Der neue Golf ist keine Revolution. Das soll er auch nicht sein. Denn die Kunden müssen den Klassiker auch nach 38 Jahren wieder erkennen. Der Bestseller des VW-Konzerns zeigt in der siebten Generation stattdessen viele Fortschritte im Detail: mehr Platz bei gleicher Außenlänge, sparsamere Motoren sowie 100 Kilogramm weniger Gewicht. Bei den Fahrerassistenzsystemen holt der Golf mit einem Abstandsradar gegenüber dem Konkurrenten Ford Focus auf.
Dennoch wird es das lange Zeit global dominierende Auto künftig schwerer haben, seine Überlegenheit zu behaupten. Innerhalb des VW-Konzerns knabbern die Schwestermarken Audi, Skoda und Seat mit technisch ähnlichen Modellen an den Absatzzahlen. Hinzu kommen Karosserievarianten wie Tiguan, Touran oder die Senioren-Version Golf Plus. Noch bedrohlicher wirkt die Konkurrenz von außen: Der Weltmarktführer Toyota, den VW eines Tages überholen will, ist selbstbewusst genug, sein neues Konkurrenzmodell - den in Europa als Auris bekannten Corolla - gleichzeitig mit dem Golf VII auf dem Autosalon in Paris vorzustellen. Auch der Auris ist leichter, flacher und agiler geworden - genau wie der Golf.