04.05.2007 · bü. Der "Solidaritätsbeitrag" des Telekom-Vorstandes hat die Gewerkschaft nicht besänftigt. Im Gegenteil: Nicht wenige Mitarbeiter, die künftig für weniger Geld länger arbeiten sollen, werden es als Hohn empfinden, dass Manager mit ...
bü. Der "Solidaritätsbeitrag" des Telekom-Vorstandes hat die Gewerkschaft nicht besänftigt. Im Gegenteil: Nicht wenige Mitarbeiter, die künftig für weniger Geld länger arbeiten sollen, werden es als Hohn empfinden, dass Manager mit Millionenbezügen öffentlichkeitswirksam einen einmaligen Gehaltsverzicht erklären und dafür Anerkennung erwarten. Auch deshalb war die Einleitung der Urabstimmung über einen bundesweiten Streik am Tag nach der Hauptversammlung nur noch Formsache. Zwölf Jahre nach der Privatisierung steuert die Telekom auf ihren ersten großen Arbeitskampf zu. Ob sich die Eskalationsspirale noch aufhalten lässt, scheint in der aufgeheizten Stimmung sehr zweifelhaft. Es liegt nun an den Gewerkschaftsmitgliedern, ob sie der Verdi-Führung in einen Streik folgen, der nicht zu gewinnen ist. Der verständliche Ärger über das ungeschickte Taktieren der Konzernspitze und die vielen Managementfehler der Vergangenheit darf den Blick auf die bittere Realität nicht verstellen: Kein Kunde ist auf Dauer bereit, überhöhte Preise zu zahlen, um Privilegien aus vergangenen Monopolzeiten zu finanzieren. Der Ausverkauf hat schon begonnen: Die Erlöse aus Immobilien und Beteiligungen müssen das auffangen, was im Alltagsgeschäft verlorengeht. Ohne wettbewerbsfähige Konditionen - und dazu gehören auch Löhne und Arbeitszeiten - hat die Telekom keine Zukunft.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,17 | +0,54% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2539 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 107,40 $ | +0,13% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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