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Griechenland Auf Rettungsreise zum überdüngten See

 ·  Auch der Kastoria-See in Griechenland ist ein Rettungsfall. Millionen Euro haben ihm nicht geholfen. Jetzt helfen Deutsche. Sie wollen ihn zu einer Art Bodensee machen. Doch es gibt Zweifel, ob dies gelingen kann.

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Ingrid Hoyer

Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man über diese Geschichte lachen.

Als ich anfing zu lesen, habe ich gedacht das ist nur eine Geschichte. Nein, es ist die Realität. Deshalb werden wir auch nicht helfen können. Soviel Geld wie da Fließen muß, das ist ein Faß ohne Boden. Schade um die vielen Milliarden die dort in unsinnigen Brücken, die nicht benutzt werden, weil Überfahrt zu teuer, dunkle Kanäle, Bestechungsgelder und dgl. gezahlt worden sind. Die wären hier bei uns auch dringend gebraucht worden. Ich denke nur an unsere Städte und Kommunen, die teilweise so hoch verschuldet sind. In unserem reichen Land hungern Kinder, wir haben in allen fast allen größeren Städten "Tafeln", Familen können vom verdienten Lohn kaum leben. Das Gefälle von oben nacht unten wird immer größer. Wir können es uns garnicht mehr leisten andere Länder, die das Geld über Jahre nur so verpulvert haben und immer noch tun, zu unterstützen. Aber H. Fuchteln und seine Begleiter haben so auch eine "Daseinsberechtigung" und werden sicherlich reichlich für ihre heere Aufgabe belohnt.

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hp malter
hp malter (hpmalter) - 09.07.2012 17:45 Uhr

Kastoria der überdüngte See

Das eigentlich Schockierende: Das Land ist mit Subventionen so überdüngt wie der See. Deshalb verstehen die Griechenoffensichtlich auch nicht, daß "mit-etwas-tun-müssen" nicht Brüssel, sondern sie selbst gemeint sind! Selbst die „Kleinen Leute“ sind korrumpiert. Erst recht alle Nutznießer im Staatsapparat, der sich schon vollständig und bisher sehr erfolgreich aufs Betteln verlegt hat - Einfach abstoßend!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 22:41 Uhr
Ioannis Mouzakis

@ Malter zu den "kleinen Korrupten"

Naja, ich würde eher sagen, dass die kleinen Leute abhängig von den großen sind. Das weiß ich aus Erfahrung, weil ich fünf Jahre dort gelebt hatte. Die kleinen Leute wollen die Korruptheit gerne abschaffen, aber die Oberklasse gibt nunmal den Ton an.

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Lukas Branach

Keinen Cent mehr nach Griechenland!

Meiner Meinung nach kann man diesem Entwicklungsland nicht mehr helfen. Man muß alle Transferzahlungen stoppen und das Land sich selbst überlassen, bzw. seinen Bürgern. Jede auch noch so gutgemeinte Hilfe, besonders weitere Euros, wird nur zu noch mehr Zorn führen.
Mal angenommen die Gemeinde bekommt alle gewünschten Fördergelder, dann meldet sich sofort irgendeine Nachbargemeinde mit genau denselben Geldforderungen. Zahlt man dann nicht, weil die Kassen leer sind, ist man sofort der Schuldige für die schlechte Wirtschaftslage und schon brennen wieder deutsche Fahnen. Ein Teufelskreis ohne Ausweg!

Bezeichnend für die griech. Verschwendung ist auch die Tatsache, daß ein Bürgermeister eines Dorfes über ein Flugzeug verfügt. Würde mich nicht wundern, wenn der sich mit den erwünschten Fördergeldern sofort einen Hubschrauber anschaffen würde. Plus weiterer Gelder für einen Landeplatz auf dem Rathausdach.

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Anton Seidel
Anton Seidel (ase) - 09.07.2012 10:42 Uhr

Die Griechen wissen es wie es geht - diese müssen nur die Mafiosi und Beamten loswerden

lasst die einfach in Ruhe werkeln ohne unser Hilfsgeld. Was ja nur ohnehin nur in die Abhängigkeit führt und wenige begünstigt. Vor allem schafft die Beamten ab. Entweder jemand ist bestechlich oder er ist es nicht. Da hilft kein Sonderstatus. Denn Geld können manche nie genug haben. Das einfache Volk weiss wie es geht und wo das Problem lokal - sprich die tote Katze - liegt. Wenn sie dann noch fragen haben, werden sie uns es wissen lassen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 13:30 Uhr
Eva  Plecita

Mafiosi

Wie wird man die Mafiosi denn los?

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Jan Matthias

EU-Fördermittel

Scheint so, als ob nur EU-Fördermittel das Problem lösen könnten. Ich werde gleich mal meinem Bundestagsabgeordneten empfehlen die Gelder nicht direkt, sondern via Brüssel zu verschicken. Und wieder wurde ein Problem gelöst, im Interesse des deutschen Volkes.

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Marcel Pabst
Marcel Pabst (teaki) - 09.07.2012 10:32 Uhr

Ok - warum in aller Welt gehen unsere Politiker nach Griechenland

Denn selbst die SZ scheint Deutschland kaum zu kennen. Oder wer erklaert den Muenchnern dass der Bodensee nicht im Schwarzwald liegt und im Schwarzwald auch keine Schwaben wohnen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 14:54 Uhr
Konstantinos Dafalias

Keine Schwaben im Schwarzwald?

Na, den einen oder anderen werden Sie schon aufstöbern können. Gastarbeiter vielleicht?

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Eva  Plecita

Als dass der Bürgerwille geschehe!

Liebe deutsche Freunde. der Bürgerwille lebt, besonders in Baden Würtemberg, habe ich mir sagen lassen. Herr Fuchtel ist Schwabe und liefert den Beweis. Herr Riccius, in seinem Beitrag hier zum Artikel, spricht von Vorruheständlern die bereit sind Hilfe zu leisten. Ich bin mir sicher er meint was er sagt, und sagt was er meint. Nur die Umsetzung bedarf etwas mehr als der Gedanke. Mit Verlaub erlaube ich mir mit meinen langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet einen Vorschlag zu machen. Schreiben Sie bitte an die äusserst bekannten Organisationen wie die Bertelsmann -, die Konrad Adenauer - und die Friedrich Ebert Stiftung und bitten Rechenschaft abzugeben über ihr Verhalten in Ländern wie die Tschechische Republik zum Beispiel. Seien Sie aber bitte nicht zu zimperlich, fragen Sie genau was passiert wenn jemand Hilfe benötigt (kein Geld!), lediglich Information, oder bittet Informationen weiterzugeben an die richtigen Organe in Deutschland oder einen Verleger in Düsseldorf/Prag.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 12:05 Uhr
Eva  Plecita

Die Kirche und das Gebot der Nächstenliebe

auf dem Prüfstand oder ein Kardinal ist auch nur ein Mensch. Auch er verdient berücksichtigt zu werden wenn er die schwarzen Schafe nicht als solche erkennt und sich benutzen lässt. Da redet man mit dem Priester vor Ort, man redet mit dem Bischof an seiner Seite in seinem Palast neben der Prager Burg. Man füttert die Kirche mit Informationen, mit anderen Worten man schreibt sich die Finger wund, man sucht nach alten Kontakten im Vatikan, man schreibt einen deutschen Kardinal an, es nützt sehr sehr wenig. Scheinbar ist es egal mit wem er sich photografieren lässt und welche korrupten Politiker er damit unterstüzt. Er hat seine eigene Agenda. (Es waren ihm die vielen jungen Gläubigen vor Ort davon gelaufen nachdem er den jungen Priester mit Kind hatte entlassen müssen da dieser sich seiner Verantwortung als Vater stellen wollte und stellte.) Es entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euros in einer Gemeinde von 4100 Einwohnern vom pers. Schmerz einiger Bürger ganz zu schweigen.

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Ronny Schaffer

Die besten Stellen

Dieser gute Artikel zeigt die UNfähigkeit vieler Griechen exemplarisch. Dies ist keine Abwertung, sondern steht in der Verantwortung derer, die Geld, was ihnen nicht gehört, ohne Auflagen an die Hilfebedürftigen geben, die dadurch träge und feist werden.

Im Zusammenhang mit einem anderen Kommentar sieht man langsam die ganze Krise zum Vorschein kommen. Die Transferunion unterstützt zusätzlich die Abhängigkeit von Fördergeldern, die erworbene Hilflosigkeit im Zusammenhang mit einem abstrakten Stolz (der meist im Beleidigtsein endet) führt dazu, dass hier nicht mal mehr die Perversion wahrgenommen wird. Das Beispiel mit der Katze, Bioobst durch EU-Gelder und das Wasserflugzeug des Bügermeisters (eines Kaffs wohlgemerkt) weisen schon gut auf die Grundstruktur der ganzen Krise hin.

Merkel wird ihren sozialisitschen Traum vielleicht verwirklichen, das BVG stimmt hier mal schnell mündlich ab, aber die EUdSSR wird SO nur eine kurze Lebensdauer haben.

Viel Glück Herr Fuchtel

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 15:12 Uhr
Konstantinos Dafalias

Wie in der DDR

Das erinnert mich an die 40 Jahre kommunistische Herrschaft, die ein Land, bewohnt von einem Volk, das immerhin Luther, Spielmann und Goethe hervorgebracht hat, bis in Grund und Boden gewirtschaftet hat.

Diese Geschichte dient vielleicht als Beispiel für viele Ursachen der Krise, aber es ist nicht unbedingt repräsentativ.
In unserem Heimatdorf wurde auch viel Strukturförderung investiert, das Dorf - zeitgeschichtlich enorm bedeutsam - wurde sehr behutsam renoviert, Skilifte wurden gebaut, viele Hotels und Chalets und der Inlandtourismus hat geboomt und Wohlstand in die Region gebracht, viele Arbeitsplätze eingeschlossen. Durch die Berglage ist die Hauptzielgruppe im Inland zu suchen, da gibt es durch die Krise jetzt natürlich einen Domino-Effekt.
Die Gegend ist übrigens ein absoluter Geheimtipp für Mitteleuropäische Skitouristen - viel Sonne, pulveriger Schnee, leere Pisten, weil die Athener Yuppies machen gern Skiurlaub, aber Skifahren können tun sie nicht.

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Rolf Walze
Rolf Walze (rwalze) - 09.07.2012 09:35 Uhr

Wenn man die Ursachen nicht kennt, kann man die Auswirkungen nicht bekämpfen

Es fehlt hier an der wichtigsten journalistischen Arbeit, der Recherche. Kastoria ist und war das Zentrum der Pelzverarbeitung in Europa. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden hier beispielsweise tausende Pelzmäntel für Hertie, Boecker ect. hergestellt. Dabei wurden auch sehr viele Chemikalien benutzt die dann ungeklärt in den See von Kastoria flossen. Ob dieses Gewässer noch zu retten ist darf bezweifelt werden. Die Pelzverarbeiter und Pelzhändler dort haben sich eine goldene Nase verdient. Die meisten haben Subventionen eigesackt aber nie Steuern bezahlt. Das Ganze ist die Situation von Griechenland im Kleinen. Wie diese seit Jahrzehnten gewachsene Situation zu ändern ist, ist mir ein Rätsel. Diese deutschen Experten sollen sich erst mal schlau machen !

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Gottfried Scherer

Fuchteln

Da fliegt ein Staatssekretär mit Polizeischutz ins Land der Griechen. Toll. Ob er vom Bürgermeister das Wasserflugzeug geliehen bekam, bleibt ungeklärt. Er könnte sich ja ein Haus in schöner Lage aussuchen und wenn das fertig gestellte Haus als Ruine gestaltet ist, spart er nach griechischem Steuerrecht Geld wie - einst? - die Niederländer, die sich wegen der Gardinensteuer ins Haus blicken lassen. Dass das pestifizierte Obst nach Saudiarabien geht, ist beruhigend - dann bleiben die deutschen Panzer nicht erst im Sand stecken sondern im Schuppen, weil die Besatzung indisponiert ist.
Der Artikel schildert eine Realsatire - sehr amüsant. Doch des Pudels Kern sind die Helfer und Geberländer. Wenn wir weiter zentralisieren, ersticken wir jegliche Eigeninitiative dadurch, dass wir allen alles lehren wollen - das hatten wir doch schon mal. Ich sehe zwar einen Fortschritt, aber mir gefällt`s halt nicht: Es fuchtele Herr Fuchtel daheim herum! In welchem Ministerium ist er wohl zu Gast?

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Andreas Breuer

Kein Griechenlandartikel ohne spitze Bemerkungen und Belehrungen, schade!

Weniger als strukturelle Probleme in Griechenland wird das dortige Wirtschaften durch spitze Bemerkungen und Vorurteile vergiftete. Offenbar ignorierten einige Landleute von uns die hiesige Berichterstattung um dort tätig zu werden und wen wunderts sie werden in das Gemisch aus Klisches und Halbwahrheiten hinengezogen. Denn beispielsweise ist der Feta-Käse (auch der von Lidl) aufgrund der geschützten geografischen Ursprungsbezeichnung aus Griechenland, und ganz nebenbei Lidl ist seit über 10 Jahren erfolgreich in Griechenland aktiv und vermutlich die beliebteste Supermarktkette dort, Dinge die leider aber kaum in das kultivierte Klischee passen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 15:00 Uhr
Konstantinos Dafalias

Korrekt

Lidl hat in Griechenland eingeschlagen wie eine Bombe, weil es keine nennenswerte Discounter-Struktur in dem Land gab.
Die beiden etablierten Ketten wurden von Lidl in ihren Grundfesten erschüttert, weil der deutsche Konzern unglaublich schnell expandiert hat und jetzt bereits ein enorm dichtes Netz hat.
Sehr verwunderlich, dass Aldi diesen Markt komplett ignoriert.
Seit dem Engagement hat Lidl offensichtlich eine gute Handelsbeziehung mit Erzeugern in Griechenland, jedenfalls sind die Griechenland-Wochen immer mit Original-Produkten von sehr guter Qualität weit abseits des Griechenland-Klischee-Mainstream ausgestattet.

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Heinz Ostermann

Griechenland ist ein überdüngter See

Griechenland und sein überdüngter Kastoria-See, - kein Sinnbild kann es besser beschreiben! Griechenland brächte für seine Politiker eine Kläranlage und für die nährstoffreiche Euroschwemme einen Wasserwechsel in Richtung Drachme.

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Closed via SSO

Wie um Gottes Willen wollen die Griechen denn da raus kommen?

Zitat: "dem sie nur den Mund hätten öffnen müssen, und schon sei ihnen ein Fisch hinein geschwommen."
Das klingt im Großen so wie seinerzeit "Sozialhilfe" in Deutschland. Es nannte sich "Hilfe zur Selbsthilfe" und die selbsternannten Helfer sagten immer nur: Die armen menschen. Dass die fett, faul und gefräßig auf der Couch lagen, wurde 30 jahre lang ignoriert und beschönigt, bis einer hart durchgriff, der eigentlich diese Leute beschützen sollte: die SPD und Schröder mit den "Hartz"-Gesetzen.
Das selbe Geheul wie seinerzeit stimmen nun die Griechen an. Also heißt die Lösung: Geld nur gegen überprüfbare Leistung. Und Prüfer sind indiesem Fall nicht gerade griechische Beamte. Und wenn es Mafia-Methoden gibt, holt Staatsanwälte aus Italien. DAS ist Europa und kein Bananenstaat! Die "nationalen" Befindlichkeiten der Griechen sind doch Blödsinn. Wenn's um Geld kriegen geht, kennen die Brüssel, ansonsten nicht. Räuber sind's! Wie seinerzeit unsere Hilfe-Empfänger.

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Helmut Heckner

Bürgerschaftshilfe kontro EU-Hilfe

Schon wieder so ein griechischer Witzartikel! Die Deutschen meinen konkrete Bürgerschaftshilfe und die Griechen setzen weiterhin auf EU-Hilfe! Ja, haben den beide Seiten nichts gelernt?

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Ioannis Mouzakis

Von Deutschland lernen

Das müssen die Griechen nun schaffen! Deutschland hat vieles erreicht und geleistet. Die Griechen lagen nicht etwa auf der faulen Haut, wurden aber falsch geführt. Mit deutscher Hilfe kann Ihnen nun das gelingen was viele Griechen eigentlich schon lange wollen. Einen modernen funktionierenden Staat, der nicht von seinen Betrügern und Verbrechern regiert wird.
Schon vor fast zweihundert Jahren, kurz nach der Gründung des ersten griechischen Staates kamen die Bayern mit Ihrem Prinzen nach Hellas und wollten das Land zu einem Deutschland im Süden umbauen. Auch damals stieß man auf Widerstände oligarchischer Gruppen. Aus der liberalsten und zukunftsweisendsten Verfassung, die griechische Intellektuelle der damaligen Zeit verfasst hatten, blieb leider nur ein Stück Papier für das Museum.
Dieses Mal muss der Fortschritt in diesem gebeutelten Land endlich beginnen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 22:38 Uhr
Ioannis Mouzakis

@ Dafalias

Lieber Landsmann, im ersten Strang ihrer These stimme ich Ihnen zu, aber was Diktatur oder Königherrschaft betrifft, bin ich anderer Meinung. Keins von beiden wird jemals den Stall ausmissten. Einzig die Bürger können dies tun. Die Klientel abwählen und Korrupte verfolgen und bestrafen. Aber all das dauert Jahrzehnte, und nur wenn es konsequent durchgezogen wird.

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Konstantinos Dafalias

Lieber Landsmann

gute Anregungen, aber wie Sie sicher wissen liegt der Kern der Probleme sehr weit in der Vergangenheit.
Die ewige Streiterei der Stadtstaaten dauert bis heute in Form der Streitereien von Parteien, Gewerkschaften & Co an. An einem Strang gezogen wurde nur, wenn die Perser oder die Osmanen zu vertreiben waren - aber der Effekt ist heute leider nicht zu beobachten. Tsipras oder die Gewerkschaften zündeln fleißig um politisches Kleingeld zu verdienen im vollen Bewusstsein, dem Land einen Schaden in mehrstelliger Milliardenhöhe zuzufügen. So bedauerlich es ist, ich fürchte in der Situation könnte nur eine Diktatur das ganze Land ausreichend auf Linie bringen. Oder man schafft die Demokratie ab und setzt König Konstantin wieder ein - zumindest für eine bestimmte Zeit, und gibt ihm Gelegenheit, den Saustall konsequent auszumisten.

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Eberhard Riccius

toller Artikel!

Für mich ein toller Artikel. Er spiegelt wohl die bittere Realität wider.
Warum laden eigentlich griechische Kommunalpolitiker keine Helfer ein? Deutsche, die geschickt werden, sind doch weniger willkommen als Helfer, die man sich holt?
Ich kenne z.B. mehrere Vorruheständler, die hier für wenig Aufwand gern effektive Hilfe leisten könnten und würden.
Korruption und Vetternwirtschaft gibt es auch in Deutschland zu hauf. Dagegen ist aber ein sicheres Kraut gewachsen: engagierter Bürgerwille.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 15:26 Uhr
Konstantinos Dafalias

Nicht alle Griechen denken gleich

ungeachtet der Ereignisse um die zu undiplomatischen Äußerungen von Angela Merkel (das ist das eigentliche Problem, nicht der Inhalt) hegen die Griechen nach wie vor Bewunderung für die Deutschen, Deutsche Produkte gelten immer noch als Nonplusultra.
Wenn nicht in Kastoria, in anderen Regionen wären die von Ihnen erwähnten Vorruheständler ohne Frage sehr willkommen.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 08.07.2012 21:27 Uhr

Wenn nur die Hälfte stimmt,

dann finanzieren wir nicht griech. EU-Nachbarn, sondern eine faule Bande. Das Beste war das Gleichnis mit dem Aquarium. Besser kann man es nicht beschreiben. Die Lage ist aussichtslos.

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Julius Schäffer

Bewunderung für Griechenland

Je mehr man Geschichten dieser Art liest, desto mehr muß man die Griechen bewundern. Kein Land dieser Welt dürfte pro Kopf auch nur annähernd soviel Unfähigkeit exportieren (es handelt sich um Export, schließlich werden sie vom Ausland dafür bezahlt).
Die Griechen haben es geschafft, auf einem uralten und von allen wichtigen Nationen bisher vollkommen übersehenen Markt (der für Unfähigkeit) eine Reihe Innovativer Produkte zu entwickeln (wer hätte gedacht, daß sich mit der Renaturierung toter Seen Geld verdienen ließe?) und in Europa absolut marktbeherrschend zu werden.
Und das Brilliante dabei: Sollte Deutschland irgendwann mal das Geld ausgehen, um für grenzenlose Dämlichkeit großzügig zu bezahlen, dann können die Griechen einfach wieder anfangen, so zu wirtschaften, wie alle anderen erfolgreichen Länder auch.
Respekt!

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 08.07.2012 21:10 Uhr

Eulen nach Athen tragen

Wie bekommt man einen See sauber? Indem man einen Ringkanal baut und viele Kläranlagen die das in den Ringkanal fließende Oberflächen und Abwasser vorher klären bevor es in den See geleitet wird. Welche Chance besteht so etwas dort zu realisieren? NULL. Es fehlt das Geld, es fehlt das Know-how und es fehlt vermutlich auch der Wille. Ein Deutscher Unternehmer mit Initiativgeist kann sich dort kein Lob sondern höchstens eine blutige Nase holen. Sobald er irgend jemandem auf die Füße tritt, hat er vermutlich 4 aufgeschlitzte Reifen an seinem Wagen. Lasst die Griechen in ihrem eigenen Saft kochen und mischt euch nicht ein. Wer nicht die Einsicht hat dass ihm geholfen werden muss aus der Misere rauszukommen, dem ist auch nicht zu helfen. Das Deutsche Helfersyndrom kann mehr Unheil anrichten als wenn man sich nicht einmischt. Besser heraushalten ist hier die einzige Lösung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 09:07 Uhr
Andreas Breuer

Fehlendes Know How? Griechische Unternehmen bauen Anlagen der Abfallwirtschaft in Deutschland

Kürzlich wurde eine moderne Bioabfallvergärungsanlage (Biomassekraftwerk) in unserem Heimatort Lohfelden bei Kassel eingeweiht. Das Unternehmen und die Ingenieure sind aus Griechenland, diese Tatsache wurde von der Lokalpresse schön unterm Tisch geschoben, genannt wurde allenfalls der Ort der deutschen Vertriebsgesellschaft ("eine Firma aus Mittelhessen"). Das pauschale Vorurteil der deutschen innovativen Ingenieure und der faulen griechischen Nichtskönner ist so nur ein kultiviertes Märchen.

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Stefan Derrick

Schildbürger

Das hat für mich etwas schildbürgerliches: EU-Fördergelder sind doch eigentlich für Investitionen gedacht (so habe ich mir das zumindest immer vorgestellt). Verwendet werden sie aber einfach für laufende Ausgaben. Jetzt liegen tote Katzen in vergammelnden Schwimmbecken, weil keiner putzen will.

Hut ab vor Herrn Fuchtel. Mut Langmut und etwas Heiterkeit kann er vielleicht etwas bewegen.

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Jahrgang 1981, Redakteur in der Wirtschaft.

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