03.12.2008 · Ein Hoffnungsschimmer inmitten der Krise: Deutschland dürfte auch 2008 Exportweltmeister bleiben. Das erwartet Wirtschaftsminister Michael Glos angesichts neuer Daten der Welthandelsorganisation WTO. Allerdings ist zu befürchten, dass die weltweite Konjunkturabschwächung bald auch den Außenhandel negativ beeinflusst.
Ein Hoffnungsschimmer in der Krise: Deutschland wird wohl auch in diesem Jahr „Exportweltmeister“ bleiben. Das schließt Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) aus neuen Zahlen der Welthandelsorganisation WTO für die ersten drei Quartale.
Demnach hat die Bundesrepublik Waren für 1157 Milliarden Dollar ausgeführt, 20,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Warenexport knapp 41 Prozent zum gesamten Bruttoinlandsprodukt beigetragen. Der Abstand zum Verfolger China habe sich kaum verringert, weil dessen Exportwachstum mit 22,3 Prozent geringer ausgefallen sei als erwartet worden war. Im Vorjahr sei die chinesische Ausfuhr noch um 27 Prozent gewachsen.
Konjunkturschwäche dürfte bald auch den Außenhandel beeinträchtigen
Der F.A.Z. sagte Glos: „Die vorläufigen Zahlen belegen: Deutschland kann auch 2008 Exportweltmeister bleiben.“ Die deutsche Wirtschaft habe erneut ihre Exportstärke unter Beweis gestellt. Allerdings würden sich die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturabschwächung in den nächsten Monaten zunehmend auch in der Außenhandelsstatistik niederschlagen.
Gerade deshalb komme es darauf an, klare Signale zur Stimulierung des Welthandels mit einem raschen Abschluss der WTO-Verhandlungen zur Doha-Runde zu senden, betonte der Minister: „Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Ankurbelung der Weltwirtschaft.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.385,31 | +0,62% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2539 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 107,40 $ | +0,13% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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