Home
http://www.faz.net/-gqe-6xevk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Griechen horten Bargeld Im Schnitt 5000 Euro unter der Matratze

 ·  Das Misstrauen steigt: Aus Angst vor Bankenpleiten und staatlichen Zugriffen leeren viele Griechen ihre Konten und lagern Geld zu Hause. Griechenlands Finanzminister spricht von 50 Milliarden Euro, die seine Landsleute „unterm Bett versteckt“ hätten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
bernd ullrich

Da merkt jeder, wo es hingeht.

Die Löhne und Gehälter werden gekürzt. Dagegen bleiben die rund 200 Milliarden, die die Reichen und Steuerhinterzieher der Gemeinschaft Griechenlands entzogen haben, unbehelligt auf ausländischen Konten liegen und werden verzinst. Genauso wird es sein, wenn Deutschland für seine Bürgschaften gerade stehen muss. Und genau jetzt will Schäuble die Steuerhinterzieher von Strafe freistellen, die auf Schweizer Banken ihre hinterzogenen Euro gebunkert haben. Wie verkommen ist die CDU/CSU, die ebenfalls plant, die kleinen Leute für ihr Missmanagement bluten zu lassen. Weshalb Merkels Sympathiewerte trotzdem steigen, ist rationell wohl nicht zu erklären.

Empfehlen
Robert Hock

Citibank

Obwohl es in einer Diskussion über Griechenlands Schulden ein Nebenkriegsschauplatz ist, sollte man dort keine freien Erfindungen (über Citibank) verbreiten: Ich bin seit vermutlich 20 oder mehr Jahren Kunde bei Citibank (bis sie jetzt zur Targobank wurde). Mir wurde kein einziger Cent "gestohlen". Vermutlich hat der Schreiber irgendwelche Papiere mit großem Risiko gekauft und sich dann geärgert, daß das Risikopendel auf die falsche Seite ausgeschlagen hat. Bleiben Sie bei der Wahrheit. !

Empfehlen
Andreas Neubert

Was hat sich der Staat in die Lohnfindung der Privatwirtschaft einzumischen?

"Unter anderem wollen sie durchsetzen, dass aufgrund der dramatisch sinkenden Wettbewerbsfähigkeit des hochverschuldeten Euro-Landes auch die griechischen Löhne im privaten Sektor deutlich gekürzt werden."
 
Was hat die Staats(!)verschuldung mit den Löhnen in der Privat(!)wirtschaft zu tun? Sonst wird ja auch immer gesagt, der Staat soll sich aus der Lohnfindung in der Privatwirtschaft raushalten. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2012 10:15 Uhr
Andreas Neubert

@Alex Merck

In Sachen Mindestlöhne kann ich Ihnen da noch folgen. Das basiert auf Gesetzen, die der Staat gemacht hat. Wenn man das gelten lässt, muss man allerdings auch konsequent sein: Dann hat sich der Staat auch nicht dann in die Lohnfindung einzumischen, wenn es zum Nachteil der Arbeitnehmer in der Privat(!)wirtschaft ist.
 
Ich rede hier im übrigen über rein private(!) Unternehmen, die es in Griechenland genau so gibt wie bei uns.

Empfehlen
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 04.02.2012 10:01 Uhr

@citizen kane: Das liegt an der griechischen Realität, das die Lohnfindung keineswegs

frei erfolgt, was hier in den Medien verschwiegen wird. Viele der sogenannten privaten Betriebe, um die es geht, sind privatrechtliche Betriebe in Staatsbesitz - und zahlen entsprechend Absprachen und Gewerkschaften weit über europäischen Normalsätzen. Trotzdem zählen sie zu "Privatwirtschaft" per Definition, was wiederum Investoren davon abhält, ohne eine klare Änderung der Regeln auch nur ernsthaft über Investitionen in griechischen Firmen nachzudenken. Zusätzlich gibt es Mindestlöhne bzw. Tariflöhne, die keineswegs frei markwirtschaftlich ausgehandelt wurden, sonder auf Erpressung der Gewerkschaften/Parteien festgelegt wurden. Die geforderte "Einmischung" ist in Wirklichkeit die Rücknahme der längst erfolgten Einmischungen..

Empfehlen
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 03.02.2012 23:56 Uhr

Ablenkungsmanöver .. Wie wär's mal mit dem Plausibilitätscheck?

Der griechische Finanzminister macht ne Neid- und Ablenkungskampagne, statt seinen Klienten (den GR-Staatsbediensteten, Pensionäre sowie Gewerkschaftlern) klarzumachen, das es so nicht geht. Was hat das private Geld und seine Aufbewahrung mit den Schulden des Fiskus GR zu tun? (ausser in schrägen linken und rechten Gedankenkonstrukten)? Wie hoch soll angeblich die GR-Schattenwirtschaft sein? Wenn die Schwarzgeld-Märchenzahlen wahr wären (bzgl. der Höhe der Steuerhinterziehung, Schwarzgeschäfte etc.), dann müsste die Pro-Kopf-Wirtschaftskraft der Griechen fast doppelt so hoch wie die der Deutschen sein - was nicht plausibel ist. Nein, dank hoher Mindestlöhne (die man ja auch hier fordert), hoher Saläre des Staatspersonals, Pensionen etc. ist der GR-Staatsapparat überschuldet (aber nicht auch jeder Grieche). Schluss mit dem Unfug. Konkurs machen - und dann muss JEDER Gläubiger (inkl. eben Pensionäre) gleich behandelt werden! Vermutlich 40% Schnitt für alle, nicht nur "private" Gläubiger.

Empfehlen
harald schneider

es sind nicht die griechen

sondern unsere lieben "rettungseuropäer" von barosso, juncker, merkel, rehn. sarkozy ectr., die verantwortlich sind! ein diskreter verweis auf die no-bail-out regelung hätte anfangs gegenüber GR völlig ausgereicht. das die einzelnen staatsbürger GR keinen anlass haben ihren lebensstandard zu reduzieren, solange geld ohne gegenleistung garantiert ist, ist menschlich gesehen verständlich.
bezeichnend ist eine auf spiegel online erschienene meldung: der gr. chef der behörde zur veräusserung von staatseigentum habe zugegen, dass die 2011 genannten erlöszahlen für seine behörde reine phantasie sind. der fest eingepreiste erlös gr. staatseigentums von 15 milliarden sei nicht zu erreichen, er rechne mit maximal 5 milliarden. jetzt wurden es 1,7 milliarden.
Fakt ist, dass das vertrauen der märkte in die eu durch die bisherige rettungsgeschäftelhuberei nicht wiederhergestellt werden konnte. daher muss endlich eine kurskorrektur erfolgen. etwa GR hat falsche angaben gemacht, und tschüss GR

Empfehlen
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 03.02.2012 18:57 Uhr

Das Misstrauen steigt:

Nicht nur in Griechenland, auch in der BRD und anderswo ziehen es immer mehr Sparer vor, Bargeld im Schließfach zu horten statt es einem Konto anzuvertrauen, von dem man nicht weiß, wann und in welcher Weise sich der Staat darüber hermacht, vor allem, da die Zinsen (Euro) mittlerweile bei nahezu Null (bei Fremdwährungskonten bei exakt Null + Kontoführungsgebühr) angekommen sind und jedes Guthaben damit für die Bank reines Zockerkapital darstellt. Und zur europäischen "Einlagensicherung": In Katalonien gibt es eine Caixa, die ist Pleite, die Sparer stehen davor mit Schildern ähnlich denen, die hiesige Sparer vor der Citibank trugen, als sie von letzterer um ihre Ersparnisse gebracht worden waren. Die Einlagensicherung greift nicht, die Sparer sind ihr Geld los. Wenn man das im Fernsehen sieht, wer sollte da noch Sprüchen aus Politikermunde glauben?

Empfehlen
Eva Maria Palmer

Lasset uns Gold und Silber eingraben!

Selbstverständlich haben wir hier noch keine griechischen Verhältnisse.
Trotzdem stimmt mich nachdenklich, daß sich die Banken genau wie 2008 untereinander kein Geld mehr leihen.
Warum also sollte i c h einer Bank Geld leihen?
Wegen der sensationellen Zinsen von 1-2%?
Und wie sieht mit der Einlagen-Sicherung aus?
Sie werden von niemanden erfahren, wie hoch die Einlagen im Fonds sind.
Als 2008 die normalen Bankkunden von Lehmann in Deutschland für ihre Einlagen (nicht für Zertifikate und Inhaberschuldverschreibungen) aus dem Fonds entschädigt werden sollten, reichten die Einlagen dafür nicht aus. Der Bankenverband hat stillschweigend Milliardenbeträge nachgeschossen.
Wenn also am Tag X der Finanzcrash kommt, werden wir für unsere Einlagen in Höhe von 5 Billionen Euro nicht mehr als den Mindestreservesatz zwischen 5 und 10% erhalten.
Wenn überhaupt. Vermutlich werden bis dahin unsere Ersparnisse weitgehend von den Griechen, Italienern etc. abgegriffen sein.
Also handeln wir: Siehe Titel.

Empfehlen
Ronny Schaffer

Man sollte die Eu-Kasper da hinschicken

damit sie sehen, was sie mit ihren Aufputsch- und "Rettungsversuchen" angerichtet haben. Anstatt das Land kontrolliert in die Pleite zu führen, steht es in einer kritischen Lage. Zusätzlich werden Feindbilder geschaffen, die 5000€-Matapher eignet sich gut zum Hetzen. Wer nachdenkt, wird feststellen, dass die Menschen dort versuchen, ihren Hintern zu retten. Die haben wahrscheinlich noch weniger verstanden, in welchen Finanz und Roulette-Zirkus sie bzw.ihr Land da geraten sind. Oder denken sie, ein griechischer Taxifaher versteht das Mauschel-Theater besser als ein deutscher? Auch wenn die Griechen scheinbar keine Ahnung von Buchhaltung haben, ist das noch lange kein Grund, die Unmündigkeit auf die Bürger abzuwälzen. Man erwartet von den Griechen jetz eine neue Heiligkeit, die sie nicht halten können, weil sie erst Geschenke ohne AUflagen bekommen und nun stramm stehen müssen.
Hier jedenfalls hat im Gegensatz zu Stuttgart 21 keiner gegen ESM und andere Konstrukte protestiert

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2012 11:53 Uhr
Ronny Schaffer

Danke für die Info

In der Tat ist davon nichts bei mir angekommen.

Empfehlen
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 03.02.2012 19:42 Uhr

Sehr wohl hat es hierzulande Demos gegen ESM und die Haftung für fremde Schulden gegeben

z.B. in Berlin oder Stuttgart, u.a. vom Aktionsbündnis Direkte Demokratie.
Da die Medien dies aber alles systematisch totgeschwiegen haben, ist dies leider den wenigsten bekannt.
Siehe auch die Initiative "Volksentscheid über die Haftung für fremde Schulden", die eben genau dies fordert, dass die Bürger direkt abstimmen können, ob sie für fremde, vorsätzlich verursachte Schulden haften und zahlen möchten.

Empfehlen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 03.02.2012 16:31 Uhr

Ich bin auf die künftigen eurostat-zahlen zu Einbruchdiebstahl gespannt.

Crime and Criminal Justice, 2006-2009 wirklich lesenswert.

Empfehlen
Weitersagen

Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 4 3

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.