bf. Vor fünf Jahren, am letzten Tag des Februar 2002, hat die D-Mark ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel im deutschen Einzelhandel verloren. Doch noch immer trauert die Mehrheit der Deutschen ihrer traditionsreichen Währung nach. Repräsentativen Umfragen zufolge hätten mehr als 50 Prozent die D-Mark gerne wieder zurück. Diese Wünsche mögen zum Teil auf Sentimentalitäten zurückzuführen sein, gleichwohl sollten Bundesbank und Europäische Zentralbank sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn ihnen entspricht, dass die neue Währung, der Euro, in der Bevölkerung noch nicht den wünschenswerten, da stabilisierenden Rückhalt hat. Das zeigt sich darin, dass mehr als die Hälfte der Deutschen mit dem Euro mehr Nachteile als Vorteile verbindet. Dieses schlechte Ansehen des Euro geht zum Teil darauf zurück, dass dem Euro immer noch das Wortspiel zu schaffen macht, er sei ein Teuro. Das Ansehen des Euro belastet zudem, dass er ein Ergebnis der europäischen Integration ist, sie geradezu repräsentiert. Die Skepsis gegenüber dem europäischen Einigungsprozess färbt auf die Gemeinschaftswährung ab. Doch auch wenn der Euro beim Bürger (noch) nicht so beliebt ist wie weiland die Mark - er ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte: Ähnlich wertbeständig wie sie und auf den Devisenmärkten der Inbegriff einer Hartwährung.