die Schutzmächte Berlins mussten schließlich die
Zahlungsfähigkeit des Landes garantierten, damit das Land über
eine Anleihe verhandeln konnte. Die Mittel, die durch diese Anleihe zur
Verfügung standen, wurden von der Regierung ohne irgendeinen Nutzen
für das Land selbst verprasst. Arm aber sexi.
Die nomadisierenden Steuerpflichtigen, also die Schäfer,
Schumacher, Köhler oder Becker, machen sich einen Spaß daraus
und rechnen es sich zur Ehre an in Monte Carlo, keine Steuern zu zahlen.
Wo ein Geber ist, ist auch ein Nehmer. Wer gut im Nehmen ist, wird Bundespräsident.
Wann werden eigentlich die politisch Verantwortlichen in Deutschland zur
Rechenschaft gezogen, die uns dieses griechische Desaster eingebrockt
haben, indem man den Beitritt zur Eurozone akzeptiert hat. Dieses haben
seinerzeit ein Kanzler und Minister gewollt und aktiv gefördert,
die sich per Eid verpflichtet hatten, dem "Wohle des deutschen
Volkes zu dienen und Schaden von ihm zu wenden". Wider besseres
Wissens habendiese Herrschaften den Beitritt aber aktiv betrieben.
Warum auch immer. Keiner soll sagen, er wäre getäuscht worden;
dazu gab es zu umfangreiche Informationen und über lange Zeit
historische Erfahrungen mit unglaubwürdigen Daten aus Griechenland.
Ebenso sollten die in Brüssel damals Verantwortlichen zur
Rechenschaft gezogen werden.
Was tut sich also hier???
Aber Deutschland befaßt sich lieber mit ihrem
"schlimmen" Bundespräsidenten und zählt dessen
Kröten nach. Es gibt Verfehlungen ganz anderen Kalibers zu
klären - packen wir's an!
Ein Wahnsinn!
Wegen dem Bobby-Kar jagen sie den Wulff bis ins Essgefach, aber die hunderte von Milliarden die in Gr versenkt werden, dafür hat sich seinerzeit nicht ein einziger Journalist interessiert.
Direkter Transfer: Agenda 2010 -> Griechenland
Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, wurde der Mehrwert der mittels
Agenda 2010 aus den einfachen Arbeitnehmern heraus gepresst wurde,
direkt nach Griechenland transferiert.
Hier: prekäre, hoch verdichtete Maloche, dort: hochbezahltes Nasenbohren.
Hier: teure Mietwohnung in der Platte, dort: Häuschen und
Ferienhäuschen.
Es ist eine Schande.
Nicht die Griechen sind anzuklagen, sondern deutsche Politik und Medien,
die das zugelassen haben.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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