Der Vorschlag kommt reichlich unschuldig daher: Wenn die Griechen nicht so schnell liefern können, wie sie es im Gegenzug für Milliardenhilfen zugesagt haben, gibt man ihnen einfach zwei Jahre mehr Zeit. IWF-Chefin Christine Lagarde hat diesen Wunsch der Regierung in Athen aufgegriffen, in Tokio öffentlich unterstützt und damit die Debatte schon vor dem ersten Treffen der Finanzminister geprägt.
Wolfgang Schäuble zeigte sich überrascht. Der deutsche Minister vermied nach seiner Landung in Japan zwar den großen Knall, ließ aber durchblicken, dass er von dem Vorstoß wenig hält. Er sprach von „wenig hilfreichen Spekulationen“. Unterstützung sieht anders aus.
Schäuble hat Recht. Wenn die Regierung in Athen die Privatisierung verschleppt und die Anpassung des überdimensionierten öffentlichen Dienstes verzögert, hilft es nicht, wenn man ihr mehr Zeit zugesteht. Hinzu kommt: Eine Streckung der Verpflichtungen wäre nicht umsonst zu haben. Mehr Zeit heißt mehr Geld. Das geht nicht ohne ein drittes Hilfspaket. Dies wäre das Eingeständnis, dass die beiden vorangegangenen gescheitert sind. Das ist das Gegenteil einer soliden Grundlage für einen weiteren Nachschlag.
Griechenland schürft Gold - die Presse berichtet inzwischen ohne Angst.
Horst Müller (KonzeptionistzuVerlassen)
- 12.10.2012, 19:16 Uhr
Oberste Bankerin mit wenig Professionalität
Caspar Mendrzyk (Buergersicht)
- 12.10.2012, 06:29 Uhr
Spitzendumme, populistische Lagarde-Worte schwerer Affront gegenübe
EU, Rote Karte für Lagarde!
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 12.10.2012, 01:25 Uhr
Das dritte Paket
Klaus-Georg Günther (klagege)
- 11.10.2012, 21:23 Uhr
Auf Schulden gebaut
Hans Edelmann (aktienfluechtling)
- 11.10.2012, 20:47 Uhr