Home
http://www.faz.net/-gqe-v9hw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Glosse Wirtschaft Zur Sparsamkeit erziehen

09.07.2007 ·  pwe. Nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer und anderer Belastungen greifen die Regierenden dem Bürger wieder so stark in die Tasche wie seit Jahren nicht mehr. Von jedem verdienten Euro bleiben gerade mal 47 Cent übrig.

Artikel Lesermeinungen (0)

pwe. Nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer und anderer Belastungen greifen die Regierenden dem Bürger wieder so stark in die Tasche wie seit Jahren nicht mehr. Von jedem verdienten Euro bleiben gerade mal 47 Cent übrig. Die Berechnung des Bundes der Steuerzahler trifft für manche mehr, für andere weniger zu. Aber sie kennzeichnet das Grundübel der Finanzpolitik: Der Staat nimmt dem Bürger zu viel Geld ab, um es im politischen Prozess scheinbar zu veredeln - so, als ob die demokratisch gesetzten Ziele würdevoller wären als das Verlangen des Bürgers, frei über das verfügen zu können, was er verdient hat. Solche Überlegungen sind den meisten deutschen Politikern indes fremd. Kaum sprudeln die Steuereinnahmen in der Hochkonjunktur, steigert der Bund seine Ausgaben kräftig, anstatt wie ein guter Verwalter die Mehreinnahmen zur Schuldentilgung zu verwenden. Zugleich leistet die Regierung sich noch mehr Schulden und baut den künftigen Bedarf an höheren Steuern auf. Steuersenkungen, von Wirtschaftsminister Michael Glos ins Spiel gebracht, werden zu schnell als utopisch abgetan. Der Gedenktag des Steuerzahlers ist eine gute Gelegenheit, an das Diktum des Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman zu erinnern: "Jede Zeit ist ein gute Zeit, um Steuern zu senken." Dies gilt auch, weil wohl nur geringe Steuereinnahmen den Staat zur Sparsamkeit erziehen.

Quelle: F.A.Z., 10.07.2007, Nr. 157 / Seite 9
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 36 144

29.05.2012 11:37 Uhr
  Vortag
Dax 6.351,87 +0,45%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.384,17 +0,54%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2539 −0,02%
Rohöl Brent Crude 107,40 $ +0,13%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.