Home
http://www.faz.net/-gqe-upod
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Glosse Wirtschaft Vor dem Streik

04.05.2007 ·  bü. Der "Solidaritätsbeitrag" des Telekom-Vorstandes hat die Gewerkschaft nicht besänftigt. Im Gegenteil: Nicht wenige Mitarbeiter, die künftig für weniger Geld länger arbeiten sollen, werden es als Hohn empfinden, dass Manager mit ...

Artikel Lesermeinungen (0)

bü. Der "Solidaritätsbeitrag" des Telekom-Vorstandes hat die Gewerkschaft nicht besänftigt. Im Gegenteil: Nicht wenige Mitarbeiter, die künftig für weniger Geld länger arbeiten sollen, werden es als Hohn empfinden, dass Manager mit Millionenbezügen öffentlichkeitswirksam einen einmaligen Gehaltsverzicht erklären und dafür Anerkennung erwarten. Auch deshalb war die Einleitung der Urabstimmung über einen bundesweiten Streik am Tag nach der Hauptversammlung nur noch Formsache. Zwölf Jahre nach der Privatisierung steuert die Telekom auf ihren ersten großen Arbeitskampf zu. Ob sich die Eskalationsspirale noch aufhalten lässt, scheint in der aufgeheizten Stimmung sehr zweifelhaft. Es liegt nun an den Gewerkschaftsmitgliedern, ob sie der Verdi-Führung in einen Streik folgen, der nicht zu gewinnen ist. Der verständliche Ärger über das ungeschickte Taktieren der Konzernspitze und die vielen Managementfehler der Vergangenheit darf den Blick auf die bittere Realität nicht verstellen: Kein Kunde ist auf Dauer bereit, überhöhte Preise zu zahlen, um Privilegien aus vergangenen Monopolzeiten zu finanzieren. Der Ausverkauf hat schon begonnen: Die Erlöse aus Immobilien und Beteiligungen müssen das auffangen, was im Alltagsgeschäft verlorengeht. Ohne wettbewerbsfähige Konditionen - und dazu gehören auch Löhne und Arbeitszeiten - hat die Telekom keine Zukunft.

Quelle: F.A.Z., 05.05.2007, Nr. 104 / Seite 11
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 36 144

29.05.2012 11:37 Uhr
  Vortag
Dax 6.351,87 +0,45%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.384,17 +0,54%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2539 −0,02%
Rohöl Brent Crude 107,40 $ +0,13%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.