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Grenzen des Marktes Nicht alles sollte für Geld zu haben sein

 ·  Für Geld bekommt man heute fast alles. Den Preis bestimmen Angebot und Nachfrage. Einige Dinge aber sollten besser nicht handelbar sein. Sie verlieren sonst ihre Würde. Aber wo hat der Kommerz seine Grenzen?

Artikel Bilder (6) Lesermeinungen (57)

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Wetten auf Menschenleben?

Jede Lebensversicherung ist so eine Wette, zwischen dir und der Versicherung. Der Autor mag ja vieles gut meinen, aber der Wunsch nach Wuerde versetzt keine Berge. Geld tut es. Der edele Versuch den monetaeren Mechanismus von Angebot und Nachfrage ausser Kraft zu setzen fuehrt leider nur zu einem: hoehere Preise und noch mehr Ungerechtigkeit.

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johannes Liebig
johannes Liebig (jhlb) - 19.08.2012 22:10 Uhr

Die Österreicher machen es richtig

dort ist jeder Verstorbene Organspender, es sei denn, er hat zu Lebzeiten widersprochen. Die Deutsche Regierung verhält sich unmoralisch: Tausende hängen an der Dialyse oder versterben wegen Organversagens und tausende gesunde Organe werden eingeäschert oder begraben, obgleich sie Menschenleben retten könnten. Am Organhandel kann ich auch nichts verwerfliches erkennen. Wenn ich Geld dringend bräuchte, würde ich meine Niere verkaufen oder würde mir eine kaufen bevor ich verrecke.

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Hans W. Koerfges
Hans W. Koerfges (HansWK) - 19.08.2012 17:21 Uhr

Haben Sie schon einmal gehungert?

Der Artikel kann nur von einem Menschen verfasst worden sein, der noch nie gehungert hat. Ich habe die Hungerzeit von 1945 bis Anfang der 50er erlebt und verhungerte Menschen gesehen. Das Wort Moral war da ein Fremdwort. Jeder Tag war ein Existenzkampf für das nackte Überleben. Ich kann heute noch keine Lebensmittel wegwerfen. Wer also über Moral redet schwadroniert und geht an der Lebenswirklichkeit vorbei. Schauen Sie heute mal in Afrika vorbei. Ich habe das gemacht und festgestellt, dass das Wort Moral dort ebenfalls ein Fremdwort ist. Kennen Sie das geflügelte Wort: Hunger ist der beste Lehrmeister. In dem Satz steht nichts von Moral.

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Heike Schneider

Arme Menschen

Arme Menschen waren früher gezwungen sich mit Sex Geld zu verdienen, meist geschah das vor Ort. Jetzt haben sie es zusätzlich übers Fernsehen und Internet. Bis zur Kinderpornographie. Was eine Überbevölkerung wert ist sehen wir daran, reicher sind wir dadurch nicht, ich bekotze mich vor der Not, und vor der geistigen und innerseelischen Armut.
Vor allem in Westdeutschland wurden mir die Starallüren von Kindern von Altnazis die als Rechtsanwälte, Therapeuten arbeiten ect. zu doof - einer sagte zu mir: "Alles was umsonst ist, ist nichts wert". Danach war für mich hier im Westen alles aus, ich lade auch niemanden mehr ein, vor allem alles Leute die selbst kein Geld haben um was zurückzugeben und verschuldet sind. Gewissen, Moral, Unrechtsbewußtsein = Null.
Atemluft ist umsonst. Und ich habe eine Idee. Nehmen wir in Zukunft Geld für die Atemluft,
die uns bei dem Konsum und den Subventionen immer mehr ausgehen wird. Oder eine Pro Kopfsteuer in jedem Land für Atemluft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2012 13:41 Uhr
Jürgen Miersch

Alles was umsonst ist, ist nichts wert...

"Arme Menschen waren früher gezwungen sich mit Sex Geld zu verdienen..."
Na, dann wollen wir hoffen, dass diese armen Menschen nicht alt, ungewaschen und männlich waren, denn da wird's echt schwer!

Aber egal: wenn man den Begriff "umsonst" nicht als "kostet kein Geld" interpretiert, sondern als "mühelos", i.e. "was keine Mühe kostet",
dann gilt dieses kluge Wort sogar in der Liebe: wer sich um Freundschaft bemüht oder bemühen muß, der wird die so gewonnene Zuneigung viel höher einschätzen, als eine hinterhergeworfene Liebe, die sehr rasch auch lästig sein kann.

P.S.
Sie schreiben "...ich bekotze mich..."
Nunja, falls ich darf, ein kleiner Rat dazu: ab einer gewissen Windstärke sollte frau sich nicht Luv-seitig an die Reeling stellen...

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Closed via SSO
Erich Ziehon (Leao) - 19.08.2012 15:39 Uhr

Empörung tötet Menschen und Tiere

Dass die Löwenjagd in Südafrika viel Gutes bewirkt, wollen nur doktrinäre "Umweltfreunde" nicht wissen. Die echten Ökologen befürworten sie. Nur nicht öffentlich, da die "Umweltfreunde" immer für eine inhaltsleere Empörung zu haben sind.

Und ich wünsche jedem, der gegen eine entgeltliche Nierenspende ist, einmal eine Spenderniere zu benötigen, aber keine zu bekommen, weil die 80 Millionen potentiellen Spender in Deutschland ohne Geld lieber beide Nieren behalten.

Viele der sich Empörenden sind einfach nur nicht in der Lage, rational zu denken.

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K. Peter Luecke

Weltfremd ! ("Relativ leicht werden selbst die hartgesottensten Anhänger des Markt-Prinzips...

...zustimmen, dass man Menschen nicht für Geld kaufen können soll."). Wie bitte!? Wohin ich schaue: Alle verkaufen sich mit ihren Jobs als "Söldner" an den Kommerz, den Staat und andere. Und dann: ("Selbst, wer bei Polizeiautos mit Werbung keine Bedenken hätte, wäre sicherlich dagegen, dass man Stimmen bei einer Wahl für Geld kaufen kann"). Mit massiver von trickreichen PR-Agenturen gekaufter Werbung und von staatstragend finanzierten Medien beeinflusste Bürger werden doch ebenfalls "gekauft", viellfach sogar noch ganz plump mit sich hart für den Einzelnen rechnenden finanziellen Wahlversprechen/Umverteilungprogrammen. Und übrigens: Man "kauft" nicht nur mit Geld, sondern auch mit Privilegien und Anerkennung. Da gibt es keinen Unterschied. Kehrseite der Kommerzialisierung: Sog."Helden", die noch uneigennützig das soziale Risiko anderer auf sich nahmen, werden belächelt. In der Tat: sich heute noch uneigennützig für hochkommerzialisierte Andere ins Zeug zu legen, wäre nur dumm.

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Markus Knödlseder

Illegal / legal oder reguliert / unreguliert - es gibt immer einen Markt

Der Beitrag mag - bei heutiger westlicher Wertvorstellung - moralisch richtig sein, so ist er dennoch realitätsfern. Geld ist eine Form von Macht. Menschen haben immer alles Mögliche in Ihrer Macht stehende unternommen, um Ihre Ziele zu erreichen. Überleben (im Bereich des Organhandels) ist dabei das ürsprünglichste und natürlichste an sich.
Ein Preis von 70000 € für eine Niere oder 180000 € für ein Herz (BILD) spiegelt letztendlich doch nur die Tatsache, dass es einerseits ein knappes Gut ist und dass es illegal (hohes Risiko) ist. Rechne ich mit den Preisen meinen Körper hoch und könnte meine Frau (wenn Sie jemanden kennen würde) die Teile entsprechend verkaufen, könnte ich mir die Lebensversicherungen sparen.
Was würde passieren, würde man dies erlauben? 60 Mio. Deutsche würden einschwenken, den Hinterbliebenen etwas zu hinterlassen, dass sie nie im Leben verdienen könnten.
Das Angebot ginge hoch, der Preis sänke - illegale Aktivitäten in Russland o. Afrika könnten zurückgehen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2012 10:29 Uhr
Closed via SSO
Erich Ziehon (Leao) - 20.08.2012 10:29 Uhr

Besser kann man es nicht sagen!

Es werden jedes Jahr Organe im Wert von Millionen begraben und Tausende Menschen sterben, weil es ja so unglaublich moralisch ist.

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Ulrich Hinderer

Können Sie mir erklären, wie ich auch in die Zukunft schauen kann?

Ich wollte nächste Woche Lotto spielen. Oder wissen Sie gar nicht, ob die von Ihnen vollmundig prognostizierten Effekte denn überhaupt eintreten!? Dann stehen Sie den Agenten in den Jahrmarktszelten mit ihren Kristallkugeln, Kaffe- und Teesätzen und sonstigen "Erkenntnismitteln" über die zukünftige Entwicklung in nichts nach.

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Hans List
Hans List (genervt) - 19.08.2012 12:18 Uhr

Betrug, Mord und Missbrauch sind verboten.

Und trotzedem wird betrogen, gemordet und vergewaltigt.
Wir sehen: Regeln sind nutzlos.
Schaffen wir sie ab.

Oder?

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Elisabeth Dreier

Der Markt sollte nicht alles bestimmen. Wo bleibt da der Weg, der Halt für alle?

Ich denke der Artikel will danach fragen ob wir künftig alles/mehr in unserem Leben vom Markt ausrichten lassen sollten. Der freie Markt ist flexibel und wohl das bisher demokratischste System Einkommen/Wohlstand zu verteilen. Aber trotz dessen müssen dem Markt Schranken gesetzt und andere Werte aufgezeigt werden. Aber das scheint momentan in den Hintergrund gedrängt zu werden. Werte, Achtung in Deutschland werden fast nur noch über das Einkommen, das Guthaben, die erreichten Position definiert, dabei werden religiöse, menschliche und kulturelle Werte teils verachtet. Gleichzeitig soll aber der Staat, die Gesellschaft hauptsächlich für die begüterten, geachteten Menschen Sicherheit, Kultur,… bieten, also das was sich eben nicht über den Markt definiert. Schlecht begüterte fühlen sich nicht geachtet, nicht sicher, können sich dazu kaum befreien. Sie haben vom „freien“ Markt also nichts, worüber definieren sie nun ihre Werte. Die Religion ist ja fast weg. Wo ist da Halt und der Weg?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 16:30 Uhr
Heike Schneider

Geld

Die Frage ist ja womit Geld verdient wird, und was alleine durch Drogen, Pronographie, Doping, Pharmaindustire ect. verdinet wird ist ja eckelhast. Da hat jeder der das nicht will ja keine Chance. Meine eltern haben mich damals nicht geboren um als Mädchen und Frau für Männer nur im Sexgeschäft werdt zu haben. Wir hätten uns aber alles sparen können, da selbst Pornostars mehr Wert haben als gebildete Frauen oder Frauen die einenMann lieben und ihm nicht mehr bieten können, weil alle in Illusionen, Phantasiewelten und nur noch vorm Fernseher leben.

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Reinhard Wilhelm

Kommerz ist kein Selbstläufer...

Für viele Liberale sind Kommerz, Globalisierung, Liberalisierung, pp. Dogmen, d.h. es sind alternativlose Grundsätze. Das ist falsch. Jedes Dogma muss der Frage stand halten: Wofür nutzt es ? Kommerz ist ein Element der Volkswirtschaft. Die Volkswirtschaft hat die materielle Versorgung und Vorsorge der Bevölkerung sicher zu stellen. Im Gegensatz zur Planwirtschaft bewirkte der Kommerz einige Vorteile. Trotzdem ist er keine heilige Kuh und es ist immer wieder festzustellen, dass der Kommerz in vielen Bereichen, seiner Aufgabe nicht gerecht wird. An diesem Punkt fehlt dem Kommerz dann die Existenzberechtigung. Es gibt z.B. keine Rechtfertigung, wenn Vertriebe, Güter an Personen bringen, die diese nicht benötigen und dessen Finanzlage und letztlich die Versorgungslage in die Schieflage bringen. Da der Kommerz keine Verantwortung i.S.d. Aufklärung kennt, muss der Rahmen politisch klar definiert und geregelt sein. Politiker dürfen nicht korrupt sein, auch nicht i.S.d. Lobbyismus...

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Rolf Joachim Siegen

Die amerikanische Volkswirtschaft ist ein gutes Beispiel

fuer die Exzesse der Kommerzialisierung. Damit ist weniger die Unsittlichkeit gemeint, als das grobe Ungleichgewicht am Markt selbst. Dieser hat sich verselbstaendigt. Nicht mehr Angebot und Nachfrage als Eckpfeiler des taeglichen Marktgeschehens bestimmen Geschaefte, sondern die Interessenvertreter selbst. Sie setzten den Wettbewerb ausser Kraft, bestimmen die Bedingungen des Handels.
Beispiel: Im Stadtgebiet von San Diego haben wir ein offenkundiges Ueberangebot von Warenhaeusern, auch was deren Groesse selbst angeht. Niemand koennte die Fuelle an Waren aufkaufen, die dort taeglich angeboten wird. Ob die Versicherungen hinter diesen Marktketten dieses Ueberangebot bewusst erzwingen?? Ich wuesste keine andere Erklaerung, denn rational und betriebswirtschaftlich ist dies nicht.
Die Grenzen des Marktes sind laengst erreicht.

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Matthias Stemme

Ein idealistischer Artikel

und meist an der Realität vorbei, denn alles und jedes hat seinen Preis. Ausnahmslos.

Menschen kaufen und verkaufen sich jeden Tag. Für den richtigen Gegenwert tut jeder alles. Der Unterschied zur Sklaverei ist das wir es heute freiwillig tun. Zumindest oberflächlich betrachtet.

Wahlstimmen für Geld? Alter Hut! Ob man nun Abermillionen in Wahlkämpfe investiert wie unsere amerikanischen Freunde oder ob man vor der Wahl vollmundig Steuersenkungen verspricht (die man dann nicht bezahlen kann).. in beiden Fällen wird zumindest versucht Stimmen zu kaufen.

Alles weitere sind peanuts.. Prostitution, Korruption, Vorteilsbeschaffung ... alles machbar, hier und überall auf der Welt, wenn man die richtige Währung in entsprechender Menge zur Verfügung hat. Warum?
Weil, wie es Gordon Gecko formulierte, es die Gier ist die den Menschen bestimmt. Und weil es kluge Leute gibt die das erkannt haben und daran verdienen diese zu befriedigen.
War immer so, ist so, wird immer so bleiben.

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René Janssens
René Janssens (Fealcon) - 19.08.2012 04:07 Uhr

seltsame Umfrageergebnisse ...

die meisten Stimmen gegen Organhandel ... nachvollziehbar.
ähnlich viele gegen die Jagd ... auch nachvollziehbar.
rund 30% weniger stören sich an Werbugn auf Zeugnissen ... okay.
im Mittelfeld rund 20% weniger als Organhandel ... die Wahlen und Wetten auf Restlebenszeit. Seltsame moralische Ansichten, die ich da lese ...
Also stört es wenigstens 20% der Leute nicht, wenn die Politik von den Reichen bestimmt wird?! Scheiß auf Demokratie ... die Reichen werden schon wissen, was das beste für uns ist ...
Das wird ebenso eingeordnet wie Wetten auf Lebenszeit ... Wetten sind nichts anderes als Glücksspiel ... ich verstehe nicht, wo der negative Effekt ist, wenn jemand auf Lebenszeit wettet ... die werden sicher nicht hingehen und das Subjekt erschießen oder sonstwas ...
Aber mal ehrlich, wie kann man es für akzeptabel halten, dass die Politik käuflich ist (was das kaufen von Wahlstimmen de facto verursacht)?

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Marie Louise

Nicht alles sollte für Geld zu haben sein?

der Meinung war ich auch, jetzt nicht mehr.
Alles läuft darauf hinaus, dass man bald als Ersatzteillager geboren ist und die eigenen Organe als gesellschaftliches Allgemeingut angesehen werden, die man kostenlos und zu Lebzeiten hergeben muss. Praktisch jede Bewegung stellt in dieser Zeit eine Ordnungswidrigkeit dar und man zahlt.
Die Tochter fährt nachts um 3 Uhr mit 40 h/km durch die 30 Zone, man zahlt, der Sohn fährt um 7:30 durch eine Straße, durch die man erst ab 8:00 fahren darf, kein Problem, man zahlt.
Wenn ich im Halteverbot parke, rechne ich vorher, ob das billiger ist, als das Parkhaus und wenn ich im einzigen Gewässer weit und breit, wo fast kein Mensch ist, meinen Hund baden lasse, dann habe ich immer 50 Euro in kleinen Scheinen in der Hosentasche für den Fall, dass ein Ordnungshüter auftaucht. Es ist gut, wenn wenigstens für Geld etwas zu haben ist, sonst dürfte mein Hund nie schwimmen.

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Dietmar Fleischhauer

"Was soll man für Geld nicht kaufen können?"

So eine Umfrage bleibt albern und voreingenommen, solange man nicht gegen alle genannten Optionen votieren kann.

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Johann Schulz-Gebeltzig

Ein sehr oberflächlicher Beitrag!

Wetten auf die Lebenszeit von Menschen? Kennt jeder, macht jeder mit - es fängt an bei der Krankenversicherung und geht bis hin zur Lebensversicherung. Alle beinhalten die Lebenserwartung einer Gruppe Menschen - die Bankenprodukte waren nichts anderes als eine Verkörperlichung dessen im Bankenhandel.

Organe? Haben längst einen Wert. Angesichts des aktuellen Skandals klingt das alles natürlich ganz schrecklich - Fakt ist aber, dass auch bisher schon Organe gehandelt wurden und werden. Jede Organtransplantation ist doch nichts anderes, machen wir uns nichts vor. Es wird nur geregelt, wer (=wessen Krankenversicherung) da nun gerade als nächster kaufen darf.

Jagd auf geschützte Tiere? Das ist ein Absurdum. Darf man jagen, ist das Tier offensichtlich nicht geschützt. Und ja, auch seltene Tiere können in einer anderen Gegend zu viel und deshalb jagbar sein!

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Karl Hammer

Schon die Frage offenbart ein sozialistisch staatsorientiertes Denken

Denn es ist überhaupt niemand dazu berufen zu entscheiden, was die Menschen für handelbar halten und was nicht. Das entscheiden sie allein. Wer die Frage aufwirft, kalkuliert auch gleichzeigig eine Staatsbürokratie ein, die mittels Gesetz, Strafe, Förderung und Zwang regelt, was die Menschen handeln dürfen und was nicht. Sonst macht die Frage keinen Sinn.
Doch in Wahrheit hat niemand das Recht anderen vorzuschreiben was sie handeln dürfen und was nicht. Niemand, auch kein Staat, hat das Recht, derart tief in die Angelegenheiten der Menschen einzugreifen. Das geht nur die Personen etwas an, die handeln wollen oder eben nicht.
Es sollte also nicht um die Frage der Grenzen des Handels gehen, sondern um die Grenzen des Staates.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 14:14 Uhr
Thomas Falke

Niemand hat das Recht.......

ja, der Teil stimmt- meistens. Aber die Schlußfolgerung daraus ist genau verkehrt: Durch den"freien Mark" wird DAUERND in unsere Angelegenheiten eingegriffen.
Wir werden permanent durch Werbung, durch Meinungsbildung, durch Trends- durch die ungeheuere Marktmacht beeinflußt. Wir können selbst im ZDF nicht mehr Nachrichten schauen- ohne mit idiotischer Werbung konfrontiert zu werden. Wieviel Bilionen werden ausgegeben um uns etwas einzureden- das es Gestern noch nicht gab. Das passiert nicht um unser Leben besser zu machen- nein, nur um von unserem Leben mehr zu profetieren. Wir haben also garnicht die freie Wahl. Wieviel Geld machen Teile der Presse damit, das sie die Menschen immer mehr zu Idioten erziehen? All das wird nicht verboten, sondern gefördert. Nur wenn der freie Markt das Leben der Menschen positiv bereichert, ist er zu Schützen. Es wäre hilfreich, wenn es zu einer Chancengleichheit zwischen Markt und einzelnem Mensch kommen würde. Aber die Entwicklung geht anders herum.

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Hans List
Hans List (genervt) - 19.08.2012 12:08 Uhr

" Denn es ist überhaupt niemand dazu berufen zu entscheiden, ... "

Eine gesunde Einstellung.
Ich habe mich schon immer gefragt, mit welcher Legitimation mir verboten ist, mit Opiaten und Mutterkorn-Alkaloiden zu handeln.
Wieso darf ich nicht an jeder Straßenecke eine großkalibrige Waffe und die Munition dafür kaufen?
Woher nimmt man das Recht, mir den Kauf von Kinderpornos zu verbieten?
Regeln sind böse, nicht das Tun der Menschen.
Regeln schränken die persönlich Freiheit ein.

Vor allem: Regeln sorgen dafür, dass auch solche Menschen Rechte haben, die nicht das nötige Kleingeld dafür haben.
Unerhört!

Oder?

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Edda Kuhlmann

Ist das wirklich alles so schlimm?

Abgesehen von der Schule, in der die Kinder zwangsberieselt werden sollen, scheint es in jedem anderen Beispiel nicht nur Anbieter und Nachfrager, sondern auch positive Konsequenzen zu geben. Die alten Leute, die die Grundlage fuer die Lebenszertifikate gaben, taten dieses mit Sicherheit freiwillig und auch nicht umsonst. Es mag unfair erscheinen, aber wer eine Niere von jemandem kaufen kann, der anderweitig seine Niere nicht hergeben wuerde, macht damit auch einen Platz auf der Warteliste fuer jemanden frei, der sich das nicht leisten kann. In den USA wurden seltene afrikanische Tiere extra gezuechtet, ein paar von ihnen dann zur Jagd freigegeben. Das wurde verboten, machte die Haltung der Tiere unrentabel und nun sind sie alle vom Tode bedroht. In der Realitaet sind auch jetzt schon Stimmen kaeuflich, oder beinflussbar (oeffentliche Medien).

Solange alles im Rahmen des Gesetzes bleibt, sollten Empfindungen oder Werte Dritter keinen Einfluss auf freiwillige Absprachen nehmen duerfen

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 18:25 Uhr
Edda Kuhlmann

Es geht hier um die Frage,

inwieweit sich ein freier Markt entwickeln kann, auf dem zwei Parteien untereinander Vertraege ueber Dinge aushandeln koennen, ueber die sie persoenliche Verfuegungsgewalt haben, auch wenn die Grundlage des Vertrages ethische Fragen aufwirft. Es geht nicht um legalisierte Leichenfledderei oder die Freigabe von Kindesmissbrauch durch Dritte- da fehlt es naemlich an der direkten Verfuegungsgewalt.

Was Lobbyismus betrifft - da fehlte mir der Platz. Tatsache ist, dass politische Einflussnahme inzwsichen Gang und Gaebe ist, entgegen populaerer Meinung sind es in den USA nicht nur Reiche, Banken und Unternehmer, die Stimmen kaufen, sondern auch Gewerkschaften (2/3 dessen, was Obama eingenommen hat, stammt von diesen, bezahlt durch Zwangsbeitraege ihrer Zwangsmitglieder). Hier muessen gleiche Regeln fuer alle gelten, nicht heute so und morgen anders.

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Gerold Keefer

"Solange alles im Rahmen des Gesetzes bleibt ..."

Diese Gesetze müssen aber zunächst einmal ausgehandelt werden. Unbestreitbar können Sie in nahezu jeder ethischen Fehlhandlung einen positiven Sinn sehen: "Ich habe ihn umgebracht um anderen diese schlimme Aufgabe zu ersparen und dadurch reduziert sich jetzt zusätzlich noch der CO2-Ausstoß der Menschheit." ABER: Damit erlauben Sie natürlich jedem -insbesondere denen die Macht und Geld haben- alles.

Danke, in so einer Welt will ich nicht leben.

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Alex Kaehny

Re: Ist das wirklich so schlimm => Ja!

Das Gesetz steht also über der Moral? Sie sind sich bewusst, dass Gesetze nicht absolut sind, sondern geändert, beeinflusst und "neu interpretiert" werden können? Oder erzählen Sie das mal einem chinesischen Menschenrechts- oder Umweltaktivisten. Wir haben Politiker im Bundestag sitzen, die wollten in ihren früheren Jahren Pädophilie legalisieren! Eine Gesellschaft, die ihre moralische Orientierung egal welchem Prinzip unterordnet ist ein zivilisatorischer Rückschritt.
Und bezüglich käuflicher Organe: In Mexiko finden Sie heute schon ganze Lagerhäuser und Gräben voll mit Menschen, denen die Organe herausgeschnitten wurden, um sie in die USA zu verkaufen. Eine Legalisierung würde Teile des Prozesses vereinfachen und den Anreiz erhöhen, Menschen schlichtweg auszuschlachten. Und dürfte meine Bank bei einer Privatinsolvenz von mir verlagen, meine Organe oder die meiner Familie zu verkaufen?

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Johann Schulz-Gebeltzig

Sehe ich genauso

... und muss nichts hinzufügen. Die Kritiker mögen bitte auch die von Ihnen genannten VORteile des Handels bedenken - und haben hoffentlich auch alle ganz idealistisch einen Organspendeausweis?

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Hans List
Hans List (genervt) - 18.08.2012 20:01 Uhr

In dem Zusammenhang

ist es auch beruhigend zu wissen, dass medizinische Daten heute elektronisch verwaltet werden.
So hat jeder Interessierte Zugang zu Name und Adresse, klinischer Vorgeschichte und Gewebedaten von solchen Hautsäcken voll Handelware.
Die Welt ist schön.

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Hans List
Hans List (genervt) - 18.08.2012 19:56 Uhr

Die Organe von Kindern

sind aus medizinischer Sicht die wertvollsten: noch sehr regenerationsfähig, noch nicht vergiftet, vom Leben noch nicht gezeichnet.
Wenn Organe offiziell zur Handelsware werden, dann laufen nicht mehr Kinder auf der Straße herum, sondern Hautsäcke voll sehr wertvoller Ware.
Eine aufmunternde Aussicht ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.08.2012 23:31 Uhr
Johann Schulz-Gebeltzig

Nur halb gedacht... Ist halt einfacher...

Nur weil man einen Marktpreis zulassen würde, müsste man das ganze noch nicht sich selbst überlassen.

Und nun nennen Sie doch bitte den Nachteil gegenüber der heutigen Situation (zu wenige Organe, auf dem Schwarzmarkt theoretisch alles zu enormen Preisen zu bekommen - was Familien in armen Ländern nicht selten ausnutzbar macht, die für wenige hundert Dollar ihre Organe hergeben), wenn man das ganze reguliert:

- feste Beträge für Organe
- weiterhin nur nach Rangliste (wie bisher auch)
- ein Teil der Kosten dient der Nachsorge und Versicherung (bei der Lebendentnahme) bzw. der Bestattung (bei Totenentnahme) des Spenders

Das wäre ein erster Schritt zu einem Markt. Niemand sagt, dass er völlig FREI handelbar ein müsste. Aber die positiven Anreize des Marktes wären erstmal gesetzt: mehr Spender.

Oder: handelbar sind erstmal nur Organe von Toten (was ja mehrere Ärzte unabhängig bescheinigen müssen). Was ist DARAN ethisch auszusetzen? Es ist nur Anreiz für einen Organspendeausweis.

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Gert Flegelskamp

selbstreguliernd?

Der Markt wird immer als ein selbstregulierende System dargestellt, aber das ist er nicht. Er ist eher ein System, das man mit illegalen Boxkämpfen, in dem sich schmalbrüstige Kämpfer gegen muskelbepackte Giganten behaupten sollen, vergleichen kann.
Der Markt, das sind Menschen, versteckt hinter Unternehmen und Größe und Profit sind die eigentlichen Kriterien. Markennamen spielen dabei eine große Rolle, weshalb die Giganten auf dem Weltmarkt, wenn sie ein Unternehmen in die Pleite getrieben haben, es übernehmen, den Markennamen aber beibehalten und damit die Verbraucher täuschen, die oft genug von diesen Spielen des Marktgeschehens nichts mitbekommen.
Schlicht gesagt, unregulierte Märkte fördern die Bildung von Monopolen und Oligopolen, denn nicht Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, sondern die Finanzkraft der Marktteilnehmer, die mit Dumpingpreisen unliebsame Konkurrenten ausschalten. Ein Beispiel dafür sind die Monopolgesellschaften der Energiebranche.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 20:28 Uhr
Ulrich Hinderer

@ Karl Hammer:

Die Entscheidungsgewalt liegt bei der Mehrheit - oder sind Sie eine Mammokratur!?

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Karl Hammer

Und entscheiden tun am besten Sie?

Stimmt doch, oder?

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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