02.09.2008 · Dominanz macht träge. Der Softwarekonzern Microsoft hatte mit seinem Programm Explorer den Markt für Internetbrowser lange Zeit fast allein für sich. Nun wagt sich nach Firefox auch der Internetkonzern Google in das Geschäft vor. Die neue Dynamik kann dem Markt nur guttun.
Von Roland LindnerDominanz macht träge. Der Softwarekonzern Microsoft hatte mit seinem Programm Explorer den Markt für Internetbrowser lange Zeit fast allein für sich, nicht zuletzt dank wettbewerbsrechtlich fragwürdiger Verknüpfung mit seinem Betriebssystem Windows. Nutzer von Windows-Rechnern waren praktisch dazu verdammt, das Internet mit dem Explorer aufzurufen.
Der Explorer war zwar marktbeherrschend, aber nie beliebt, weil er immer irgendwelche Schwachpunkte zu haben schien. Entsprechend dankbar wurde der Konkurrenzbrowser Firefox aufgenommen, der Microsoft seit einigen Jahren Marktanteile abnimmt und zur ersten ernsten Bedrohung seit langem geworden ist.
Gewaltige Resonanz
Nun wagt sich auch der Internetkonzern Google in das Geschäft vor. Google stößt damit auf gewaltige Resonanz, wie immer, wenn das Unternehmen ein neues Produkt einführt. Ob Google damit den Browsermarkt von hinten aufrollt, ist aber eine offene Frage. Denn jenseits seiner dominierenden Position im Geschäft mit der Internetsuche hat Google mit neuen Produkten nicht immer Erfolg gehabt. Der Einstieg von Google bringt aber neue Dynamik in ein Segment, das sich lange Zeit kaum bewegt hat. Das kann dem Markt nur guttun.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,17 | +0,54% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2539 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 107,40 $ | +0,13% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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