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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Glossar Teil 5: Von „Macrovision“ bis „Pseudo-Pal“

 ·  DVD ist den meisten ein Begriff, aber wie sieht es aus mit DMD,HDTV oder RGB? Eine Begriffsklärung.

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DVD ist den meisten Einsteigern ein Begriff, aber wie sieht es aus mit DMD, HDTV oder RGB? Eine Begriffsklärung.

Macrovision: Macrovision bezeichnet ein Kopierschutzverfahren, das mit Hilfe von Störsignalen unerlaubte Kopien einer DVD, Video, usw. verhindern soll. Kopiert man eine DVD mit Macrovisionsschutz auf Video, so kommt es im kopierten Film dann zu Helligkeitsschwankungen oder Störstreifen. Die Macrovisionssignale werden vom DVD-Player oder Videorekorder an den Fernseher (oder Projektor) weitergegeben, der diese dann herausfiltert und das Bild einwandfrei wiedergibt.

MPEG: Neben dem Übertragungsformat MPEG2 ("Motion Picture Expert Group") für komprimierte Audio- und Video-Daten auf DVDs, stehen auch noch die Varianten MPEG1 für Video-CD-Bildqualität und MPEG4 für kleinformatige Videobilder zur Verfügung. Diskreter MPEG2 Audioton hat sich auf der DVD nicht durchgesetzt, dagegen konnte sich MPEG Audio Layer 3, besser unter dem Kürzel MP3 bekannt, weltweit erfolgreicher als je beabsichtigt durchsetzen. MP3 wird zum großen Teil zur Komprimierung von Musik-CDs benutzt, was eine etwa 10 mal größere Spieldauer (ca. 740 Minuten) als eine herkömmliche Musik-CD zuläßt, d. h. man kann sich ca. 10 Musik-CDs als MP3-Format auf eine CD brennen und benötigt nur noch einen MP3-fähigen CD-Player für die Wiedergabe.

Multi-Angle-Funktion: Mit der Multi-Angle-Funktion hat der Zuschauer die Möglichkeit, das auf einer DVD gespeicherte Filmausgangsmaterial aus bis zu 9 verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Siehe auch: Angle

NTSC: Bei NTSC "National Television Systems Commitee" handelt es sich um das in den USA und Japan verbreitete Fernsehformat, das mit 60 Halbbildern pro Sekunde arbeitet. Der Vorteil gegenüber PAL liegt darin, daß bei annähernd gleicher Datenmenge die Bilder weniger flimmern. Der Nachteil liegt allerdings bei den nur 480 sichtbaren Videozeilen von insgesamt 525 Zeilen, die als Halbbilder mit jeweils 240 Zeilen vorliegen.

NTSC 3,35: Hierbei handel es sich um das originale "NTSC" mit der Farbträgerfrequenz 3,35 MHz.

NTSC 4,43: Bei NTSC 4,43 handelt es sich um ein NTSC-Signal mit der PAL-Farbträgerfrequenz 4,43 MHz. Dieses Signal ist auch unter dem Begriff "Pseudeo-PAL", "PAL 60" oder "PAL-525" bekannt und wird meist von DVD-Playern oder Videorekordern benutzt, um NTSC-Filme auf PAL-Fernsehern wiederzugeben, d. h. die Farbcodierung sowie der Farbträger werden geändert, jedoch die Bildwiederholfrequenz von NTSC wird beibehalten.

Overscan: Darunter versteht man den maximal gezeigten Ausschnitt (sichtbare Bildfläche) eines TV-Bildes. Konventionelle Fernseher werden mit einer Bildeinstellung ausgeliefert, die den äußeren Bildrandbereich des TV-Bildes wegschneidet. Auf der DVD sind die Filme allerdings meist in digitaler Perfektion bis zum äußersten Randbereich erfasst. Heimkinofans freuen sich deshalb über Projektoren, die ein maximal unbeschnittenes Bild zeigen.

PAL: "Phase-Alternating-Line" ist ein in Europa und China verbreitetes Fernsehformat mit 50 Halbbildern pro Sekunde. Die niedrige Bildwiederholfrequenz von 50 Hz hat aber den Begriff "Flimmerkiste" für PAL-Fernseher geprägt. Das heutige PAL-Signal zeichnet sich durch stabile Farbwerte und 576 sichtbare Videozeilen aus.

PAL-525: Hierbei handelt es sich um ein NTSC-Signal mit der PAL-Farbträgerfrequenz 4,43 MHz. Dieses Signal ist auch unter dem Begriff "NTSC 4,43", "Pseudo-PAL" oder "PAL-60" bekannt und wird meist von DVD-Playern oder Videorekordern benutzt, um NTSC-Filme auf PAL-Fernsehern wiederzugeben, d. h. die Farbcodierung sowie der Farbträger werden geändert, jedoch die Bildwiederholfrequenz von NTSC (60 Bilder pro Sekunde) wird beibehalten.

PAL-60: Hierbei handelt es sich um ein NTSC-Signal mit der PAL-Farbträgerfrequenz 4,43 MHz. Dieses Signal ist auch unter dem Begriff "NTSC 4,43", "Pseudo-PAL" oder "PAL-525" bekannt und wird meist von DVD-Playern oder Videorekordern benutzt, um NTSC-Filme auf PAL-Fernsehern wiederzugeben, d. h. die Farbcodierung sowie der Farbträger werden geändert, jedoch die Bildwiederholfrequenz von NTSC (60 Bilder pro Sekunde) wird beibehalten. Manchen PAL-Bildverarbeitungsgeräten (z. B. einigen Fernsehern, Linedoublern, u. a.) ist es trotzdem nicht möglich, diese Pseudo-PAL Signale wiederzugeben, da die Bildwiederholfrequenz bei 60 Hz liegt.

Pixeldefekte: Darunter versteht man einen oder mehrere inaktive Pixel eines LCD- oder DLP-Projektors. Bedingt durch die zum Teil sehr kleinen Durchmesser von LCD-Panels, bzw. DMD-Spiegel-Chips und der sehr hohen Auflösungen pro Panel/DMD-Spiegel-Chip, kommt es fertigungstechnisch immer wieder zu Pixelausfällen, die sich als Punkte in den Farben Rot, Grün oder Blau bzw. helle oder schwarze Punkte bei LCD-/DLP-Projektoren bemerkbar machen.

Progressive Bit: Damit wird ein Steuerbit auf der DVD für die progressive Bildzusammensetzung bezeichnet. Auf der DVD sind die Kinobilder eigentlich als Vollbilder angelegt. Direkt dürfen sie aber nicht ausgegeben werden, weshalb dafür stets ein eigener Linedoubler erforderlich ist. Das Progressive Bit könnte aber dazu benutzt werden, ohne aufwendige Algorithmen direkt bewegungsgleiche Vollbilder für den PC oder das Heimkino zu generieren. Angeblich ist das Bit aber nicht immer gesetzt oder darf nicht gesetzt werden, weshalb mit Progressive Scan ausgestattete DVD-Player doch wieder über einen eigenen Linedoubler verfügen müssen.

Progressive Scan: Unter diesem Begriff versteht man eine Art der Vollbilddarstellung. Das Progressive Scan-Signal, das zur Zeit nur auf DVDs vorliegt (und auch hier nur dann, wenn die Quelle 35mm Filmmaterial oder PC ist), hat seinen Ursprung im 35mm Bildmaterial heutiger Kino-Filme. Da aber bei 35mm Kino-Filmen nur 24 Vollbilder pro Sekunde (als Einzelbilder) vorliegen, werden durch einen sogenannten Zerhacker alle 24 einzelnen Bilder pro Sekunde 2 mal dargestellt und man erhält aus den 24 einzelnen Vollbildern pro Sekunde dann 48 Bilder pro Sekunde. Um in PAL auf 25 Vollbilder pro Sekunde zu gelangen werden die Kinofilme per "speed up" etwas schneller laufen gelassen und anschließend im "2-2-Pulldown"-Verfahren als 50 Vollbilder pro Sekunde auf der DVD gespeichert.

Pseudo-PAL: Hierbei handelt es sich um ein NTSC-Signal mit der PAL-Farbträgerfrequenz 4,43 MHz. Dieses Signal ist auch unter dem Begriff "NTSC 4,43", "PAL 60" oder "PAL-525" bekannt und wird meist von DVD-Playern oder Videorekordern benutzt, um NTSC-Filme auf PAL-Fernsehern wiederzugeben, d. h. die Farbcodierung sowie der Farbträger werden geändert, jedoch die Bildwiederholfrequenz von NTSC (60 Bilder pro Sekunde) wird beibehalten. Manchen PAL-Bildverarbeitungsgeräten (z. B. einigen Fernsehern, Linedoublern, u. a.) ist es trotzdem nicht möglich, diese Pseudo-PAL Signale wiederzugeben, da die Bildwiederholfrequenz bei 60 Hz liegt.

Weiter mit Glossar Teil 6: Von „Regenbogeneffekt“ bis „Trapezkorrektur“


Quelle: Wir danken der Fach-Site www.heimkinomarkt.de
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