22.10.2007 · Von Hanno Mußler
Börsenkandidaten wie den Hamburger Hafenbetreiber HHLA wünschte man sich häufiger. Das Geschäftsmodell ist schlüssig. Häfen gehören ohnehin zu den Gewinnern der Globalisierung. HHLA macht zudem einen Großteil seines Geschäfts mit den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa. Denn HHLA betreibt nicht nur Containerhäfen, sondern liefert Güter in eigenen Waggons weiter auf der Schiene zum Beispiel nach Prag. Damit liegt eine Logistikkette zu Lande hinter dem Geschäft zu Wasser. So erscheint HHLA im Wettbewerb mit anderen Häfen wie Rotterdam gut positioniert. Fragen wirft indes das Konzept des Börsenganges auf. Da nicht nur die Preisspanne, sondern auch die Zeichnungsfrist erst sehr kurzfristig veröffentlicht wird und dann nur für wenige Tagen gilt, müssen Privatanleger auf der Hut sein. Sie müssen schnell entscheiden, ob ihnen das noch unbekannte Preisniveau passt. Abschreckend wirkt auch der niedrige Streubesitz von 30 Prozent. Wenn aber das Aktienpaket an Wert gewinnt, könnte die Stadt Hamburg zu Recht sinnlich werden und ihren Anteil von 70 Prozent schneller in Richtung 50 Prozent abschmelzen, als mancher sich heute vorstellen kann.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.385,31 | +0,62% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2539 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 107,40 $ | +0,13% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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