Alan Greenspan hat die Beobachter der Geldpolitik mit seinen verbalen Künsten oft zum Rätseln gebracht. Eine Zusammenstellung seiner bekanntesten Sätze.
Murmeln
Seit ich Notenbanker geworden bin, habe ich gelernt, in großer Zusammenhanglosigkeit zu murmeln. Wenn ich Ihnen über Gebühr klar erscheine, müssen Sie falsch verstanden haben, was ich gesagt habe.
(1987 vor dem Kongreß)
Überschwang
Aber wie können wir wissen, wann irrationaler Überschwang die Vermögenswerte hat übermäßig steigen lassen, was dann zu unerwarteten und langwierigen Kontraktionen führt, wie sie in Japan im vergangenen Jahrzehnt auftraten?
(5. Dezember 1996)
Revolution
Was die Vereinigten Staaten derzeit erleben, kann am besten als eine weitere industrielle Revolution beschrieben werden. Die rapide Beschleunigung der Computer- und Telekommunikationstechnologie ist einer der wichtigen Gründe für den merklichen Produktivitätszuwachs in diesem Aufschwung.
(10. Juli 1998)
Tyrannei
Ich habe nie erwartet, den Tag zu erleben, an dem ich über etwas anderes als über die Reduzierung des Haushaltsdefizits reden würde. Ich laufe in die Tyrannei der Null, in der man sie (die Staatsschuld) nicht weiter reduzieren kann.
(20. Januar 2001; Greenspan plädiert für Steuersenkungen)
Rätsel
Im Moment bleibt das weithin unerwartete Verhalten der globalen Anleihemärkte ein Rätsel.
(16. Februar 2005)
Schaum
Der offensichtliche Schaum auf den Hausmärkten könnte sich auf die Hypothekenmärkte ausgedehnt haben.
(9. Juni 2005)
Nachwehen
Die Geschichte ist mit den Nachwehen langwieriger Phasen niedriger Risikoprämien nicht freundlich umgegangen.
(26. August 2005)
Freie Märkte
Offene und freie Märkte sind die Antithese zur Gewalt.
(14. Dezember 2005)